AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA – mieses Geschäftsjahr

Natürlich verbucht das Unternehmen immer noch ordentliche Zahlen in der Bilanz, aber im Vergleich zum Vorjahr gibt diese Bilanz dann möglicherweise doch zu denken, denn in dieser Bilanz weist man einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -8.452.953,40 Euro aus.

AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA

Grünwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

AURELIUS EQUITY OPPORTUNITIES SE & Co. KGaA

Grünwald

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr

vom 1.1.2018 bis zum 31.12.2018

JAHRESABSCHLUSS

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

in EURO 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017
1. Umsatzerlöse 20.358.422,26 23.228.976,64
2. Sonstige betriebliche Erträge; 7.842.952,66 3.727.693,08
davon aus Währungsumrechnung Euro 3.670.554,18 (Vj. Euro 898.656,06)
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.379.410,45 81.680.130,54
b) Soziale Abgaben 136.803,14 181.877,94
12.516.213,59 81.862.008,48
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 724,00 724,00
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 8.380.168,09 7.478.964,97
8.380.892,09 7.479.688,97
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen; 39.878.368,87 102.619.175,18
davon aus Währungsumrechnung Euro 3.631.541,81 (Vj. Euro 6.888.323,12)
6. Erträge aus Beteiligungen; davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 27.750.000,00 (Vj. Euro 392.413.000,00) 27.750.000,00 392.413.000,00
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen – / – 103.899.242,64
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge; davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 9.780.465,94 (Vj. Euro 7.946.736,79) 10.230.676,74 8.247.366,68
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 8.832.816,60 21.666,26
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens – / – 18.559.364,91
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen; davon aus verbundenen Unternehmen: Euro 511,56 (Vj. Euro 349,77) 4.485.629,75 5.109.848,35
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 541.084,16 -367.798,11
13. Ergebnis nach Steuern -8.452.953,40 316.232.325,00
14. Sonstige Steuern 384.248,19 0,00
15. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -8.837.201,59 316.232.325,00
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 83.799.709,93 66.399.717,17
17. Veränderungen aus Wandlung, Ankauf und Verkauf von eigenen Aktien 71.157.699,01 -157.824.542,24
18. Bilanzgewinn 146.120.207,35 224.807.499,93

BILANZ zum 31. Dezember 2018

der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA

AKTIVA

in EURO Anhang 31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 1.209,00 1.933,00
III. Finanzanlagen 2.1 106.703.201,42 65.487.184,38
Summe Anlagevermögen 106.704.411,42 65.489.118,38
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.2 235.882.457,58 189.818.014,03
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 43.717.083,90 298.872.017,97
Summe Umlaufvermögen 279.599.541,48 488.690.032,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.3 62.860,57 3.454.863,65
Bilanzsumme 386.366.813,47 557.634.014,03

PASSIVA

in Euro Anhang 31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital 2.4
I. Gezeichnetes Kapital 1 2.4.1 31.680.000,00 31.680.000,00
Rechnerischer Wert Eigene Anteile 2.4.5 -1.119.551,82 -2.726.773,01
Ausgegebenes Kapital 30.560.448,18 28.953.226,99
II. Kapitalrücklage 2.4.2 69.497.450,05 67.883.172,15
III. Bilanzgewinn 146.120.207,35 224.807.499,93
Summe Eigenkapital 246.178.105,58 321.643.899,07
B. Rückstellungen 2.5 20.778.055,46 56.899.477,11
C. Verbindlichkeiten 2.6 119.410.652,43 179.090.637,85
Bilanzsumme 386.366.813,47 557.634.014,03

1 Bedingtes Kapital zum 31. Dezember 2018 in Höhe von EUR 9.700.000 (Vj. EUR 4.700.000).

ANHANG

ZUSAMMENGEFASSTER LAGE- UND KONZERNLAGEBERICHT DER AURELIUS EQUITY OPPORTUNITIES SE & Co. KGaA

Der Lagebericht der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im AURELIUS Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2018 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA sowie der Geschäftsbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 stehen auch im Internet zur Verfügung.

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2018

1. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1.1 Allgemeines

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, Grünwald („AURELIUS SE“ oder „Gesellschaft“) ist eine deutsche Kommanditgesellschaft auf Aktien und wurde ursprünglich am 20. März 2006 als AURELIUS AG in München gegründet. Nach Eintragung ins Handelsregister vom 1. Oktober 2015 ist die Umwandlung der AURELIUS AG von einer Aktiengesellschaft (AG) in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (AURELIUS SE & Co. KGaA) vollzogen worden. Darüber hinaus kam es im Geschäftsjahr 2016 zu einer Umfirmierung in AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Ludwig-Ganghofer-Straße 6 in 82031 Grünwald und ist beim Registergericht München (HRB 221100) eingetragen. Persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS SE ist die AURELIUS Management SE mit Sitz in Grünwald, die ein Stammkapital von 120.000 Euro aufweist und beim Registergericht München (HRB 211308) eingetragen ist.

Die Geschäftstätigkeit der AURELIUS SE und ihrer Tochterunternehmen („AURELIUS“ oder „Konzern“) umfasst den Erwerb und die Restrukturierung von Unternehmen in Umbruch- oder Sondersituationen, z. B. bei ungelösten Nachfolgeregelungen, Modernisierungen oder Konzernabspaltungen. AURELIUS erwirbt die Unternehmen, um durch operative Verbesserungen Ertragssteigerungspotenziale zu realisieren.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie unter Beachtung des AktG aufgestellt worden. Die nach § 266 HGB mit arabischen Zahlen zu bezeichnenden Posten werden in der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gem. § 265 Abs. 7 HGB aufgegliedert, um die Übersichtlichkeit der Bilanz zu erhöhen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sofern es der Übersichtlichkeit dient, werden bei Wahlrechten die Angaben im Anhang gemacht.

1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten.

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um zulässige planmäßige Abschreibungsbeträge angesetzt. Die Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden auf drei bis 13 Jahre festgelegt.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Soweit von voraussichtlich dauerhafter Wertminderung auszugehen ist, wurde eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bank- und Kassenguthaben sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

1.3 Fremdwährungsumrechnung

In der Bilanz enthaltene kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

2 Erläuterungen zur Bilanz

2.1 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten zu 106.703 Tausend Euro (Vorjahr: 65.487 TEUR) Anteile an Holdinggesellschaften bzw. operativen Gesellschaften der AURELIUS sowie langfristige Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Ausleihungen betragen zum 31. Dezember 2018 4.134 Tausend Euro (Vorjahr: 3.926 TEUR). Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich mit 229.722 Tausend Euro (Vorjahr: 188.640 TEUR) um Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.041 Tausend Euro, Vorjahr: 1.123 TEUR) , um Darlehensforderungen gegenüber Dritten (5.211 TEUR, Vorjahr: 8 TEUR), um Steuerforderungen (916 Tausend Euro, Vorjahr: 1.127 TEUR) und um sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände (TEUR 33, Vorjahr: 43 TEUR). Alle in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

2.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in den Vorjahren resultierte im Wesentlichen aus der Dotierung der Kapitalrücklage im Zusammenhang mit dem Zinsvorteil der am 24. November 2015 platzierten Wandelanleihe. Das ursprünglich bilanzierte Disagio in Höhe von 10.283 Tausend Euro ist vollständig aufgelöst.

2.4 Eigenkapital

2.4.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA in Höhe von 31.680 Tausend Euro (Vorjahr: 31.680 TEUR) ist voll eingezahlt und eingeteilt in 30.769.944 nennwertlose Stückaktien mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,03 Euro (Vorjahr: 1,03 EUR). Zum 31. Dezember 2018 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 29.682.553 (Vorjahr: 28.121.058 Aktien). Im Geschäftsjahr 2018 hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA insgesamt 105.000 eigene Aktien erworben und 264.500 eigene Aktien veräußert. Zur Bedienung von im Geschäftsjahr 2018 teilweise gewandelten Bonds aus der begebenen Wandelanleihe wurden 1.401.995 eigene Aktien verwendet. Die Anzahl der eigenen Aktien beträgt zum 31. Dezember 2018 1.087.391 (Vorjahr: 2.648.886 eigene Aktien) (siehe Tz. 2.4.5).

2.4.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der AURELIUS SE beträgt 69.497 Tausend Euro (Vorjahr: 67.883 TEUR). Es wurde ein Betrag in Höhe von 1.614 Tausend Euro in die Kapitalrücklage eingestellt, der vollständig aus dem Agio aus dem Verkauf eigener Aktien resultiert.

2.4.3 Genehmigtes Kapital

Das Genehmigte Kapital vom 6. Juli 2009 (Genehmigtes Kapital 2009/I) wurde nicht in Anspruch genommen und betrug zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2009 unverändert 4.661 Tausend Euro. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Juli 2010 wurde das bestehende Genehmigte Kapital (Genehmigtes Kapital 2009/I) aufgehoben. Mit selbem Beschluss wurde ein neues Genehmigtes Kapital (Genehmigtes Kapital 2010/I) geschaffen. Dieser Beschluss wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Mai 2013 aufgehoben und ein neues Genehmigtes Kapital 2013/I, welches an das neue erhöhte Kapital angepasst wurde, geschaffen. Dieses Genehmigte Kapital wurde im Rahmen der Kapitalerhöhung vom 22. Juli 2013 teilweise in Anspruch genommen und betrug zum 31. Dezember 2014 11.520 Tausend Euro. Das Genehmigte Kapital 2013/I wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Juni 2015 aufgehoben. Mit selbem Beschluss wurde ein neues Genehmigtes Kapital (Genehmigtes Kapital 2015/I), welches wieder an das aktuelle Kapital angepasst wurde, geschaffen. Somit ist die persönlich haftende Gesellschafterin, vertreten durch dessen Vorstand (nachfolgend „Vorstand“ genannt), ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 15.840 Tausend Euro durch Ausgabe von bis zu 15.840.000 neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015/I). Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand über den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheiden sowie Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festlegen. Das Genehmigte Kapital zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 beläuft sich auf 15.840 Tausend Euro (Vorjahr: 15.840 TEUR).

2.4.4 Bedingtes Kapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Juni 2015 wurde das Bedingte Kapital 2013/I aufgehoben. Mit selbem Beschluss wurde das Grundkapital um bis zu 4.700 Tausend Euro durch Ausgabe von bis zu 4.700.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung 2015 begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die auf der Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 15. Juni 2015 von der Gesellschaft bis zum 14. Juni 2020 begeben werden, von ihrem Wandel- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Mai 2018 wurde das Grundkapital um bis zu zu 5.000 Tausend Euro durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten bzw. bei der Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2018 begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen, die auf der Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2018 von der Gesellschaft bis zum 17. Mai 2023 begeben werden, von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.

2.4.5 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Ablauf des 26. Juli 2015 eigene Aktien von bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 31.680 Tausend Euro zu erwerben. Dieser Beschluss wurde mit der Hauptversammlung vom 21. Mai 2014 aufgehoben. Mit selbem Beschluss wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Ablauf des 20. Mai 2019 eigene Aktien von bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 31.680 Tausend Euro oder – falls dieser Wert geringer ist – zu insgesamt zehn Prozent des Grundkapitals im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung zu erwerben. Dieser Beschluss wurde mit der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 aufgehoben. Mit selbem Beschluss wurde der Vorstand ermächtigt, gemäß § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG bis zum Ablauf des 8. Juni 2021 eigene Aktien von bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 31.680 Tausend Euro oder – falls dieser Wert geringer ist – zu insgesamt zehn Prozent des Grundkapitals im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung zu erwerben. Von diesem Beschluss hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2017 teilweise Gebrauch gemacht, bis dieser mit der Hauptversammlung vom 21. Juni 2017 aufgehoben wurde. Mit selbem Beschluss wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, bis zum Ablauf des 20. Juni 2022 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§278 Abs. 3, 71a AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt zehn Prozent des jeweiligen Grundkapitals übersteigen. Von diesem Beschluss wurde in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 teilweise Gebrauch gemacht, bis dieser mit der Hauptversammlung vom 18. Mai 2018 aufgehoben wurde. Mit selbem Beschluss wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, bis zum Ablauf des 17. Mai 2023 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 278 Abs. 3, 71a AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt zehn Prozent des jeweiligen Grundkapitals übersteigen. Von diesem Beschluss wurde im Geschäftsjahr 2018 teilweise Gebrauch gemacht. Der Erwerb soll der Möglichkeit dienen, die eigenen Aktien liquiditätsschonend auch zum vorzeitigen Rückerwerb von z.B. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten zu verwenden. Zum 31. Dezember 2018 hält die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA insgesamt 1.087.391 eigene Aktien, mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,03 Euro. Insgesamt entspricht dies einem Anteil von 3,53 Prozent am ursprünglichen Grundkapital in Höhe von 31.680.000,00 Euro. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt 105.000 (Vorjahr: 3.035.221) eigene Aktien, was einem Anteil von 0,34% am ursprünglichen Grundkapital in Höhe von 31.680.000,00 Euro entspricht, zu einem Durchschnittspreis von 42,19 Euro (Vorjahr: 52,89 Euro) erworben. Der Erwerbspreis der eigenen Aktien betrug in Summe 4.430 Tausend Euro (Vorjahr: 160.517 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2018 wurden von der Gesellschaft 264.500 eigene Aktien, was einem Anteil von 0,86% am ursprünglichen Grundkapital in Höhe von 31.680.000,00 Euro entspricht, zu einem Durchschnittspreis von 58,99 Euro veräußert. Der Verkaufspreis der eigenen Aktien betrug in Summe 15.604 Tausend Euro. Der Verkaufserlös wurde dem Bilanzgewinn wieder in Höhe des ursprünglichen Anschaffungspreises zugeschrieben. Der positive Differenzbetrag aus Verkaufspreis sowie ursprünglichem Anschaffungspreis wurde in die Kapitalrücklage eingestellt (siehe auch Tz. 2.4.2).

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 wurde beschlossen, dass die bis zu diesem Tag eigenen, voll eingezahlten, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft (ISIN DE000A0JK2A8), welche die Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung am 21. Mai 2014 eingeräumten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben hat, im vereinfachten Einziehungsverfahren gemäß §§ 278 Abs. 3, 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG eingezogen werden sollen. Die Einziehung der insgesamt 490.721 eigenen Aktien dient im Hinblick auf die Erwerbsbeschränkung des § 71 Abs. 2 Satz 1 AktG dem Zweck, der persönlich haftenden Gesellschafterin für die Ausübung der neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 maximalen Gestaltungsspielraum zu verschaffen. Die Einziehung erfolgte ohne Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft. Dadurch erhöht sich der auf die einzelnen übrigen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals gemäß §§ 278 Abs. 3, 8 Abs. 3 AktG entsprechend.

Am 15. Mai 2017 hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA den Einzug von 419.335 eigenen Aktien beschlossen, die im Rahmen des Rückkaufprogramms 2017 I erworben wurden. Die Einziehung erfolgte ohne Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft. Dadurch erhöht sich der auf die einzelnen übrigen Aktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals gemäß §§ 278 Abs. 3, 8 Abs. 3 AktG entsprechend.

2.4.6 Gewinnverwendung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2018 aus dem Bilanzgewinn der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 224.807 Tausend Euro eine Ausschüttung in Höhe von 141.008 Tausend Euro an die Aktionäre vorgenommen. Dies entspricht einer Ausschüttung von 5,00 Euro je Stammaktie. 83.799 Tausend Euro wurden auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Hauptversammlung hat die Gesellschaft 2.568.386 eigene Aktien gehalten, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind. Der auf diese Aktien entfallende Betrag ist im thesaurierten Betrag in Höhe von 83.799 Tausend Euro bereits enthalten.

Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin sieht vor, aus dem Bilanzgewinn des handelsrechtlichen Jahresabschlusses 2018 in Höhe von 146.120 Tausend Euro eine Basisdividende in Höhe von 1,50 Euro je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Ausschüttungsbetrag von insgesamt 44.524 Tausend Euro. 101.596 Tausend Euro sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Zusätzlich zur Basisdividende schüttet die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA in Jahren mit erfolgreichen Unternehmensverkäufen eine sogenannte Partizipationsdividende an die Aktionäre aus. Sollten bis zum Tag der ordentlichen Hauptversammlung Verkäufe realisiert werden, so wird hierfür eine Partizipationsdividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Soweit die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien hält, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, wird der auf diese Aktien entfallende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen.

2.5 Rückstellungen

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

in EURO 31.12.2018 31.12.2017
Personalkosten 19.208.707,28 56.025.254,13
Abschlusskosten 600.000,00 475.547,50
Aufsichtsratsvergütungen 146.236,08 168.750,00
Ausstehende Rechnungen 13.750,00 98.162,02
Steuern 718.838,00 27.070,00
Übrige sonstige Rückstellungen 90.524,10 104.693,46
20.778.055,46 56.899.477,11

Die Rückstellung für Personalkosten bezieht sich im Wesentlichen auf variable Vergütungen aus virtuellen Co-Investment Unterbeteiligungen, die im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen gewährt werden.

2.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EURO 31.12.2018 31.12.2017
Anleihen (davon konvertibel Euro 103.100.000,00) 103.100.000,00 166.300.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114,819,77 594.118,43
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.228.162,22 9.925.134,26
Sonstige Verbindlichkeiten 1.967.670,44 2.271.385,16
davon aus Steuern Euro 7.433,30 (Vj. Euro 25.834,04)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.621,46 (Vj. Euro 3.875,19)
119.410.652,43 179.090.637,85

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von 119.411 Tausend Euro (Vorjahr: 179.091 TEUR) sind 16.311 Tausend Euro innerhalb eines Jahres fällig (Vorjahr: 12.791 TEUR). Diese entfallen komplett auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.949 Tausend Euro (Vorjahr: 7.770 TEUR) und um sonstige Verbindlichkeiten.

Bei der Anleihe handelt es sich um die am 24. November 2015 platzierte Wandelschuldverschreibung der AURELIUS SE & Co. KGaA (heute: AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA) mit einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren inklusive der abgegrenzten Zinsen. Die abgegrenzten Zinsen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die begebene nicht nachrangige und unbesicherte Wandelanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von 166.300 Tausend Euro hat eine Laufzeit bis Ende 2020, wandelbar in neue und/oder bestehende, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ohne Nennwert. Die Anleihe wurde ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA, Kanada, Australien, Südafrika, Neuseeland oder Japan, oder irgendeine andere Jurisdiktion, in der Verkäufe nach geltendem Recht untersagt sind, im Wege eines beschleunigten Bookbuildingverfahrens zum Kauf angeboten und platziert. Das Laufzeitende der Anleihe ist der 1. Dezember 2020. Die Wandelanleihe ist zu 100 Prozent des Nennwertes, mit einer Stückelung von 100 Tausend Euro je Anleihe platziert worden. Der jährlich zahlbare Kupon liegt bei 1,0 Prozent. Die Anleihe wird nach der teilweisen Wandlung von Bonds im Geschäftsjahr in 2.287.131 Aktien (Vorjahr: 3.455.857), dies entspricht 7,433 Prozent (Vorjahr: 11,231 %) des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft, umtauschbar sein, indem von dem Recht zur Ausgabe von Wandelanleihen unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre Gebrauch gemacht wird. Der anfängliche Wandlungspreis in Höhe von 52,5229 Euro wurde mit einer Wandelprämie von 30,0 Prozent über dem Referenzaktienkurs, definiert als volumengewichteter Durchschnittskurs der AURELIUS Aktie in XETRA-Handel am 29. Dezember 2015 festgesetzt. Mit der Mitteilung vom 22. Mai 2018 wurde der Wandlungspreis auf 45,0783 Euro angepasst. Gemäß der Bedingungen kann die Anleihe jederzeit (1) am oder nach dem 22. Dezember 2018 durch die Gesellschaft gekündigt werden (inkl. aufgelaufene, bis dahin unbezahlte Zinsen), falls der Aktienkurs (über einen bestimmten Zeitraum) 130 Prozent des dann anwendbaren Wandlungspreises überschreitet oder (2) falls 20 Prozent oder weniger des Gesamtnominalwerts der Anleihe aussteht.

3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse erzielt die Gesellschaft fast ausschließlich durch Beratung verbundener Unternehmen.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Währungsumrechnung (3.671 TEUR, Vorjahr: 899 TEUR) sowie um Erträge aus bereits wertberichtigten Forderungen (3.537 TEUR, Vorjahr: 0 TEUR).

Bzgl. der Personalaufwendungen verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt 4.2.3.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Weiterbelastung von Kosten der Serviceholdings an die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA (30.839 TEUR, Vorjahr: 77.584 TEUR).

Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten ausschließlich Gewinnausschüttungen aus verbundenen Unternehmen. Diese beruhen auf Ausschüttungen von Gewinnen aus dem Geschäftsjahr 2017 sowie auf Vorabausschüttungen im Geschäftsjahr 2018.

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Zinserträge aus der Darlehensvergabe an verbundene Unternehmen in Höhe von 9.781 Tausend Euro (Vorjahr: 7.947 TEUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen in Höhe von 1 Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 0 TEUR).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme resultieren aus mit Tochtergesellschaften abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträgen (8.833 TEUR, Vorjahr: 22 TEUR).

Außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung auf Anteile an verbundenen Unternehmen und langfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen (Vorjahr: 18.559 TEUR).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf einen Steueraufwand in Höhe von 541 Tausend Euro (Vorjahr: Steuerertrag in Höhe von 368 TEUR).

4 Sonstige Angaben

4.1 Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bürgschaftsverpflichtungen und sonstige Sicherheiten bei der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA bestehen insgesamt in Höhe von 51,5 Millionen Euro (Vorjahr: 59,8 Mio. EUR). Davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen wie bereits im Vorjahr keine Verpflichtungen.

Mit Wirkung zum 31. Juli 2014 hat die AURELIUS durch die Isochem SAS ihre Beteiligung Framochem Kft. in Ungarn an die VanDeMark Chemical Inc. veräußert. Die Käuferin verlangte eine gesamtschuldnerische Mithaftung der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA für Garantie- und Freistellungsansprüche betreffend die Existenz der Verkäuferin und des Targets sowie das Eigentum an den verkauften Geschäftsanteilen und den Betriebsgrundstücken des Targets in Ungarn. Die Garantie bzw. Freistellung deckt nur Ansprüche, die innerhalb von fünf-Jahren nach Closing angemeldet werden. Die Garantie ist auf einen Betrag von 9.375 Tausend Euro begrenzt. Eine volle Inanspruchnahme wird seitens der Gesellschaft als weiterhin unwahrscheinlich angesehen.

Im Rahmen des Ende Juli 2017 vollzogenen Verkaufs der SECOP hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA die gesamtschuldnerische Mithaft für bestimmte Pflichten der Verkäuferin betreffend mögliche Gewährleistungsansprüche der Käuferin, mögliche Ansprüche der Käuferin aus der Steuerfreistellung, mögliche Ansprüche der Käuferin in Hinblick auf etwaige Erstattungsansprüche aus dem bilanziellen Kaufpreisfeststellungsmechanismus und mögliche Ansprüche aus der Freistellung für bestimmte Sachverhalte übernommen. Die Mithaft ist dabei für reguläre Gewährleistungsansprüche und hinsichtlich der Freistellung für bestimmte Sachverhalte auf rund 11,7 Millionen Euro begrenzt. In zeitlicher Hinsicht ist die Mithaft für mögliche Ansprüche der Käuferin aufgrund Verletzung regulärer Gewährleistungen und mögliche Ansprüche der Käuferin in Hinblick auf etwaige Erstattungsansprüche aus dem bilanziellen Kaufpreisfeststellungsmechanismus auf Ansprüche, die innerhalb von 18 Monaten nach Vollzug geltend gemacht werden, begrenzt. Für Ansprüche aus der Steuerfreistellung gilt für die Mithaft eine Verjährung, die entweder sechs Monate nach rechtskräftiger Festsetzung oder nach Ablauf der Festsetzungsfrist eintritt.

Im Rahmen des Anfang Juli 2017 vollzogenen Verkaufs der Getronics hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA Garantieverpflichtungen für bestimmte Pflichten der Verkäuferin betreffend mögliche Gewährleistungsansprüche der Käuferin, mögliche Ansprüche der Käuferin aus der Steuerfreistellung, mögliche Ansprüche der Käuferin in Hinblick auf etwaige Erstattungsansprüche aufgrund unzulässigen Wertabflusses, mögliche Ansprüche aus der Freistellung für bestimmte Sachverhalte sowie mögliche Ansprüche aus der Verletzung nach-vertraglicher Pflichten übernehmen müssen. Die Mithaft ist dabei für reguläre Gewährleistungsansprüche auf rund 25 Millionen Euro begrenzt. In zeitlicher Hinsicht ist die Garantieverpflichtung hinsichtlich unzulässigen Wertabflusses auf Ansprüche, die innerhalb von sechs Monaten nach Vollzug geltend gemacht werden, und für mögliche Gewährleistungsansprüche der Käuferin, die keine fundamentalen Gewährleistungen betreffen, auf Ansprüche, die innerhalb 18 Monaten nach Vollzug geltend gemacht werden, begrenzt. Hinsichtlich aller anderen Ansprüche, auf die sich die Garantieverpflichtung bezieht, gilt eine Verjährungsfrist von fünf Jahren nach Vollzug.

Durch die Studienkreis Holding GmbH hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA mit Wirkung zum 20. Dezember 2017 die Studienkreis-Gruppe veräußert. In diesem Zusammenhang hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA im Kaufvertrag ein selbständiges Garantieversprechen abgegeben, für eventuelle Zahlungsverpflichtungen der Verkäuferin aus oder im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag einzustehen. Das Garantieversprechen ist auf maximal 5.386 Tausend EUR begrenzt. Zahlungsverpflichtungen der Verkäuferin können sich insbesondere bei Ansprüchen der Käuferin aus Garantieverletzungen oder aus der Steuerfreistellung ergeben. Garantieansprüche der Käuferin verjähren in 36 Monaten (Garantie betreffend Existenz der Zielgesellschaften, Eigentum an den Geschäftsanteilen, Abwesenheit von Unternehmensverträgen) bzw. 18 Monaten (übrige Garantien) nach Vollzug. Ansprüche der Käuferin aus der Steuerfreistellung verjähren sechs Monate nach Feststellung oder nach Ablauf der steuerlichen Festsetzungsfristen.

Mit Wirkung zum 26. November 2018 hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA durch Ihre mittelbare Beteiligung AURELIUS Alpha Invest DS GmbH die VAG Gruppe mit Hauptsitz in Mannheim von der US-amerikanischen Rexnord Gruppe erworben. Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA hat gegenüber der Rexnord Gruppe eine Finanzierungsverpflichtung übernommen, der zufolge sie sich verpflichtet hat, die AURELIUS AlphaInvest DS GmbH mit ausreichend Kapital auszustatten, um den Kaufpreis und weitere im Einzelnen bestimmte Ansprüche bedienen zu können.

Rechtsstreitigkeiten

Eine in Liquidation befindliche ehemalige Holdinggesellschaft und unmittelbares Tochterunternehmen der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA wird vom Insolvenzverwalter der vor über fünf Jahren verkauften und mittlerweile insolvent gewordene ehemaligen Beteiligung im Wege der Teilklage auf Zahlung eines mittleren sechsstelligen Betrages in Anspruch genommen. Das Maximalrisiko liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Die klagebegründende Behauptung lautet, bei der Ausschüttung einer Dividende im Jahr 2010 habe es sich um eine nicht zulässige, verbotene Rückzahlung von Stammkapital gehandelt. Der Liquidator der ehemaligen Holdinggesellschaft geht davon aus, sich aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen mit Erfolg gegen die Klage verteidigen zu können.

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und drei weitere Beklagte werden vom Insolvenzverwalter einer ehemaligen Gesellschaft der Getronics-Gruppe als Gesamtschuldner auf Zahlung eines Betrages im untersten zweistelligen Millionenbereich in Anspruch genommen. Die Beklagten gehen übereinstimmend davon aus, sich aus zahlreichen tatsächlichen und rechtlichen Gründen mit Erfolg gegen die Klage verteidigen zu können.

Der Insolvenzverwalter der ACC Compressors S.p.A. verlangt von zwei ehemaligen Konzerngesellschaften die Zahlung von Schadensersatz wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens. Dabei handelt es sich um einen niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Anfang des Jahres 2018 wurde die Klage auf die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co KGaA erweitert. Überdies kann nach dem Unternehmenskaufvertrag, mit dem die beiden genannten Gesellschaften im Jahr 2017 veräußert wurden, eine Freistellungsverpflichtung unter anderem der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co KGaA bestehen.

Im Übrigen ist die AURELIUS SE zum Stichtag im Rahmen ihres allgemeinen Geschäftsbetriebs Partei von Rechtsstreitigkeiten, keine davon ist allerdings im Risiko sowie im Betrag als wesentlich zu beurteilen.

4.2 Angaben zu den Organen

4.2.1 Vorstand

Der Vorstand der AURELIUS Management SE, welche persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ist, besteht aus folgenden Personen:

Dr. Dirk Markus (Vorsitzender), London,

Donatus Albrecht, München (bis 31. Juli 2018),

Gert Purkert, München,

Steffen Schiefer, München,

Fritz Seemann, Düsseldorf

Matthias Täubl, London (seit 01. August 2018).

Die sonstigen Organtätigkeiten der Vorstände umfassen im Wesentlichen Funktionen als Aufsichtsrat, Vorstand oder Geschäftsführer bei verbundenen Unternehmen bzw. Tochtergesellschaften der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA. Im Einzelnen üben die Vorstände noch folgende weitere Funktionen in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG aus:

Dr. Dirk Markus
Chief Executive Officer (CEO)

Aufsichtsratsmandate und Mandate in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Deutsche Industrie Grundbesitz AG, Rostock (stellvertretender Vorsitzender)

Elk Fertighaus GmbH, Schrems/Österreich (stellvertretender Vorsitzender; bis 16. November 2018),

Obotritia Capital KGaA, Potsdam.

Donatus Albrecht
Chief Investment Officer (CIO) (bis 31. Juli 2018)

Aufsichtsratsmandate und Mandate in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

AURELIUS Beteiligungsberatungs AG, München (stellvertretender Vorsitzender, bis 31. Juli 2018),

AURELIUS Portfolio Management AG, München (stellvertretender Vorsitzender, bis 31. Juli 2018),

AURELIUS Transaktionsberatungs AG, München (Vorsitzender, bis 31. Juli 2018),

Werbezeichen AG, München (stellvertretender Vorsitzender).

Gert Purkert
Chief Operating Officer (COO)

Aufsichtsratsmandate und Mandate in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

AURELIUS Beteiligungsberatungs AG, München (Vorsitzender),

AURELIUS Portfolio Management AG, München (Vorsitzender),

AURELIUS Transaktionsberatungs AG, München (Vorsitzender seit 01. August 2018),

Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne (Vorsitzender, bis 03. Mai 2018),

HanseYachts AG, Greifswald (Vorsitzender),

AUREPA Management AG (Vorsitzender, seit 12. September 2018).

Steffen Schiefer
Chief Financial Officer (CFO)

Aufsichtsratsmandate und Mandate in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

AURELIUS Transaktionsberatungs AG, München.

Fritz Seemann
Chief Development Officer (CDO)

Aufsichtsratsmandate und Mandate in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

HanseYachts AG, Greifswald (bis 01. Januar 2018),

Ebert HERA Esser Holding GmbH. Baden-Baden.

AURELIUS Portfolio Management AG, München (stellvertretender Vorsitzender, seit 01. August 2018),

Matthias Täubl
Chief Restructuring Officer (CRO) (seit 01. August 2018)

Aufsichtsratsmandate und Mandate in Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Granovit SA, Lucens, Schweiz (Präsident des Verwaltungsrates),

AURELIUS Beteiligungsberatungs AG, München (stellvertretender Vorsitzender, seit 01. August 2018),

AURELIUS Transaktionsberatungs AG, München (stellvertretender Vorsitzender, seit 01. August 2018).

4.2.2 Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2018 folgende Personen:

Prof. Dr. Mark Wössner (Vorsitzender des Aufsichtsrats, bis 18. Mai 2018)
Selbständiger Unternehmer, München.

Christian Dreyer (Vorsitzender des Aufsichtsrats, seit 18. Mai 2018)

Geschäftsführer der Dreyer Ventures & Management GmbH, Salzburg.

Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Beno Holding AG, Starnberg,

Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH, Salzburg (seit 26. November 2018).

Prof. Dr. Bernd Mühlfriedel (stellvertretender Vorsitzender)
Professor für Betriebswirtschaftslehre, Hochschule für angewandte Wissenschaften, Landshut.

Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Deutsche Kautionskasse AG, Starnberg

Dr. Frank Hübner-von Wittich
Rechtsanwalt und Steuerberater, Lotus AG.

Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

AURELIUS WK Management SE, Grünwald,

Tiven AG, Grünwald (seit 01. Mai 2018),

AUREPA Management AG, München (stellvertretender Vorsitzender, seit 12. September 2018).

Holger Schulze
Vorstand der Vital AG, Mainaschaff.

Maren Schulze
Head of Commercial Optimization der Heraeus Medical GmbH, Wehrheim.

Dr. Ulrich Wolters
Unternehmensberater, Mülheim.

Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Deutsche Arzt AG, Essen (stellvertretender Vorsitzender),

Novotergum AG, Essen (Vorsitzender).

Mitglieder des Gesellschafterausschusses waren im Geschäftsjahr 2018 folgende Personen:

Dirk Roesing (Vorsitzender des Gesellschafterausschusses)
Geschäftsführer der Scopus Capital GmbH, München.

Holger Schulze (stellvertretender Vorsitzender)
Vorstand der Vital AG, Mainaschaff.

Dr. Thomas Hoch
Geschäftsführender Gesellschafter der W&B Projektentwicklungs GmbH, Darmstadt.

Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Co-Investor AG, Zürich (Schweiz) (Verwaltungsratsmitglied; bis 23. April 2018),

EVP Capital Management AG, Frankfurt (seit 28. Mai 2018).

4.2.3 Bezüge der Organe

Die fixen erfolgsunabhängigen Bezüge des Vorstands bzw. der aktiven Mitglieder des Vorstands der AURELIUS Management SE im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich in Summe auf 1.924 Tausend Euro (Vorjahr: 1.077). Neben der fixen Vergütung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch eine erfolgsbezogene variable Vergütung in Höhe von 9.377 Tausend Euro (Vorjahr: 92.287 TEUR) aufgewendet. Es handelt sich vollständig um kurzfristig fällige Leistungen nach IAS 24.17(a). Die variable Vergütung resultiert im Wesentlichen aus virtuellen Co-Investment Unterbeteiligungen, die den Vorstandsmitgliedern im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen gewährt werden. Somit belaufen sich die gesamten im Geschäftsjahr 2018 aufgewendeten Vorstandsbezüge auf 11.301 Tausend Euro (Vorjahr: 93.364 TEUR). Im vergangenen Geschäftsjahr wurde über die ausbezahlten Vergütungsbestandteile berichtet, mit dem Geschäftsbericht 2018 haben wir auf die aufgewendeten Vorstandsbezüge umgestellt. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Für ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands der AURELIUS Management SE wurden im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 2.798 Tausend Euro (Vorjahr: 0 TEUR) aufgewendet. Dieser Betrag resultiert ausschließlich aus virtuellen Co-Investment Unterbeteiligungen, die den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern während ihrer Tätigkeit als Vorstand der AURELIUS Management SE im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen gewährt wurden.

Die AURELIUS AG hat Ende Juli 2013 mit der Lotus AG, die durch Dr. Dirk Markus mittelbar und unmittelbar kontrolliert wird, einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag ist zum 1. Oktober 2015 im Rahmen des Formwechsels der AURELIUS AG auf die AURELIUS Management SE übergegangen. Vertragsgegenstand sind Managementdienstleistungen jeder Art. Das Gesamthonorar aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag beträgt für das Geschäftsjahr 2018 insgesamt 802 Tausend Euro (Vorjahr: 9.141 TEUR). Der fixe Anteil des Honorars beläuft sich auf 480 Tausend Euro (Vorjahr: 480 TEUR) und der aufgewendete variable Anteil des Honorars beträgt 322 Tausend Euro (Vorjahr: 8.661 TEUR). Der variable Anteil resultiert aus virtuellen Co-Investment Unterbeteiligungen, die der Lotus AG mit Dr. Dirk Markus als beherrschendem Gesellschafter im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen gewährt wurden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2018 eine fixe Vergütung in Höhe von insgesamt 180 Tausend Euro (Vorjahr: 180 TEUR), die sich zu gleichen Teilen auf alle Aufsichtsratsmitglieder verteilt. An die Organe der Mutter- und Tochterunternehmen der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt, ebenso wurden keine Bürgschaften oder Gewährleistungen für diesen Personenkreis übernommen.

4.3 Mitarbeiter

Im gesamten Geschäftsjahr 2018 wurden bei der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA neben den Vorstandsmitgliedern durchschnittlich 4 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 15 Mitarbeiter).

4.4 Konzernzugehörigkeit und Anteile

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen von diversen Gesellschaften, an denen sie direkt und indirekt Anteile hält. Diese sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

Firma Sitz Währung Anteil
in %
Eigenkapital 1 Ergebnis 1
inkl. Co-Investoren exkl. Co-Investoren
Abelan Packaging Centroamerica S.A. Heredia/Costa Rica CRC 100,00% 100,00% -7.480 -6.704
Abelan San Andres, S.L. Villava/Spanien EUR 100,00% 100,00% 16.672.000 3.756.000
AHI Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 44.320 10.168
AKAD Bildungsgesellschaft mbH Stuttgart EUR 100,00% 100,00% 5.177.882 -269.412
AKAD Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 1.706.910 482.847
Alf Sörensen AB Stockholm/Schweden SEK 100,00% 100,00% 11.344.594 7.549.594
Allied HCG Holdings Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -113.369 -1.618.112
Allied Healthcare Group Holdings Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 100 – / –
Allied Healthcare Group Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.077.388 -1.340.478
Allied Healthcare Holdings Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.077.441 1.230.608
Arbud Sp z.o.o. Darlowo/Polen PLN 100,00% 100,00% 2.718.633 156.854
Arcadia Hotelbetriebs GesmbH Salzburg/Österreich EUR 100,00% 100,00% 155.147 81.859
Arcadia Hotelbetriebs mbH (verschmolzen mit: Arcadia Nord Hotelbetriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH) Waiblingen EUR 94,00% 94,00% 705.267 469.991
Atelier des Landes S.A. Plelo/Frankreich EUR 100,00% 100,00% 1.702.600 4.799
AURELIUS Active Management GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 93.980 -159.489
AURELIUS Active Management Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 39.179 -7.182
AURELIUS Alpha International GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 8.039 -17.625
AURELIUS Alpha Invest DS GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 21.276 -3.724
AURELIUS Alpha Invest GmbH Grünwald EUR 91,07% 91,07% 57.041 -4.069
AURELIUS Alpha Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 4.240.764 28.455
AURELIUS Amethyst Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Beta International GmbH (zuvor: Publicitas Holding GmbH) Grünwald EUR 100,00% 100,00% 270.951 -276.843
AURELIUS Beta Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Beteiligungsberatungs AG München EUR 100,00% 100,00% 322.069 -8.102
AURELIUS Bornite Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Chromite Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Delta International GmbH (in Liquidation) Grünwald EUR 100,00% 100,00% 6.488 -19.825
AURELIUS Delta Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Eight GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Eleven GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Fifteen GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Five GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Four GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Fourteen GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Nine DS GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Nine GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Seven GmbH 2 Grünwald EUR 93,70% 93,70% – / – – / –
AURELIUS Development Six GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Sixteen DS GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Sixteen GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Ten GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Three GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Development Twelve GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Diamond Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Emerald Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Epsilon International GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% -9.738.075 -162.143
AURELIUS Epsilon Invest GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% -5.284.724 -6.535.936
AURELIUS Eta UK Investments Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 928.330 21.597
AURELIUS Finance Company Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 10.552.780 -64.115
AURELIUS Gamma International GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% -216.118 -93.705
AURELIUS Gamma Invest GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 316.414 -138.948
AURELIUS Gamma Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Initiative Development GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 197.395 111.127
AURELIUS Investments Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -105.245 -317.490
AURELIUS Iota Invest GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 6.421 -18.768
AURELIUS Khi Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 11.701 -498.300
AURELIUS Management SE 3 Grünwald EUR 70,00% 70,00% 104.544 – / –
AURELIUS Mittelstandskapital GmbH Grünwald EUR 51,00% 51,00% -1.322.908 -234.677
AURELIUS MK One GmbH Wandlitz EUR 75,00% 75,00% 9.398.332 -982.885
AURELIUS MK Two GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% -587.551 -51.842
AURELIUS Nederland B.V. 2 Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Nordics AB (zuvor: Geissblatt Holding AB; AUR Geissblatt Holding AB) Stockholm/Schweden SEK 100,00% 100,00% 35.875 -1.250
AURELIUS Portfolio Management AG München EUR 100,00% 100,00% 229.064 80.681
AURELIUS Psi Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -4.795 -23.108
AURELIUS Services Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 415.555 57.198
AURELIUS Sigma International GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 2.364.569 -44.842
AURELIUS Sigma Invest GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 8.919 -18.681
AURELIUS Sigma Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 176.453 -34.535
AURELIUS Tau UK Investments Ltd. (in Liquidation) London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AURELIUS Theta Invest DS One GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 195.542 11.990
AURELIUS Theta Invest Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 5.154.525 11.499.392
AURELIUS Transaktionsberatungs AG München EUR 100,00% 100,00% 309.988 88.215
AURELIUS Upsilon UK Investments Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 10.659.759 640.913
AURELIUS Ypsilon Invest B.V. Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 40.100 – / –
AURELIUS Zeta Invest Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 1.681.109 -100.882
AURELIUS Zeta Invest Two GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 2.580.838 1.580.502
AURELIUS Zeta Ltd. 2 London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
AutoMester AS Hagan/Norwegen NOK 100,00% 100,00% 227.281 73.206
B+P Baulogistik GmbH 3 Wandlitz EUR 100,00% 100,00% 204.720 – / –
B+P Gerüstbau GmbH 3 Wandlitz EUR 100,00% 100,00% 1.537.218 – / –
B+P Gerüstbau Hamburg GmbH Hamburg EUR 100,00% 100,00% 3.834 – / –
BCA Beteiligungs GmbH Grünwald EUR 100,00% 97,00% 124.141 -5.229
BCA Pension Trust Ltd. Swindon/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 100 – / –
Bertram Group Ltd. (zuvor: AURELIUS Omega Ltd.) London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -1.779 -21.780
Bertram Trading Ltd. Norwich/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -7.908.000 -15.835.000
BMC Brand Management Consulting GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 783.130 -253.065
Book Club Trading Ltd. Swindon/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 353.916 -5.462
Briar Chemicals Ltd. Norwich/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 16.214.638 11.373.483
Briar Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 4.974.610 4.772.778
brightONE Holding GmbH (in Liquidation) Grünwald EUR 100,00% 100,00% 421.408 408.306
BSB Bau- und Spezialgerüstbau GmbH Schmölln EUR 100,00% 100,00% 2.920.679 – / –
CalaChem Holding Ltd. Manchester/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 18.254.000 1.005.000
CalaChem Ltd. Grangemouth/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 22.263.000 1.828.000
CalaChem Pension Trustees Ltd. Manchester / Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 1 – / –
Calumet Photograhic Sarl Paris/Frankreich EUR 100,00% 100,00% 25.000 – / –
Calumet Photographic BV Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 52.585 198.794
Calumet Photographic GmbH Hamburg EUR 100,00% 100,00% 6.350.626 1.614.500
Calumet Photographic Ltd. Milton Keynes/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -1.176.000 -1.243.000
Calumet Trading Ltd. Milton Keynes/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -617.357 -18.061.357
Calumet Wex Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 1.066.447 116.979
Calumet Wex International Ltd. Milton Keynes/ GBP 94,10% 94,10% -659.000 -3.757.000
(zuvor: Calumet International Ltd.) Großbritannien
Combine Asset Ltd. Manchester/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -871.885 -891.466
Combine Holding Ltd. Manchester/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 1 – / –
Combine OpCo Ltd. Manchester / Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -5.884.684 -789.556
Conaxess Holding Sweden AB Stockholm/Schweden SEK 100,00% 100,00% 437.142.000 -1.954.000
Conaxess Trade Austria GmbH Wien/Österreich EUR 100,00% 100,00% -7.548.733 -987.148
Conaxess Trade Denmark A/S Soborg/Dänemark DKK 100,00% 100,00% 119.670.000 25.505.000
Conaxess Trade Denmark Beverage A/S Soborg/Dänemark DKK 75,00% 75,00% 9.331.000 1.105.695
Conaxess Trade Germany GmbH Mühlheim a. d. Ruhr EUR 68,40% 68,40% -587.477 926.767
Conaxess Trade Holding AB (zuvor: Beauty Cosmetics AB) Malmö/Schweden SEK 100,00% 100,00% 80.000 – / –
Conaxess Trade Norway AS (verschmolzen mit Galleberg AS) Oslo/Norwegen NOK 100,00% 100,00% 61.003.932 4.597.760
Conaxess Trade Sweden AB Stockholm/Schweden SEK 100,00% 100,00% 264.791.000 -476.000
Conaxess Trade Switzerland AG Neuendorf/Schweiz CHF 100,00% 100,00% 459.012 4.381
Craft Channel Productions Ltd. Chesterfield/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 4.347.279 1.263.981
Craft Retail Incorporated Grand Rapids/Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00% 100,00% – / – -176.363
Craft Retail International Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.267.121 13.122
Create and Craft Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
Dawson Books Ltd. Norwich/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -892.000 -3.066.000
Dawson Espana Agencia de Ediciones SL Valladolid/Spanien EUR 100,00% 100,00% -367.654 – / –
Dawson France SAS Massy/Frankreich EUR 100,00% 100,00% 366.850 431.659
Dawson Iberica SRL Barcelona/Spanien EUR 100,00% 100,00% 57.860 – / –
Dehler Yachts GmbH Greifswald EUR 100,00% 100,00% -1.235.785 -2.838
Delvita GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 18.839 -496.611
Deramores Retail Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 1.180.707 -580.435
Dis-Tech s.r.o. Hovorčovice/Tschechien CZK 100,00% 100,00% 16.261.917 5.041.694
Earls Gate Water Ltd. Manchester / Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -9.999 -10.000
ECIT Development Ltd. Milton Keynes/Großbri-tannien GBP 100,00% 100,00% 56.353.597 2.882.113
Education Umbrella Ltd. Norwich/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -1.473.062 -428.375
Engelschion Marwell Hauge AS Oslo/Norwegen NOK 100,00% 100,00% 66.633.335 9.993.270
Erasmus Antiquariaat en Boekhandel B.V. Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 1.646.227 21.000
Erasmus Buchhandlung GmbH Berlin EUR 100,00% 100,00% 379.060 87.227
Extreme Office BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% -271.000 -18.000
FB Education Equipment Manufacturing 01 GmbH Hürth EUR 100,00% 100,00% 64.190 -1.220
Feedback Instruments Ltd. Crowborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 987.428 102.152
Fiert Holdings Ltd. Glasgow/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 233 – / –
Fixation UK Ltd. Norwich/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.161.000 338.000
Foto-Video Sauter GmbH & Co. KG München EUR 100,00% 100,00% 1.188.241 317.988
Foto-Video Sauter Verwaltungs GmbH München EUR 100,00% 100,00% 30 -1
GA Industries Holdings LLC Cranberry Township/Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00% 100,00% 13.297.307 5.683
GHOTEL Arcadia GmbH 2 Bonn EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
GHOTEL Austria GmbH (zuvor: AURELIUS Development Two GmbH) Grünwald EUR 93,70% 93,70% 6.660 -17.284
GHOTEL Beteiligungs GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 10.387.894 -1.374.087
GHOTEL Deutschland GmbH Bonn EUR 100,00% 100,00% 43.583 22.220
GHOTEL Germany GmbH Bonn EUR 100,00% 100,00% 21.474 -279
GHOTEL GmbH Bonn EUR 100,00% 95,00% 4.264.485 1.780.463
GHOTEL Hotel und Boardinghaus Deutschland GmbH Bonn EUR 100,00% 100,00% 21.462 -279
GIP Development SARL Luxemburg/Luxemburg EUR 100,00% 100,00% 2.583.584 16.588.821
GIP Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 1.135.414 18.263.800
Göttingen Grundbesitz GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 23.683 -1.317
Göttingen Grundbesitz Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 48.418 -1.582
Granovit SA (zuvor: Provimi Kliba SA; verschmolzen mit: Granovit Trading SA) Lucens/Schweiz CHF 100,00% 100,00% 24.018.618 -9.177.647
GTM Development Ltd. Dublin/Irland EUR 100,00% 100,00% 38.118.519 494.228
GTN IT Services BV Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 16.108 -1.892
Guilbert International BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 134.992.000 -9.000
Guilbert UK Holdings Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 60.850.000 -56.622.000
Gustav Raetz Gerüstbau GmbH (zuvor: AURELIUS Development One GmbH) München EUR 100,00% 100,00% 6.656 -17.283
H&F Shoes (Thailand) Co Ltd. Bangkok/Thailand THB 100,00% 100,00% 183.734.515 9.520.534
H&S Shoes (M) Sdn. Bhd Kuala Lumpur/Malaysia MYR 100,00% 100,00% 463.855 443.890
Hammerl GmbH 5 Gemmrigheim EUR 100,00% 100,00% 1.047.848 107.245
Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG Greifswald EUR 100,00% 100,00% 2.044.138 118.512
HanseYachts AG (verschmolzen mit: Sealine GmbH) Greifswald EUR 75,72% 75,72% 10.605.701 -916.883
HanseYachts Technologie und Vermögensverwaltungs GmbH Greifswald EUR 100,00% 100,00% 32.833 -30
HanseYachts TVH GmbH Greifswald EUR 100,00% 100,00% 22.788 – / –
HanseYachts US LLC. Savannah/Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00% 100,00% 107.148 265.859
Health and Fashion Shoes Australia Pty Ltd. Victoria/Australien AUD 100,00% 100,00% -2.924.695 -43.187
Health and Fashion Shoes France SAS Paris/Frankreich EUR 100,00% 100,00% 746.338 10.177
Health and Fashion Shoes Hong Kong Ltd. Hong Kong/ Volksrepublik China HKD 100,00% 100,00% -6.869.724 -2.823.265
Health and Fashion Shoes Italia SpA Mailand/Italien EUR 100,00% 100,00% 10.605.848 443.952
Health and Fashion Shoes Singapore Pte. Ltd. Singapur/Singapur SGD 100,00% 100,00% -1.916.008 -211.478
Health and Fashion Shoes Spain S.A. Madrid/Spanien EUR 100,00% 100,00% 3.655.039 -395.057
Hellanor AS Hagan/Norwegen NOK 100,00% 100,00% 3.411.000 -1.347.000
Heteyo Holding BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 37.000 -34.458
Heteyo Invest B.V. Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 1 -4.253
Houtschild Internationale Boekhandel BV Rijswijk/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 716.453 142.609
HY Beteiligungs GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% -2.251.489 1.010.553
HYD GmbH Berlin EUR 100,00% 100,00% 25.811 -5.153
Iberian IT Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% -395.886 -34.235
Ideal Home Mail Order Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
Ideal Shopping Direct Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 15.913.906 -273.302
Ideal Sourcing (Shanghai) Ltd. Shanghai/ Volksrepublik China CNY 100,00% 100,00% 204.684 48.106
Ideal Sourcing Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 6.613.230 382.697
Ideal World Home Shopping Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
iKan Paper Crafts Ltd. 2 Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
International Brand Value Management AG Zug/Schweiz CHF 100,00% 100,00% 224.800 74.416
ISOCHEM Beteiligungs GmbH 3 Grünwald EUR 100,00% 100,00% 8.299.892 – / –
ISOCHEM Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 95,00% 789.731 -8.297.454
Klamflex Pipe Couplings (Pty) Ltd. Krugersdorp/Südafrika ZAR 100,00% 100,00% 64.403.960 -3.682.903
LD Beteiligungs GmbH Hürth EUR 100,00% 88,25% 4.003.105 2.792.499
LD Didactic GmbH Hürth EUR 100,00% 100,00% 4.436.206 706.098
LD Operations Kft. Cegléd/Ungarn HUF 100,00% 100,00% 6.699.000 2.981.000
LD Vertriebs GmbH Hürth EUR 100,00% 100,00% 27.063 2.108
Lead the Good Life Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 50.500 – / –
Librairie Erasmus (French branch) Paris/Frankreich EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
Mediterranean Yacht Service Center SARL Canet en Roussillon/ Frankreich EUR 100,00% 100,00% -2.544.874 -69.298
Mediterranean Yacht Service Center SARL Canet en Roussillon/ Frankreich EUR 100,00% 100,00% -2.544.874 -69.298
MEZ Crafts Belgium NV Brüssel/Belgien EUR 100,00% 100,00% -209.630 -12.771
MEZ Crafts Hungary Kft. Nagyatag/Ungarn HUF 100,00% 100,00% 3.465.625.384 -352.720.644
MEZ Crafts Lithuania UAB Vilnius/Litauen EUR 100,00% 100,00% 8.670 -24.826
MEZ Crafts Portugal Lda. Vila Nova de Gaia/Portugal EUR 99,90% 99,90% 50.863 3.973
MEZ Crafts Switzerland GmbH Zürich/Schweiz CHF 100,00% 100,00% 308 -38
MEZ Crafts Tekstil Anonim Sirket Istanbul/Türkei TRL 100,00% 100,00% 11.415.992 1.832.313
MEZ Crafts UK Ltd. Huddersfield/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 130.861 116.516
MEZ Cucirini Italy S.r.l. Mailand/Italien EUR 100,00% 100,00% 2.008.531 475.525
MEZ Fabra Spain S.A. Barcelona/Spanien EUR 100,00% 100,00% 1.109.205 254.646
MEZ GmbH Herbolzheim EUR 100,00% 100,00% 464.335 7.642.099
MEZ Grundstücksgesellschaft GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 31.741 495.281
MEZ Harlander GmbH Wien/Österreich EUR 100,00% 100,00% 987 261
MEZ Logistics GmbH 2 Grünwald EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
MEZ Needlecraft GmbH 2 Herbolzheim EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
Mid Counties Photographic Supplies Ltd. Colchester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
Moody Yachts GmbH Greifswald EUR 100,00% 100,00% 18.043 -1.548
MRG Holding Ltd. Bury St Edmunds/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.220.633 – / –
nestor Hotel Objekt Ludwigsburg GmbH Ludwigsburg EUR 100,00% 100,00% 1.140.626 314.380
nestor Hotel Objekt Neckarsulm GmbH Neckarsulm EUR 100,00% 100,00% 1.173.531 286.051
Niceday Distribution Center Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 21.838.000 – / –
Nightingale Nursing Bureau Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 396.622 66.747
Northern Paper Board Ltd. Skipton/Großbritannien GBP 51,00% 51,00% 6.522.281 2.008.478
OD International (Luxemburg) Finance Sari Munsbach/Luxemburg EUR 100,00% 100,00% 7.852.028 360.079
OD Participations (France) SAS Senlis/Frankreich EUR 100,00% 100,00% 97.402.766 -35.030.520
ODE Holding B.V. Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 239.468.269 93.596.328
Office 1 (1995) Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -6.425.000 – / –
Office 1 Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 772.288.000 15.358.000
Office Depot (Holdings) Ltd. Leicester/Großbritannien EUR 100,00% 100,00% 895.437.522 111
Office Depot BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% -2.527.000 -2.477.000
Office Depot DACHBEN Holding BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 79.302 – / –
Office Depot Deutschland GmbH (verschmolzen mit: Guilbert Beteiligungsholding GmbH) Großostheim EUR 100,00% 100,00% 1.598.753 – / –
Office Depot Europe BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 431.901.000 3.332.000
Office Depot Europe Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 1.043.618 88.243.042
Office Depot Europe Holdings Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 34.479.000 1.105.000
Office Depot Finance (UK) BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 6.518.000 2.012.000
Office Depot France Holding BV 2 Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
Office Depot France Holding Two BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 413 – / –
Office Depot France SNC Senlis/Frankreich EUR 100,00% 100,00% 69.117.183 -11.112.366
Office Depot GmbH Lenzburg/Schweiz CHF 100,00% 100,00% -65.083.317 -8.555.374
Office Depot Growth Holding BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 24.030 – / –
Office Depot Holding GmbH Lenzburg/Schweiz CHF 100,00% 100,00% 10.789.064 8.874
Office Depot Holding Spain Ltd. 2 Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
Office Depot Holdings 4 Ltd. 2 Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
Office Depot International (UK) Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 363.739.000 -53.619.000
Office Depot International BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 414.222.000 4.974.000
Office Depot International BVBA Puurs/Belgium EUR 100,00% 100,00% 20.787.553 780.301
Office Depot Ireland Ltd. Dublin/Irland EUR 100,00% 100,00% -6.638.123 -623.002
Office Depot Italia Srl. Assago/Italien EUR 100,00% 100,00% 3.549.597 -1.480.685
Office Depot Service Center Srl. Cluj/Rumänien RON 100,00% 100,00% 23.940.865 2.444.501
Office Depot Service Holding BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 1.437 – / –
Office Depot SL Alcala de Henares/Spanien EUR 100,00% 100,00% 1.105.819 -3.910.368
Office Depot sro. (CZ) Hostivice/Tschechien CZK 100,00% 100,00% 121.973.939 20.209.621
Office Depot sro. (SK) Bratislava/Slowakei EUR 100,00% 100,00% 305.369 -52.076
Office Depot Svenska AB Solna/Schweden SEK 100,00% 100,00% 10.685.996 -35.565.619
Office Depot Sweden (Holding) AB Solna/Schweden SEK 100,00% 100,00% 272.922.000 -6.521.000
Office Depot UK & Ireland Holding BV Venlo/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 33.840 – / –
Office Depot UK Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 64.246.000 -9.673.000
Old Book Club Associates Ltd. Swindon/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -534.541 -36.144
Omnicare Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.077.388 -1.512.041
OOO VAG Armaturen RUS Samara/Russland RUB 100,00% 100,00% 4.034.883 261.772.055
Oy Conaxess Trade Finland AB Helsinki/Finnland EUR 100,00% 100,00% 1.187.265 117.075
Pets and Wildlife Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
Privilège Marine Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 619.147 -16.026
Privilège Marine SAS Les Sables d’Olonne/ Frankreich EUR 97,43% 97,43% -6.867.252 -3.227.719
Promandis BV Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 10.148.189 – / –
Regain Polymers Holding Ltd. Castleford/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -20.102 -23.530
Reliable UK Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 51.496.000 1.527.000
Reuss Seifert GmbH Sprockhövel EUR 100,00% 100,00% 2.507.874 -4.983.189
Reuss-Seifert-Production Sp.z.o.o. Warschau/Polen PLN 100,00% 100,00% 2.424.614 2.061.079
RH Retail Holding GmbH (in Liquidation) Grünwald EUR 100,00% 100,00% 47.958 -2.215
Rover HoldCo ApS 2 Aarhus/Dänemark DKK 100,00% 100,00% – / – – / –
Samal Investments (Pty.) Ltd. Johannesburg/Südafrika ZAR 100,00% 100,00% 5.493.071 330.443
Scandinavian Cosmetics AB Malmö/Schweden SEK 100,00% 100,00% 156.218.000 783.000
Scandinavian Cosmetics Denmark A/S Soborg/Dänemark DKK 100,00% 100,00% 1.051.227 -2.700.433
Scandinavian Cosmetics Finland OY Helsinki/Finnland EUR 100,00% 100,00% 2.500 – / –
Scandinavian Cosmetics Group Holding AB (zuvor: AU R Geissblatt DS AB) Stockholm/Schweden SEK 100,00% 100,00% 32.125 -1.250
Scandinavian Cosmetics Norway Holding AS (zuvor: Conaxess Holding Norway AS) Oslo/Norwegen NOK 100,00% 100,00% 90.881.839 9.180.354
Sealine Yachts GmbH Greifswald EUR 100,00% 100,00% 23.412 -1.588
Secop Beteiligungs GmbH 3 Grünwald EUR 100,00% 100,00% 7.573.997 – / –
Secop d.o.o. (in Liquidation) Crnomelj/Slowenien EUR 100,00% 100,00% 5.109.468 -8.699
Secop Verwaltungs GmbH 3 Grünwald EUR 100,00% 100,00% 2.600.000 – / –
Silvan A/S Aarhus/Dänemark DKK 100,00% 100,00% 91.994.922 -44.505.079
Silvan Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% -80.165 -319.322
SOLIDUS SOLUTIONS Belgium BVBA Hoogstraten/Belgien EUR 100,00% 100,00% 4.093.064 -3.079.895
SOLIDUS SOLUTIONS Bergen op Zoom BV Bergen op Zoom/ Niederlande EUR 100,00% 100,00% -1.721.000 -5.133.099
SOLIDUS SOLUTIONS Board BV Bad Nieuweschans/ Niederlande EUR 100,00% 100,00% 32.499.157 5.164.866
SOLIDUS SOLUTIONS France SAS Vincennes/Frankreich EUR 100,00% 100,00% 1.128.250 -514.997
SOLIDUS SOLUTIONS Holding BV Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% – / – -6.295.000
SOLIDUS SOLUTIONS Iberia S.L. Villava/Spanien EUR 100,00% 100,00% 7.774.000 -198.000
SOLIDUS SOLUTIONS Norway AS Bodo/Norwegen NOK 100,00% 100,00% 12.462.188 1.303.284
SOLIDUS SOLUTIONS Oude Pekela BV Oude Pekela/Niederlande EUR 100,00% 100,00% -4.499.788 -2.944.788
SOLIDUS SOLUTIONS Solid Board BV (verschmolzen mit: SOLIDUS SOLUTIONSSpecialities Divisions BV, SOLIDUS SOLUTIONSTriton BV, SOLIDUS SOLUTIONS Attica BV) Amsterdam/Niederlande EUR 100,00% 100,00% – / – -6.295.000
SOLIDUS SOLUTIONS South Holding, S.L. (zuvor: Orella Investments S.L.) Madrid/Spanien EUR 100,00% 100,00% -399 -2.915
SOLIDUS SOLUTIONS UK II B.V. Bad Nieuweschans/ Niederlande EUR 100,00% 100,00% – / – – / –
SOLIDUS SOLUTIONS Zutphen BV (zuvor: Fibor Packaging B.V.) Zutphen/Niederlande EUR 100,00% 100,00% 7.326.390 -1.820.611
SOLIDUS UK Solutions Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -1.745.935 -1.807.066
Solis International Cosmetics AS Oslo/Norwegen NOK 100,00% 100,00% 9.576.087 3.112.278
Start Scotland Ltd. (zuvor: Randotte LLS Ltd.) Clydebank/Schottland GBP 100,00% 100,00% 1 – / –
STRUCTURAM Corporate Services GmbH (in Liquidation) München EUR 100,00% 100,00% -4.743 -34.814
Studienkreis Holding GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 3.741.643 55.646.061
Tavex International GmbH Grünwald EUR 100,00% 100,00% 74.699 219.467
Technologie Tworzyw Sztucnych Spol. Zoo. Goleniow/Polen PLN 100,00% 100,00% 16.691.400 -6.725.783
TFHC Holdings Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2 – / –
TFHC Ltd. Manchester/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -2.010.648 -772.460
TFHC Property Ltd. Manchester Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 1 – / –
The Bristol, Gloucestershire, Somerset and Wiltshire Community Rehabilitation Company Ltd. Weston-super-Mare/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -2.338.738 1.273.214
The Dorset, Devon, and Cornwall Community Rehabilitation Company Ltd. Exeter/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -3.407.044 135.096
The Wales Community Rehabilitation Company Ltd. Cardiff/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -7.287.921 -1.656.872
VAG Armatura Polska Sp zo.o Warschau/Polen PLN 100,00% 100,00% -27.968 -796.589
VAG Armaturen Chile Limitada Santiago de Chile/Chile CLP 100,00% 100,00% 1.483.918.211 -370.529.445
VAG GmbH Mannheim EUR 100,00% 100,00% 21.847.412 – / –
VAG Holding GmbH Mannheim EUR 100,00% 100,00% 15.462.055 12.253.021
VAG sro. Hodonin/Tschechien EUR 100,00% 100,00% 507.547.278 17.719.831
VAG USA LLC Pennsylvania/Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00% 100,00% 18.834.559 – / –
VAG Valves Malaysia Sdn. Bhd. Petaling Jaya/Malaysia MYR 100,00% 100,00% -2.233.602 565.017
VAG Valves France SARL Saint-Priest/Frankreich EUR 100,00% 100,00% -2.506.472 -827.624
VAG Valves India (Private) Ltd. Telangana/Indien INR 100,00% 100,00% 78.702.703 -58.694.338
VAG Valves South Africa Pty. Ltd. Krugersdorp/Südafrika ZAR 100,00% 100,00% 217.642 2.686.237
VAG Valvote Italia Srl. Mailand/Italien EUR 100,00% 100,00% 252.343 -95.877
VAG Water Systems (Taicang) Co. Ltd. Taicang/ Volksrepublik China CNY 100,00% 100,00% 169.631.967 19.261.737
VAG-Armaturen GmbH Wien/Österreich EUR 100,00% 100,00% 453.784 353.784
VAG Valves UK Ltd. Glasgow/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 364.814 -355.276
Valvulas VAG de Mexico SA de. CV Apodaca/Mexiko MXN 100,00% 100,00% -1.715.066 -258.572
Verwaltung Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH Greifswald EUR 100,00% 100,00% 46.115 2.379
Videcart S.A. Egües/Spanien EUR 100,00% 100,00% 12.039.000 1.576.000
Viking Direct (Ireland) Ltd. Dublin/Irland EUR 100,00% 100,00% 6.494.674 1.595.838
Viking Direct GesmbH Pregarten/Österreich EUR 100,00% 100,00% 11.233.899 11.149.713
Viking Direct Holdings Ltd. Leicester/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 48.320.000 -927.000
Viking Finance Ireland Ltd. Dublin/Irland EUR 100,00% 100,00% 292.914.311 59.692
Viking Holding Italia Srl. Assago/Italien EUR 100,00% 100,00% 3.522.205 -1.547.180
Warehouse Express Ltd. Norwich/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 12.033.000 2.704.000
Wex Photo Video Holdings Ltd. (zuvor: AURELIUS Phi Ltd.) London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -267.000 -1.017.000
WKF GmbH Schmölln EUR 100,00% 100,00% 355.875 – / –
Wordery.com Ltd. Norwich/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.779.000 1.171.000
Working Links Catch 22 JV Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2 – / –
Working Links Chile SpA Santiago de Chile/Chile GBP 100,00% 100,00% 10.000 – / –
Working Links Employment Ltd. Middlesbrough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.097.158 -12.844.341
Wrightway Marketing Ltd. Peterborough/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% – / – – / –
Wychem Holding Ltd. London/Großbritannien GBP 100,00% 100,00% -454.981 -175.588
Wychem Ltd. Bury St Edmunds/ Großbritannien GBP 100,00% 100,00% 2.916.010 593.798
Yachtzentrum Greifswald Beteiligungs GmbH Greifswald EUR 100,00% 100,00% -6.313.641 -70.913
Assoziierte Unternehmen
Turas Nua Ltd. 4 Roscrea/Irland GBP 50,00% 50,00% -1.326.035 -192.279
Working Links Kuwait for Human Resources 4 Hawalli/Kuwait KWD 49,00% 49,00% – / – – / –
Earls Gate Gridco Ltd. 4,2 Grangemouth/Schottland GBP 50,00% 50,00% – / – – / –
Beteiligungen
Borup Kemi Holding A/S Borup/Dänemark DKK 45,00% 45,00% 80.348.273 7.243.229
Tubembal-transformação De Papel E Comércio De Embalagens SA Trofa/Portugal EUR 33,00% 33,00% 3.049.011 656.642
Corenso Tolosana S.A. Tolosa/Spanien EUR 22,69% 22,69% 1.854.295 -121.171

1 Angaben jeweils in der lokalen Währung. Bei den Fremdwährungsangaben sind folgende Kurse zu berücksichtigen: 1 Euro entspricht in ausländischen Währungseinheiten: Australien 1,5799 AUD, Dänemark 7,4532 DKK, Großbritannien 0,8847 GBP, Hong Kong 9,2599 HKD, Indien 80,7298 INR, Malaysia 4,7642 MYR, Mexiko 22,7159 MXN, Norwegen 9,6006 NOK, Polen 4,2606 PLN, Rumänien 4,654 RON, Russland 74,0576 RUB, Schweden 10,2567 SEK, Schweiz 1,1549 CHF, Singapur 1,5928 SGD, Südafrika 15,6133 ZAR, Thailand 38,1636 THB, Türkei 5,6986 TRY, Tschechien 25,643 CZK, Ungarn 318,7759 HUF, USA 1,1815 USD, Volksrepublik China 7,8074 CNY. Die Angaben zum Eigenkapital und Ergebnis entsprechen jeweils den lokalen Abschlüssen des letzten vorliegenden Abschlusses der Gesellschaft.
2 Seit Neugründung der Gesellschaft liegt kein veröffentlichter Abschluss vor.
3 Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft liegt vor.
4 Aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert.
5 Ein Rumpfgeschäftsjahr liegt vor.

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis ihrer Tochtergesellschaften auf. Er wird beim Handelsregister München in Abteilung B, Nr. 221100 hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Nachtragsbericht

Im Februar 2019 hat die Working Links Gruppe den Konsolidierungskreis der AURELIUS Gruppe verlassen. In einem vorher mit dem Ministry of Justice (MoJ) abgestimmten Übergangsprozess ging das Geschäft mit Sozial- und Wiedereingliederungsleistungen für die britischen Behörden (sog. CRC (Community Rehabilitation Companies)) an das Dienstleistungsunternehmen Seetec mit Sitz in Hockley (Großbritannien). Mit dem Verlassen von Working Links aus dem Konsolidierungskreis zieht sich AURELIUS nunmehr vollständig aus dem Geschäft mit Outsourcing-Dienstleistungen für die öffentliche Hand in Großbritannien zurück. Die weitere Entwicklung in diesem Markt wird maßgeblich von den budgetären Rahmenbedingungen bestimmt werden. In den vergangenen Jahren haben die Sparzwänge der öffentlichen Hand bereits zu einer deutlichen Konsolidierung der Branche geführt.

Anfang April 2019 wird AURELIUS ihre Tochtergesellschaft Granovit mit Sitz in Lucens (Schweiz) an das bestehende Management um CEO Andreas Fischer im Rahmen eines Management-Buy-outs veräußern. AURELIUS hatte das Unternehmen im Jahre 2017 von Cargill übernommen. Innerhalb von nur drei Monaten konnte der Carve-out aus dem Cargill Konzern erfolgreich vollzogen werden. Es wurde unter anderem eine eigenständige Finanzabteilung und IT-Infrastruktur aufgebaut sowie das Unternehmen unter dem neuen Namen Granovit am Markt positioniert. Die Strukturen, Prozesse und Kosten des Unternehmens wurden optimiert und an die Anforderungen eines mittelständischen Unternehmens angepasst. Das Unternehmen produziert an drei Produktionsstätten Premix und Mischfutter für Geflügel, Schweine, Rinder und Milchvieh für den Schweizer Markt. Spezialfutter für Haustiere, Pferde, Zootiere sowie medizinisches Futter ergänzen das Produktportfolio.

 

München, 26. März 2019

AURELIUS Management SE,

persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA

Der Vorstand

Dr. Dirk Markus

Gert Purkert

Steffen Schiefer

Fritz Seemann

Matthias Täubl

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.788,02 0,00 0,00 2.788,02 2.787,02 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.874,63 0,00 0,00 17.874,63 15.941,63 724,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 92.925.971,18 48.627.727,59 7.620.026,48 133.933.672,29 31.364.801,83 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.926.015,03 208.315,93 0,00 4.134.330,96 0,00 0,00
96.851.986,21 48.836.043,52 7.620.026,48 138.068.003,25 31.364.801,83 0,00
Summe Anlagevermögen 96.872.648,86 48.836.043,52 7.620.026,48 138.088.665,90 31.383.530,48 724,00
Abschreibungen Buchwert
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
Stand 31.12.2017
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.787,02 1,00 1,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 16.665,63 1.933,00 1.209,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 31.364.801,83 61.561.169,35 102.568.870,46
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 3.926.015,03 4.134.330,96
0,00 31.364.801,83 65.487.184,38 106.703.201,42
Summe Anlagevermögen 0,00 31.384.254,48 65.489.118,38 106.704.411,42

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA – wie es nach Gesetz und Satzung seine Aufgabe ist – den Vorstand bei seinen Führungsaufgaben regelmäßig beraten und überwacht und die ihm obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand war durch einen intensiven und vertrauensvollen Austausch gekennzeichnet. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat kontinuierlich, zeitnah und umfassend über alle unternehmensrelevanten Themen und anstehenden zustimmungsbedürftigen oder strategischen Entscheidungen. Diese wurden stets intensiv erörtert, diskutiert und miteinander abgestimmt.

In den Aufsichtsratssitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über die Lage und die Perspektiven der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA. Wesentliche Aspekte der Aufsichtsratstätigkeit betrafen die Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die Vermögens- und Finanzlage einschließlich der Risikosituation, bedeutsame Geschäftsvorfälle, die Akquisitions- und Beteiligungsvorhaben, Unternehmensverkäufe und die Unternehmensplanung.

Auf dieser Basis begleitete der Aufsichtsrat den Vorstand beratend bei der Leitung des Unternehmens und überwachte seine Geschäftsführung gewissenhaft. Im nachfolgenden Bericht informiert der Aufsichtsrat über die Schwerpunkte seiner Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Wesentliche Themen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018

Im Geschäftsjahr 2018 hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA zwölf Unternehmensgruppen erworben und erstmals vollkonsolidiert, acht davon im Rahmen sogenannter Add-on-Akquisitionen zur Stärkung der bestehenden Konzernunternehmen:

Im Januar 2018 hat AURELIUS den Erwerb von Abelan Board Industrial, einem namhaften Produzenten von Verpackungslösungen aus Karton und Vollpappe, als Add-on-Akquisition für die Konzerntochter SOLIDUS vollzogen.

Weiterhin hat AURELIUS im Februar 2018 den weltweit tätigen Multikanal-Buchhändler Bertram Books (vormals: Connect Books) in Großbritannien gekauft.

Die AURELIUS Tochter GHOTEL hotel & living hat im Februar zwei Hotels der Marke „nestor“ im Stuttgarter Raum und im April 2018 ein 4-Sterne-Hotel sowie die zugehörige Hotelimmobilie in Göttingen erworben.

Im April hat die AURELIUS Konzerntochter B+P Gerüstbau die Gustav Raetz Gerüstbau GmbH mit Hauptsitz in München übernommen.

Die AURELIUS Konzerntochter Scandinavian Cosmetics-Gruppe hat Anfang Juli die norwegische Solis International Cosmetics AS sowie deren schwedische Tochter Alf Sörensen AB gekauft.

Ende Juli 2018 hat AURELIUS die Übernahme von Ideal Shopping Direct, einem in Großbritannien führenden Multikanal Home Shopping Anbieter, von Blackstone bekannt gegeben.

Ende August 2018 wurde der Erwerb von Northern Paper Board als Add-on zu SOLIDUS durchgeführt.

Ende Oktober 2018 hat GHOTEL hotel & living drei Standorte der Arcadia Hotelbetriebs GmbH übernommen.

Ende November wurde der Erwerb des Wasser- und Abwasserarmaturenherstellers VAG mit Hauptsitz in Mannheim von der US-amerikanischen Rexnord Gruppe abgeschlossen.

Im Dezember 2018 hat AURELIUS den Erwerb des norwegischen Großhändlers Hellanor von Nordic Forum Holding A/S, einer 100%-Tochter der HELLA GmbH & Co. KGaA, abgeschlossen.

Ebenfalls im Dezember hat die AURELIUS Tochter Calumet Wex die Anteile an Foto-Video Sauter von den Gesellschaftern der Familie Sauter erworben.

Bereits im Januar 2018 hat AURELIUS die dänische Tochtergesellschaft AH Industries im Rahmen eines Management Buy-Outs verkauft. Im Dezember 2018 wurden wesentliche Teile von Allied Healthcare an die Health Care Resourcing Group, Prescot (Großbritannien) veräußert.

Seit dem 1. August 2018 verantwortet Donatus Albrecht die gruppenweite M&A-Strategie sämtlicher Geschäftsfelder der AURELIUS Gruppe und hat im Gegenzug den Vorstand der AURELIUS Management SE verlassen. Mit Matthias Täubl, der bereits seit 2008 für AURELIUS tätig ist, wurde der Vorstand zeitgleich im Bereich Operations weiter verstärkt.

Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018

Der Aufsichtsrat der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA hat sich im Geschäftsjahr 2018 zu drei Sitzungen getroffen. Dabei fehlte bei einer Sitzung ein Mitglied entschuldigt. Außerhalb von Sitzungen hat der Aufsichtsrat in Einzelfällen Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Auf die Bildung von Ausschüssen wurde verzichtet. Alle aktuellen Themenkomplexe des AURELIUS Konzerns werden im Aufsichtsrat deshalb gemeinsam von allen Mitgliedern besprochen. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen allesamt über die erforderlichen Kenntnisse und fachlichen Erfahrungen, um ihre Aufgaben ordnungsgemäß erfüllen zu können.

Ein besonders wichtiges Thema bei den Sitzungen des Aufsichtsrats war die operative Entwicklung der Tochterunternehmen des AURELIUS Konzerns, also die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und der Gang der Geschäfte einschließlich ihrer Beteiligungen. Der Vorstand erstattete in den Aufsichtsratssitzungen hier regelmäßig Bericht.

In der Sitzung vom 28. März 2018 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Billigung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses für das Jahr 2017.

In der Sitzung vom 18. Mai 2018 wurde Christian Dreyer zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

In der Sitzung vom 28. November 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit dem Budget 2019 befasst und dieses gebilligt.

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Alle Angelegenheiten, die seiner Zustimmung bedurften, wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Schriftliche und mündliche Berichte, die der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig vorlegte bzw. erläuterte, waren die Grundlage der Beratungs- und Kontrolltätigkeiten des Aufsichtsrats. Er erteilte in allen Fällen nach Prüfung der jeweiligen Beschlussvorlagen sowie nach ausführlicher Beratung mit dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin seine Zustimmung.

Über wichtige Geschäftsvorfälle wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen informiert. In Einzelfällen nahm er Beschlussfassungen im schriftlichen Verfahren vor.

Die Berichterstattungen umfassten alle für die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA wesentlichen Aspekte, insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung, die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, relevante Geschäftsereignisse sowie strategische Entscheidungen in der Geschäftspolitik und deren Chancen und Risiken. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat kontinuierlich, so dass der Aufsichtsrat stets über die wesentlichen aktuellen Entwicklungen informiert war und den Vorstand beratend unterstützen konnte.

Basis der Erörterungen waren dabei die aktuellen Unternehmenskennzahlen und die dazugehörigen Budgetplanungen sowie die vergleichbaren Werte des Vorjahres, die der Aufsichtsrat im Rahmen des monatlichen Berichtswesens in schriftlicher Form erhalten hat. Die wesentlichen Planungs- und Abschlussunterlagen hat der Aufsichtsrat eingesehen und sich von deren Richtigkeit und Angemessenheit überzeugt. Das Gremium prüfte und erörterte alle ihm vorgelegten Berichte und Unterlagen sorgfältig und in angemessenem Umfang. Im Ergebnis gibt es danach zu einer Beanstandung des Vorstands keinen Anlass.

Die laufende Unternehmensplanung sowie die Unternehmensstrategie hat der Aufsichtsrat intensiv diskutiert. Der Fokus lag dabei vor allem auf der Ertrags- und Risikosituation der einzelnen Konzernunternehmen. Auch grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung hat der Aufsichtsrat regelmäßig erörtert. Dazu zählten insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, Fragen der Chancen und Risiken sowie des Risikomanagements. Das Gremium hat sich laufend davon überzeugt, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt, alle notwendigen Maßnahmen rechtzeitig und effektiv vorgenommen und angemessene Maßnahmen zur Risikovorsorge und der Compliance umgesetzt hat. Der Aufsichtsrat hat sich versichert, dass der Vorstand die ihm nach § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat und dass das danach einzurichtende Risikoüberwachungssystem einwandfrei funktioniert.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Im Berichtszeitraum wurden dem Aufsichtsrat keine Interessenskonflikte mitgeteilt.

Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2018

Der von der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellte Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 sind unter Einbeziehung der Buchführung und des Konzernlageberichts von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung München, geprüft worden. Der von der persönlich haftenden Gesellschafterin nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellte Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA wurde unter Einbeziehung der Buchführung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung München, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Daher wurde dem Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA zum 31. Dezember 2018 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der von der persönlich haftenden Gesellschafterin freiwillig nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung München, geprüft. Der Konzernabschluss wurde, mit Ausnahme der Einschränkungen darauf, dass im Anhang keine Individualisierung der nach IFRS 3.59 ff. und IFRS 8.23 erforderlichen Angaben vorgenommen wurde, mit einem Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und des Konzerns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin für die Verwendung des Bilanzgewinns haben dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Prüfung Vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach §170 Abs. 1 und 2 AktG vorgelegten Unterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsergebnissen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung München, zugestimmt. Als abschließendes Ergebnis seiner eigenen Prüfungen hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Mit dem Lagebericht der persönlich haftenden Gesellschafterin erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 gebilligt.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2018 aus dem Bilanzgewinn der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 224.8 07 Tausend Euro eine Ausschüttung in Höhe von 141.008 Tausend Euro an die Aktionäre vorgenommen. Dies entspricht einer Ausschüttung von 5,00 Euro je Stammaktie. 83.799 Tausend Euro wurden auf neue Rechnung vorgetragen. Am Tag der Hauptversammlung hat die Gesellschaft 2.568.386 eigene Aktien gehalten, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind. Der auf diese Aktien entfallende Betrag ist im thesaurierten Betrag in Höhe von 83.799 Tausend Euro bereits enthalten.

Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin sieht vor, aus dem Bilanzgewinn des handelsrechtlichen Jahresabschlusses 2018 in Höhe von 146.120 Tausend Euro eine Basisdividende in Höhe von 1,50 Euro je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Ausschüttungsbetrag von insgesamt 44.524 Tausend Euro. 101.596 Tausend Euro sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Zusätzlich zur Basisdividende schüttet die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA in Jahren mit erfolgreichen Unternehmensverkäufen eine sogenannte Partizipationsdividende an die Aktionäre aus. Sollten bis zum Tag der ordentlichen Hauptversammlung Verkäufe realisiert werden, so wird hierfür eine Partizipationsdividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Soweit die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien hält, die gemäß §71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, wird der auf diese Aktien entfallende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Besetzung des Aufsichtsrats

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Mark Wössner, hat sein Amt mit Wirkung zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die am 18. Mai 2018 in München stattfand, niedergelegt. Als neues Mitglied wurde Christian Dreyer in den Aufsichtsrat der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA gewählt. Der Aufsichtsrat hat in seiner konstituierenden Sitzung Christian Dreyer zu seinem Vorsitzenden gewählt.

Der Aufsichtsrat der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA besteht seither aus den folgenden Mitgliedern:

Christian Dreyer (Vorsitzender)

Prof. Dr. Bernd Mühlfriedel (Stellvertretender Vorsitzender)

Holger Schulze

Dr. Ulrich Wolters

Dr. Frank Hübner-von Wittich

Maren Schulze

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstandsteam sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und ihren Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens.

 

Grünwald, 26. März 2019

Christian Dreyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

DER AUFSICHTSRAT

Christian Dreyer
Vorsitzender des Aufsichtsrats

Im Anschluss an sein Ingenieurs-Studium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich erwarb Christian Dreyer 1988 einen MBA an der Wirtschaftshochschule INSEAD im französischen Fontainebleau. 1989 bis 1991 arbeitete er als Unternehmensberater für McKinsey & Company in München. 1991 übernahm er als Geschäftsführender Gesellschafter die Hansen & Reinders GmbH & Co. Bergbauelektrik KG in Gelsenkirchen, die er internationalisierte und 2005 in die Hansen Sicherheitstechnik AG mit Sitz in München umwandelte. Unter seiner Leitung als Vorstandsvorsitzender wurde das Unternehmen im Jahr 2006 erfolgreich an die Frankfurter Börse gebracht. Von 2003 bis 2004 war er Vorstandsvorsitzender der Skidata AG, und seit 2005 ist er Geschäftsführender Gesellschafter der Beteiligungs- und Managementfirma Dreyer Ventures & Management GmbH, Salzburg, deren Portfolio heute Beteiligungen an etablierten Maschinenbaufirmen und innovativen Technologieunternehmen umfasst. Von 2010 bis 2015 war er zudem Aufsichtsratsvorsitzender der MS Industrie AG und von 2010 bis 2012 Aufsichtsratsmitglied, und dann 2012 bis 2015 Vorstandsvorsitzender der SMT Scharf AG. Aktuell ist er Mitglied in den Aufsichtsräten der Beno Holding AG, Starnberg sowie der Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH, Salzburg/Österreich. Christian Dreyer wurde am 22. November 1962 in Zell am See in Österreich geboren und lebt heute in Salzburg.

Prof. Dr. Bernd Mühlfriedel

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Abschluss seines MBA an der University of Georgia hat Prof. Dr. Bernd Mühlfriedel 1998 als Berater bei McKinsey & Company seine berufliche Laufbahn begonnen. Sein Tätigkeitsschwerpunkt lag bei Corporate Finance- und Wachstumsstudien in der High-tech-, Chemie- und Energiebranche. Ende 1999 gründete Prof. Dr. Bernd Mühlfriedel die 12snap AG, bei der er bis 2008 als Finanzvorstand tätig war. Während dieser Tätigkeit absolvierte er beim US-amerikanischen CFA Institute das Chartered Financial Analyst Program. Seit 2001 ist er national und international auch als Lehrbeauftragter und Dozent zu Themen aus der Finanzwirtschaft, Investmentmanagement und Entrepreneurship aktiv, u. a. an der TU München, der FOM München sowie der Staatlichen Universität für Ökonomie und Finanzen in St. Petersburg. Seine Promotion zum Dr. rer pol. an der TU München schloss er 2012 mit summa cum laude ab. Prof. Dr. Bernd Mühlfriedel, CFA, wurde 1971 geboren und ist deutscher Staatsbürger. Er ist Professor für Betriebswirtschaftslehre, Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut und geschäftsführender Gesellschafter der Zenon Investments GmbH, Gräfelfing, wohnhaft in München.

Holger Schulze

Nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Technischen Universität Darmstadt begann Holger Schulze seine Karriere als Senior Analyst Global Internal Audit bei Procter & Gamble Services in Brüssel/Belgien. Nach weiteren Stationen im Procter & Gamble Konzern, wo er zuletzt die globale Finanz-Verantwortung für die Distributionslogistik und den Customer Service des Parfüm-Geschäfts mit einer Budgetverantwortung von über 100 Millionen Euro und zwölf Mitarbeitern inne hatte, wechselte er als Projektleiter zu McKinsey & Company, wo er Projekte bei Klienten aus den Branchen Konsumgüter, Pharma und Telekommunikation in Deutschland, Rumänien, der Schweiz, Großbritannien und den USA leitete. Er ist Vorsitzender des Vorstands der Vital AG, Seligenstadt, geschäftsführender Gesellschafter der CaloryCoach Holding GmbH, Mainaschaff, sowie Geschäftsführer der purfitness Holding GmbH, Hanau, wohnhaft in Frankfurt am Main. Holger Schulze wurde 1974 geboren und ist deutscher Staatsbürger.

Dr. Ulrich Wolters

Dr. Ulrich Wolters hat nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Köln und seiner Promotion an der Hochschule für Welthandel seinen beruflichen Werdegang bei der Unternehmensgruppe Aldi-Süd begonnen. Dort durchlief er ab 1968 mehrere Stationen vom Bereichsleiter über Verkaufsleiter und Geschäftsführer, bis er 1971 in die Unternehmensleitung von Aldi-Süd berufen wurde (bis 2001). Dr. Ulrich Wolters ist Aufsichtsratsvorsitzender der Novotergum AG.

Dr. Frank Hübner-von Wittich

Dr. Frank Hübner-von Wittich hat in Bergen (Norwegen) und RegensburgJura studiert. Nach erfolgreicher Promotion hat er 2010 das Steuerberaterexamen abgeschlossen. Von 2006 bis 2014 war Dr. Hübner-von Wittich für PwC in Amsterdam und München als Experte für Steuerrecht tätig. Seit 1. Januar 2015 ist er als Rechtsanwalt und Steuerberater bei der Lotus AG angestellt.

Maren Schulze

Maren Schulze hat Chemie und Marketing an der Fachhochschule Reutlingen studiert. Nach dem Diplom war sie jeweils mehrere Jahre bei Procter & Gamble in Schwalbach als Senior Researcher Babycare und im Brand Management Healthcare, bei Dow Chemical in Schwalbach als kommerzieller Projektmanager sowie Key Account Manager und bei Whitehall-Much/Pfizer Consumer Healthcare in Münster als Produktmanagerin tätig. Im Jahr 2011 wechselte sie zu Heraeus Medical in Wehrheim wo sie inzwischen als Head of Commercial Optimization für Europa zuständig ist.

DIE AURELIUS AKTIE

Der Kursverlauf der AURELIUS Aktie im abgelaufenen Jahr 2018 war in Summe enttäuschend. Nach einem positiven Jahresstart stiegen die Papiere von 56,96 Euro zum Geschäftsjahresende 2017 um 15 Prozent auf ein Jahreshoch von 65,40 Euro im Vorfeld der jährlichen Hauptversammlung, die am 18. Mai 2018 in München stattfand. Im zweiten Quartal 2018 entwickelte sich der Kurs damit sogar besser als der Gesamtmarkt. Auf diesem Niveau konnte sich die Aktie jedoch nicht halten. Neben dem üblichen Dividendenabschlag-im Anschluss an die Hauptversammlung wurden 5,00 EUR je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet-verzeichnete sie ab dem dritten Quartal 2018 konstant fallende Kurse und nahm damit die Entwicklung des Gesamtmarktes im vierten Quartal 2018 bereits vorweg. Die steigende Risikoaversion der Anleger gegen Ende der Berichtssaison übte zusätzlichen Druck auf die AURELIUS Papiere aus. Die Angst vor weltweiten Handelskonflikten und einem international sinkenden Wirtschaftswachstum führten zu einem Bewertungsniveau von 31,72 Euro zum Jahresende 2018. Für das Geschäftsjahr 2018 bedeutete dies einen Rückgang von 44 Prozent, bereinigt um die Dividendenzahlung von 5,00 Euro lag die Performance bei minus 36 Prozent. Seit Jahresbeginn 2019 entwickelte sich die AURELIUS Aktie wieder positiv und verzeichnete bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung Mitte März ein Plus von über 20 Prozent, und damit deutlich über dem DAX, der rund zehn Prozent zulegte.

Starke Volatilität durch gesamtwirtschaftliche Unsicherheit

Die Kursentwicklung 2018 wurde in erster Linie durch makroökonomische Erwartungen getrieben. Auch wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im gleichen Zeitraum unwesentlich geändert haben, so ist die Risikofreudigkeit der Anleger aufgrund der steigenden Unsicherheit über den weiteren Verlauf der weltweiten Wirtschaftstätigkeit abrupt eingebrochen. Für Europa sind dabei der nicht geklärte Brexit sowie der Zollstreit mit den USA von besonderer Bedeutung. Zusätzlich verunsicherte die politische Entwicklung in wichtigen Ländern der EU wie Italien, Spanien oder Frankreich die internationalen Anleger. Die Volatilität der Aktie sowie des Gesamtmarktes ist dadurch stark angestiegen.

Hohe Ausschüttungen über Dividende und Aktienrückkäufe

Wie von der Geschäftsführung aufgrund der erfolgreichen Exit-Tätigkeit und der guten operativen Entwicklung in den Konzerntöchtern vorgeschlagen, beschloss die Hauptversammlung am 18. Mai 2018 die Ausschüttung einer Rekorddividende von 5,00 Euro je Aktie aus dem Bilanzgewinn der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, und damit eine erneute Steigerung der Dividende je Aktie um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2017:4,00 EUR): Die 2018 gezahlte Dividende setzte sich aus einer Basisdividende von 1,50 Euro je Aktie (2017:1,00 EUR) sowie einer Partizipationsdividende von 3,50 Euro je Aktie (2017: 3,00 EUR) zusammen. Insgesamt belief sich die Ausschüttungssumme damit auf 141,0 Millionen Euro. Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2018 AURELIUS Aktien im Wert von 4,4 Millionen Euro zurückgekauft.

Entwicklung der AURELIUS Aktie im Vergleich zum DAX

Stammdaten

WKN AOJ K2A
ISIN DE000AOJK2A8
Börsenkürzel AR4
Handelsplätze Xetra, Frankfurt, Berlin-Bremen, Hamburg, München, Stuttgart
Marktsegment m:access (Freiverkehr) der Börse München
Grundkapital 31.680.000 Euro
Anzahl und Art der Aktien 30.769.944 Stück nennwertlose Inhaber-Stückaktien
Erstnotiz 26. Juni 2006

SOZIALE VERANTWORTUNG

Für AURELIUS bilden soziale Verantwortung, ethisches Verhalten sowie Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, Benachteiligten und der Natur den Grundstein für die Schaffung von Shareholder Value. Entsprechend hat AURELIUS soziale und ökologische Werte in seiner Unternehmensstrategie verankert. Diese finden sich in den Geschäftsaktivitäten von AURELIUS wieder.

Als Wirtschaftsunternehmen ist sich AURELIUS seiner Verantwortung, angefangen bei den 15.000 Mitarbeitern im Konzern, bewusst und nimmt diese wahr. Wir wollen dabei nicht nur für unsere Konzernunternehmen, die wir erwerben, um sie erfolgreich neu auszurichten, sondern für alle Stakeholder, insbesondere für die Mitarbeiter, ein GOOD HOME sein.

UNSER KOMPASS – DIE ZEHN PRINZIPIEN DES GLOBALEN PAKTS

Wir von AURELIUS sind fest davon überzeugt, dass ein langfristiger Unternehmenserfolg nur dann möglich ist, wenn wir unsere Geschäftsaktivitäten in einer verantwortlichen Art und Weise durchführen.

Dabei wirken die zehn Prinzipien des Globalen Pakts der Vereinten Nationen – der weltweit größten Initiative für nachhaltige Unternehmensführung – als Kompass unseres Tuns. Der Globale Pakt der Vereinten Nationen ist eine Aufforderung an Unternehmen, ihre Strategien und Geschäftstätigkeit nach weltweit gültigen Prinzipien zu Menschen- und Arbeitsrechten, ökologischen Aspekten und gegen alle Arten von Korruption auszurichten.

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT DER AURELIUS EQUITY OPPORTUNITIES SE & Co. KGaA ZUM 31. DEZEMBER 2018

GRUNDLAGEN DER AURELIUS EQUITY OPPORTUNITIES SE & Co. KGaA UND DES KONZERNS

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA hat sich beim Erwerb ihrer Konzernunternehmen darauf spezialisiert, alle am Markt vorhandenen Opportunitäten zu erkennen, zu analysieren, aufzubauen und zu nutzen. Bei der Akquisition beschränkt sich AURELIUS daher nicht auf eine bestimmte Branche. Entsprechend sind die operativen Konzerngesellschaften in den unterschiedlichsten Industrien tätig und verfolgen verschiedene Geschäftsmodelle.

GESCHÄFTSMODELL

AURELIUS ist auf die Übernahme von Unternehmen mit Entwicklungspotenzial spezialisiert und engagiert sich langfristig für ihre Konzernunternehmen. AURELIUS verfügt über die notwendige langjährige Investitions- und Managementerfahrung in verschiedenen Industrien und Branchen, um die Potenziale ihrer Tochterunternehmen realisieren zu können. Mit dem Einsatz von Managementkapazitäten und den nötigen finanziellen Mitteln ist AURELIUS in der Lage, ihre Konzernunternehmen strategisch und operativ erfolgreich weiterentwickeln zu können.

Mit fünf Büros in Europa und Tochtergesellschaften in Europa, den USA, Asien und Australien ist AURELIUS weltweit tätig.

Durch die Transaktionserfahrung aus über 100 Unternehmenskäufen und -Verkäufen gelingt es AURELIUS, Transaktionen professionell und schnell durchzuführen. Durch ihre starke und bankenunabhängige Finanzkraft ist AURELIUS imstande, faire Kaufpreise zu bezahlen und die Konzernunternehmen in ihrer Weiterentwicklung aktiv zu unterstützen. AURELIUS ist dabei flexibel in der Strukturierung der jeweiligen Transaktion. Besonderheiten wie die Vereinbarung einer Mindesthaltedauer, Arbeitsplatzgarantien und die Ablösung von Konzerninnenbeziehungen oder bestehenden Kreditgebern können beim Verkauf berücksichtigt werden. Dies beschleunigt notwendige Entscheidungen und verschafft AURELIUS einen Wettbewerbsvorteil – sowohl bei der Vorauswahl interessanter Zielunternehmen als auch bei der operativen Weiterentwicklung der Konzernunternehmen.

Investitionsfokus

Bei der Auswahl der Zielobjekte verfolgt AURELIUS keinen spezifischen Branchenfokus. AURELIUS beteiligt sich europaweit an mittelständischen Unternehmen und Konzernabspaltungen, die mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:

Entwicklungspotenzial bei operativer Begleitung,

unterdurchschnittliche Profitabilität oder Restrukturierungsbedarf und/oder

Synergien zu bestehenden Plattform-Investments in bestimmten Zielbranchen.

AURELIUS erwirbt in der Regel mittelständische Unternehmen oder Konzernabspaltungen mit einem Umsatzvolumen zwischen 100 Millionen Euro und einer Milliarde Euro und einer EBITDA-Marge, die positiv, aber in AusnahmefäIIen auch negativ sein kann. Wichtig ist, dass das Marktumfeld und das Kerngeschäft des Unternehmens dabei stabil sind und der Unternehmenswert durch operative Maßnahmen gesteigert werden kann. AURELIUS übernimmt grundsätzlich Mehrheitsbeteiligungen, vorzugsweise 100 Prozent der Anteile eines Unternehmens.

Akquisitionsstrategie

Bei der Identifikation geeigneter Akquisitionsziele stützt sich AURELIUS auf ein breites Netzwerk an Entscheidungsträgern aus Industriekonzernen sowie Mergers & Acquisitions-Beratern und Investmentbanken. Insgesamt identifizieren die Akquisitionsspezialisten des Unternehmens mehrere hundert potenzielle Übernahmekandidaten jährlich, von denen etwa zehn bis 15 Prozent einer detaillierten Bewertung unterzogen werden.

Diesen Due Diligence-Prozess führt AURELIUS mit unternehmensinternen und -externen Experten aus den Bereichen Mergers & Acquisitions, Recht und Finanzen durch. Auf diese Weise stellt die Gesellschaft eine effiziente und zügige Due Diligence auf gleichbleibend hohem Niveau sicher.

Unternehmerische Begleitung als Werttreiber

Die Konzernunternehmen werden von erfahrenen AURELIUS Mitarbeitern begleitet, die das Management bei der operativen und strategischen Weiterentwicklung unterstützen. AURELIUS engagiert sich langfristig für ihre Konzernunternehmen und sieht sich als verantwortungsvoller Gesellschafter, der seinen Tochtergesellschaften auch in Veränderungsphasen ein stabiles GOOD HOME ist und ein zuverlässiges Umfeld bietet AURELIUS verfügt hierzu über einen Pool an erfahrenen Managern sowie Funktionsspezialisten, unter anderem aus den Bereichen Finanzen, Organisation, Produktion, IT, Einkauf, Vertragswesen sowie Marketing und Vertrieb. Diese kommen in den Unternehmen projektbezogen zum Einsatz.

AURELIUS verfolgt dabei einen integrierten Ansatz zur Weiterentwicklung ihrer Tochtergesellschaften. Die verschiedenen Spezialisten werden in Absprache mit dem Management des jeweiligen Konzernunternehmens zur operativen und strategischen Neuausrichtung eingesetzt. Abhängig von der individuellen Unternehmenssituation werden bereits unmittelbar nach der Übernahme umfassende Maßnahmen zur Weiterentwicklung des neuen Portfoliounternehmens eingeleitet.

Hierzu können zählen:

Analyse bestehender und oftmals Einführung neuer, modernerer IT-Systeme,

Entwicklung neuer Vertriebs- und Marketingkonzepte,

Verhandlungen mit Banken und Finanzierungspartnern über eine Neustrukturierung der Finanzierung,

Aufbau neuer Lieferantenbeziehungen und Bereinigung von Altverbindlichkeiten,

Vereinbarungen mit Betriebsräten und Gewerkschaften,

Neustrukturierung des Umlaufvermögens,

Neuorganisation von Produktionsabläufen und/oder

Straffung des Produktportfolios.

Die Geschäftsführer der Tochterunternehmen werden zu einem hohen Anteil variabel vergütet. Die Höhe dieser variablen Vergütung richtet sich nach dem Erfolg des jeweiligen Unternehmens. Hierdurch wird eine Interessensgleichheit zwischen Konzernunternehmen und Muttergesellschaft geschaffen.

Organisatorische Struktur des Konzerns

Der AURELIUS Konzern ist mehrstufig aufgebaut Zwischen der obersten Muttergesellschaft AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und den operativen Gesellschaften gibt es jeweils eigenständige Zwischengesellschaften. Hierdurch werden die Risiken der einzelnen operativen Tochterunternehmen abgegrenzt.

Absatzmärkte und externe Einflussfaktoren

Die Tochtergesellschaften des AURELIUS Konzerns sind in verschiedenen Branchen und Industrien tätig. Für eine Beschreibung der Absatzmärkte und der externen Einflussfaktoren wird daher auf die Berichte aus den Konzernunternehmen verwiesen.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Da innerhalb eines Geschäftsjahres in der Regel mehrere Unternehmen gekauft und verkauft werden, ändert sich der Konsolidierungskreis des AURELIUS Konzerns zwischen den Bilanzstichtagen. Während eines Geschäftsjahres veräußerte Gesellschaften, bei denen es sich um aufgegebene Geschäftsbereiche im Sinne der IFRS handelt, sind gemäß den Bestimmungen des IFRS 5 (Regelungen zur Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und aufgegebenen Geschäftsbereichen) nicht mehr in den in der Berichterstattung für dieses Geschäftsjahr ausgewiesenen Umsatzzahlen enthalten. Diese sind innerhalb der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen zu finden. Die Vorjahreszahlen werden nach diesen Regelungen ebenfalls angepasst.

Steuerungssystem

Direkt nach Übernahme eines neuen Tochterunternehmens wird vor Ort ein umfassendes und zuverlässiges konzerneinheitliches Informations- und Controllingsystem implementiert. Dieses soll die entscheidenden Informationen zur Verbesserung der Kosten- und Ertragssituation liefern und damit zur erfolgreichen Sanierung des jeweiligen Konzernunternehmens beitragen. Dabei wird mit einem wöchentlichen Liquiditätsbericht und einer monatlichen Abweichungsanalyse von dem einmal jährlich erstellten Budget bzw. unterjährig ermittelten Forecast(s) gearbeitet. Zudem wird die AURELIUS Management SE, die persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, vertreten durch deren Vorstand (nachfolgend „Vorstand“ genannt) durch die Geschäftsführer vor Ort regelmäßig über die aktuelle Lage in den Konzernunternehmen und dadurch auch frühzeitig über nachteilige Entwicklungen informiert, so dass rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Die Basis für die wertorientierte Führung und Steuerung des AURELIUS Konzerns ist ein umfassendes Berichterstattungs- und Steuerungssystem. Zentrale Planungs- und Steuerungsgrößen zur internen Steuerung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind die liquiden Mittel, das EBITDA und das EBIT. Alle genannten Kennziffern werden in dem konzerneinheitlichen Berichtssystem erfasst und kontrolliert. Im Rahmen des internen Reportings erhält der Vorstand der AURELIUS Management SE, welche persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ist, einen wöchentlichen Liquiditätsbericht sowie eine monatliche Abweichungsanalyse der einmal jährlich geplanten Budgets sowie der unterjährig erstellten Forecasts. Bei Planabweichungen werden diese analysiert und gegebenenfalls wird gegengesteuert. Für die Berechnung der Kennziffern Cashflow, EBITDA und EBIT wird auf den Anhang zum Konzernabschluss verwiesen.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im AURELIUS Konzern wird keine Grundlagenforschung betrieben. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 4,1 Millionen Euro (2017: 2,6 Mio. EUR). Die aktivierten Entwicklungskosten betragen zum Stichtag 31. Dezember 2018 6,7 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 3,4 Mio. EUR). Grundsätzlich finden die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten ausschließlich in den Tochterunternehmen (operative Einheiten) statt:

HanseYachts

Die Entwicklungsarbeit der HanseYachts AG konzentriert sich auf die Entwicklung neuer, innovativer Yachten unter der Verwendung modernster Werkstoffe und Fertigungsverfahren. In diese Entwicklung fließen die im Rahmen der laufenden Prozessoptimierungen gewonnenen Erkenntnisse ein. Die umfangreichen Erfahrungen der eigenen Mitarbeiter werden dabei durch die Zusammenarbeit mit international anerkannten Konstruktionsbüros und Yachtdesignern erweitert sowie durch technische Neuerungen bei Lieferanten für lieferbares Zubehör und Waren ergänzt. Der Einsatz der Konstruktionssoftware Catia V5 ermöglicht es, den gesamten Entwicklungs- und Fertigungsprozess vom ersten Design bis zur Ansteuerung von Produktionsmaschinen abzubilden. Neben Hard- und Softwarekosten fallen dabei Aufwendungen für die Schulung der Mitarbeiter und den Einsatz externer Spezialisten an. Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit lag im Berichtsjahr in der Entwicklung neuer Modelle für die Marken Hanse, Dehler, Fjord und Sealine. Dabei handelt es sich neben der Weiterentwicklung des Außen- und Innenlayouts für bestehende Modelle insbesondere um die Entwicklung neuer Designs und Konzepte sowie die Festlegung von Konstruktions- und Produktionsstandards.

Die für den Bereich Forschung und Entwicklung in der Kostenrechnung separat erfassten Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 3,1 Millionen Euro (2017:1,7 Mio. EUR). Enthalten sind vor allem Personalaufwendungen und bezogene Leistungen. Sofern die Ansatzvoraussetzungen für immaterielle Vermögensgegenstände („Entwicklungskosten“) bzw. technische Anlagen und Maschinen/Anlagen im Bau („Produktionsformen“) erfüllt waren, erfolgte über die aktivierten Eigenleistungen eine entsprechende Aktivierung (2,9 Mio. EUR). In Summe wurden damit für Forschung und Entwicklung 2,1 Millionen Euro als Aufwand zu Lasten des Periodenergebnisses erfasst.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist 2018 nach vorläufigen Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit 3,7 Prozent gewachsen (2017: 3,8%). Während sich das Wachstum in den Vereinigten Staaten, in Indien, China, Japan, den aufstrebenden Ländern Asiens sowie in Russland in etwa wie bereits im April und Oktober 2018 vom IWF erwartet entwickelte, blieb vor allem das Wachstum in der Eurozone und im Vereinigten Königreich hinter den Erwartungen zurück – nicht zuletzt wegen anhaltender internationaler Handelsstreitigkeiten und der Brexit-Problematik.

Für weiter anhaltende Verunsicherung und eine entsprechend zurückhaltende Investitionstätigkeit sorgten neben der allgemeinen politischen Unsicherheit auch zahlreiche geopolitische und lokale Spannungen, finanzpolitische Risiken in China und den USA sowie der weltweit zunehmende Protektionismus.

Die deutsche Wirtschaft erreichte 2018 laut IWF voraussichtlich nur ein Wachstum von 1,5 Prozent statt der noch im April vorausgesagten 2,5 Prozent. Auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hatte in seinem Jahresgutachten Ende 2018 ein nachlassendes Wirtschaftswachstum prognostiziert. Als Gründe hierfür wurden ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen, darunter Befürchtungen über einen Handelsstreit mit den USA und einen ungeordneten EU-Ausstieg Großbritanniens, der Fachkräftemangel in Deutschland sowie Kapazitätsengpässe genannt.

Entwicklung des Beteiligungsmarkts in 2018

Im Jahr 2018 investierten Beteiligungsgesellschaften in Deutschland laut der im Februar 2019 veröffentlichten Statistik vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) 9,6 Milliarden Euro. Die Investitionen blieben damit nach dem Rekordjahr 2017 (Investitionen von 11,3 Mrd. EUR) auf einem sehr hohen Niveau. Insgesamt wurden rund 1.200 Unternehmen und damit rund 100 mehr als im Jahr 2017 (ca. 1.100) mit Beteiligungskapital finanziert. Der deutsche Private Equity-Markt zeigte sich nach Einschätzung des BVK weiter sehr robust.

Deutsche Beteiligungsgesellschaften konnten im Geschäftsjahr 2018 2,7 Milliarden Euro und damit elf Prozent weniger als im Vorjahr einsammeln (2017: 3,1 Mrd. EUR). Insgesamt stieg die Anzahl der neuen Fonds, die Anzahl der großen Fonds ging jedoch zurück.

Der Buy-Out-Markt (Markt für Gesellschafter-Nachfolgen und Mehrheitsbeteiligungen) schwächte sich nach dem Rekordjahr um rund 20 Prozent ab und erreichte im Jahr 2018 ein Volumen von 6,7 Milliarden Euro (2017: 8,4 Mrd. EUR). Vor allem die Anzahl sehr großer Unternehmenstransaktionen ging zurück. Die Anzahl der Buy-Outs lag mit 149 nahezu auf Vorjahresniveau (2017:153).

Die mittelstandsorientierten Minderheitsbeteiligungen (Wachstums-, Replacement- und Turnaround-Finanzierungen) gingen auf 1,5 Milliarden Euro zurück (2017: 2,0 Mrd. EUR).

Investitionen von Venture Capital Gesellschaften lagen mit 1,4 Milliarden Euro über dem bereits hohen Vorjahreswert (2017:1,3 Mrd. EUR).

Geschäftsverlauf des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2018 war für die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ein Jahr der Investitionen in das Konzernportfolio und Weiterentwicklung der bestehenden Konzernunternehmen.

Der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen legte vor allem akquisitionsbedingt um 13 Prozent auf 3.389,0 Millionen Euro zu (2017: 2.998,3 Mio. EUR). Insgesamt wurden zwölf Unternehmensgruppen erworben. Zwei Unternehmensgruppen wurden verkauft.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen (EBITDA) lag bei 100,9 Millionen Euro und damit unter dem Wert von 272,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017. Der Rückgang beruht vor allem auf den deutlich geringeren Erträgen aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase).

Die AURELIUS Aktie büßte im Geschäftsjahr 2018 44 Prozent an Wert ein. Der Vorstand der AURELIUS Management SE sieht als Grund für diese enttäuschende Kursentwicklung vor allem makroökonomische Erklärungsansätze wie den Handelskrieg USA/China, den Brexit, die Reife des Konjunkturzyklus sowie die politische Situation in einzelnen europäischen Ländern wie in Italien bzw. die Proteste in Frankreich.

Die an dieser Stelle vor einem Jahr prognostizierten Umsatz- und Ergebniskennzahlen für die einzelnen Segmente wurden wie folgt erreicht:

Im Segment Industrial Production konnte der Umsatz um 19 Prozent besser als erwartet gesteigert werden. AURELIUS war in diesem Segment von einer leichten Umsatzsteigerung für 2018 ausgegangen. Auch das Ergebnis (EBITDA und EBIT) konnte gesteigert werden. Im Januar 2018 wurde die dänische AH Industries verkauft. Im November 2018 wurde VAG, einer der führenden Anbieter von Armaturen für die Wasseraufbereitung und -Verteilung, Abwasserwirtschaft, Staudämme, Kraftwerke und die Energiewirtschaft erworben und dem Segment Industrial Production zugeordnet.

Der Umsatz im Segment Services & Solutions konnte leicht um sieben Prozent gesteigert werden, AURELIUS war von einem Umsatz und Ergebnis (EBITDA und EBIT) in etwa auf Vorjahresniveau ausgegangen. Das Ergebnis lag jedoch unter dem Niveau des Jahres 2017. Im Dezember 2018 wurden wesentliche Teile von Allied Healthcare an die Health Care Resourcing Group, Prescot (Großbritannien) veräußert.

Im Segment Retail & Consumer Products war von einen gegenüber dem Vorjahr stabilen Umsatz ausgegangen worden. Tatsächlich konnte der Segmentumsatz um zwölf Prozent gesteigert werden. Das operative Ergebnis lag leicht unter Vorjahresniveau. Für das EBITDA und EBIT war jedoch von einer leichten Steigerung ausgegangen worden. Im Februar 2018 hat AURELIUS den weltweit tätigen Multikanal-Buchhändler Bertram Books (vormals: Connect Books) in Großbritannien gekauft. Ende Juli 2018 hat AURELIUS Ideal Shopping Direct, einen in Großbritannien führenden Multikanal Home Shopping Anbieter übernommen. Im Dezember 2018 hat AURELIUS den Erwerb des Großhändlers für Automobil-Ersatzteile Hellanor mit Sitz in Hagan bei Oslo (Norwegen) abgeschlossen und dem Segment zugeordnet.

Berichte aus den Konzernunternehmen

Die folgenden Erläuterungen spiegeln die Entwicklungen der einzelnen im AURELIUS Konzern vollkonsolidierten Unternehmensgruppen (Tochtergesellschaften) wider. Der AURELIUS Konzern besteht zum Stichtag 31. Dezember 2018 aus 21 operativen Gruppen, welche dem fortgeführten Geschäft der AURELIUS nach IFRS zuzuordnen sind:

Unternehmensgruppe Branche Segmentzugehörigkeit Firmensitz
HanseYachts Hersteller von Segelyachten bzw. Katamaranen Industrial Production Greifswald, Deutschland
CalaChem Produzent von Feinchemikalien Industrial Production Crangemouth, Großbritannien
Briar Chemicals Produzent von Spezialchemikalien Industrial Production Norwich, Großbritannien
SOLIDUS Hersteller und Verarbeiter von Vollkartonagen Industrial Production Bad Nieuweschans, Niederlande
Reuss-Seifert & Hammerl Hersteller von Abstand haltern aus Kunststoff, Stahl und Beton sowieBaufolien und Verbrauchsmaterialien Industrial Production Sprockhövel, Deutschland
VAG Anbieter von Wasserarmaturen im Bereich Wasserinfrastruktur Industrial Production Mannheim, Deutschland
CHOTEL-Cruppe Hotelkette Services & Solutions Bonn, Deutschland
LD Didactic Anbieter von technischen Lehrsystemen Services & Solutions Hürth, Deutschland
AKAD University Fernhochschule Services & Solutions Stuttgart, Deutschland
B+P Gerüstbau Gerüstbau und Dienstleistungen im Bereich Baustelleneinrichtung Services & Solutions Berlin, Deutschland
Transform/ The Hospital Croup Anbieter von chirurgischen und nicht chirurgischen kosmetischen Eingriffen Services & Solutions Manchester, Großbritannien
Scholl Footwear Anbieter von Gesundheits- und Komfortschuhen Retail & Consumer Products Mailand, Italien
MEZ Anbieter von Handarbeitsprodukten Retail & Consumer Products Herbolzheim, Deutschland
Conaxess Trade-Gruppe Distributor von Fast Moving Consumer Goods Retail & Consumer Products Soborg, Dänemark
Scandinavian Cosmetics-Gruppe Distributor hochwertiger Kosmetika und Parfüms Retail & Consumer Products Malmö, Schweden
Calumet Wex Multichannel-Einzelhandelskette für Foto-Zubehör und Hersteller fürprofessionelle Beleuchtungssysteme Retail & Consumer Products Hamburg, Deutschland
Office Depot Europe Anbieter von Bürobedarf, Druck- und Dokumentendiensten sowie FacilityManagement und Büromöbel Retail & Consumer Products Venlo, Niederlande
Silvan Führende „Do-It-Yourself“-Einzelhandelskette Retail & Consumer Products Aarhus, Dänemark
Bertram Books Weltweit tätiger Multikanal-Buchhändler Retail & Consumer Products Norwich, Großbritannien
Ideal Shopping Direct Multikanal-Homeshopping Anbieter Retail & Consumer Products Peterborough, Großbritannien
Hellanor Großhändler für Automotive-Ersatzteile Retail & Consumer Products Hagan, Norwegen

Insgesamt hat die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA 335 Tochtergesellschaften in ihren Konzernabschluss mit einbezogen. Die unwesentlichen Beteiligungen und drei assoziierten Unternehmen werden als Finanzinstrument im Sinne des IFRS 9 bzw. IAS 28 bilanziert.

Unternehmenstransaktionen im Geschäftsjahr 2018

Im Geschäftsjahr 2018 hat AURELIUS zwölf Unternehmensgruppen erworben und erstmals vollkonsolidiert, acht davon im Rahmen sogenannter Add-on-Akquisitionen zur Stärkung der bestehenden Konzernunternehmen:

Im Januar 2018 hat AURELIUS den Erwerb von Abelan Board Industrial, einem namhaften Produzenten von Verpackungslösungen aus Karton und Vollpappe, als Add-on-Akquisition für die Konzerntochter SOLIDUS vollzogen.

Weiterhin hat AURELIUS im Februar 2018 den weltweit tätigen Multikanal-Buchhändler Bertram Books (vormals: Connect Books) in Großbritannien gekauft.

Die AURELIUS Tochter GHOTEL hotel & living hat im Februar zwei Hotels der Marke „nestor“ im Stuttgarter Raum und im April 2018 ein 4-Sterne-Hotel sowie die zugehörige Hotelimmobilie in Göttingen erworben.

Im April hat die AURELIUS Konzerntochter B+P Gerüstbau die Gustav Raetz Gerüstbau GmbH mit Hauptsitz in München übernommen.

Die AURELIUS Konzerntochter Scandinavian Cosmetics-Gruppe hat Anfang Juli 2018 die norwegische Solis International Cosmetics AS sowie deren schwedische Tochter Alf Sörensen AB gekauft.

Ende Juli 2018 hat AURELIUS die Übernahme von Ideal Shopping Direct, einem in Großbritannien führenden Multikanal Home Shopping Anbieter, von Blackstone bekannt gegeben.

Ende August 2018 wurde der Erwerb von Northern Paper Board als Add-on zu SOLIDUS durchgeführt.

Ende Oktober 2018 hat GHOTEL hotel & living drei Standorte der Arcadia Hotelbetriebs GmbH übernommen.

Ende November wurde der Erwerb des Wasser- und Abwasserarmaturenherstellers VAG mit Hauptsitz in Mannheim von der US-amerikanischen Rexnord Gruppe abgeschlossen.

Im Dezember 2018 hat AURELIUS den Erwerb des norwegischen Großhändlers Hellanor von Nordic Forum Holding A/S, einer 100%-Tochter der HELLA GmbH & Co. KGaA, abgeschlossen.

Ebenfalls im Dezember hat die AURELIUS Tochter Calumet Wex die Anteile an Foto-Video Sauter von den Gesellschaftern der Familie Sauter erworben.

Bereits im Januar 2018 hat AURELIUS die dänische Tochtergesellschaft AH Industries im Rahmen eines Management Buy-Outs verkauft. Im Dezember 2018 wurden wesentliche Teile von Allied Healthcare an die Health Care Resourcing Group, Prescot (Großbritannien) veräußert.

SEGMENT INDUSTRIAL PRODUCTION (IP)

Im Segment Industrial Production erhöhten sich die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 19 Prozent auf 663,3 Millionen Euro (2017: 558,3 Mio. EUR). Im Januar 2018 wurde die dänische AH Industries verkauft. Im November 2018 wurde VAG, einer der führenden Anbieter von Armaturen für die Wasseraufbereitung und -Verteilung, die Abwasserwirtschaft, Staudämme, Kraftwerke und die Energiewirtschaft erworben und dem Segment Industrial Production zugeordnet. Das Ergebnis vor Ertragsteuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) dieses Segments betrug 118,2 Millionen Euro (2017: 26,3 Mio. EUR). Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 88,6 Millionen Euro (2017: 0 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum 31. Dezember 2018 40,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017:19,2 Mio. EUR).

HANSEYACHTS

Unternehmen

HanseYachts gehört seit 2011 zum AURELIUS Konzern und ist der weltweit zweitgrößte Serienhersteller von Segelyachten und verfügt neben der Kernmarke Hanse auch über die Traditionsmarken Dehler, Moody und Varianta sowie die Motorbootmarke Fjord. Im Frühjahr 2014 wurde mit der Herstellung und dem Vertrieb von Motorbooten der Marke Sealine begonnen. Über alle Marken erstreckt sich die Produktpalette der Segel- und Motoryachten auf derzeit 35 verschiedene Modelle. Die Exportquote liegt bei etwa 80 Prozent und der Marktanteil in den Kernländern in Nordeuropa und Australien bei über 30 Prozent. Die Aktie der HanseYachts AG ist im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN: DE000A0KF6M8).

Aufbau und Organisation

Die HanseYachts AG hat ihren Sitz in Greifswald. Das Management besteht aus einem CEO und einem CFO. Das Unternehmen verfügt über modernste Produktionsstätten in Meeresnähe in Greifswald und Goleniów (Polen) und ist über Vertriebsgesellschaften und Vertriebspartner in rund 100 Ländern weltweit vertreten.

Marktumfeld

Der weltweite Segel- und Motoryachtmarkt ist von intensivem Wettbewerb geprägt. Weltweit existiert eine Vielzahl von Yachtherstellern, die jährlich jeweils ein- bis zweistellige Stückzahlen produzieren. Es gibt hingegen weltweit nur eine geringe Anzahl von Wettbewerbern, die – wie auch HanseYachts – eine dreistellige Anzahl von Yachten im Jahr industriell produzieren und mit denen HanseYachts erheblich im globalen Wettbewerb steht. Der Segel- und Motoryachtmarkt befindet sich weiterhin in einer starken Konsolidierung, das Marktumfeld ist somit unverändert anspruchsvoll.

Mit den Katamaranen der Marke Privilege bedient HanseYachts seit Mai 2017 ein neues Wassersportsegment. Nach dem Erwerb der Mehrheitsanteile an der Privilege Marine SAS durch die HanseYachts-Muttergesellschaft AURELIUS werden die Privilège-Segel- und Motorkatamarane mit Hilfe einer Vertriebskooperation über das Händlernetz der HanseYachts verkauft.

Aktuelle Entwicklungen

HanseYachts lebt überwiegend vom Export von Yachten ins Ausland. Das globale maritime Marktumfeld ist für die HanseYachts wachsend. Die größten Absatzerfolge werden in Deutschland, England, Spanien, Frankreich und Italien erzielt. In den USA bestand im Geschäftsjahr 2017/2018 (vom 1. Juli – 30. Juni) trotz eines leichten Umsatzrückgangs eine weiterhin gute Absatzlage, während in der Türkei leichte Rückläufe aufgrund der dortigen Währungsturbulenzen zu verzeichnen waren.

Insgesamt konnte HanseYachts im Geschäftsjahr 2017/2018 mit einem Konzernumsatz von 140 Millionen Euro den höchsten Umsatz der 27-jährigen Firmengeschichte erzielen. Das EBITDA lag aufgrund von Mehrausgaben gegenüber dem Vorjahr vor allem für höhere Aufwendungen in Werbungen und wertigere Messeauftritte sowie Rechts- und Beratungsaufwendungen unter dem Wert des Vorjahres.

Dem Branchenumfeld begegnet die Werft mit stetigen Investitionen in Yacht-Neuentwicklungen und einer ständig überarbeiteten Produktpalette, die den Wünschen der Kunden nach Individualität und Variantenvielfalt entgegenkommt, wobei die Kundenwünsche vielfältig und regional sogar sehr unterschiedlich sein können. Die konsequente Ausweitung der Produktpalette ist Teil der Mehrmarkenstrategie, so dass sich das gesamte Produktportfolio auf mittlerweile 35 verschiedene Modelle erstreckt.

Zu den Marktaktivitäten der HanseYachts gehört vor allem die regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Fachmessen, wie beispielsweise in Düsseldorf, Friedrichshafen sowie den Fachmessen in Cannes (Frankreich), Paris (Frankreich), Annapolis (USA) oder Sydney (Australien). Die Gesellschaft ist auf 83 Messen in 29 Ländern jährlich selbst oder über ihre Händler vertreten.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Die Umsatzentwicklung bei HanseYachts wird auch durch allgemeine Trends bestimmt. So hat in den vergangenen Jahren das Kaufverhalten der Wassersportler nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ eine Trendwende erlebt: weg von kleinen Seglern hin zu großen Yachten oder Motorbooten. Der Saisonalität des Geschäfts folgend ist das Ergebnis in der ersten Geschäftsjahreshälfte (1. Juli bis 31. Dezember) negativ, während die wesentlichen Ergebnisbeiträge erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres (1. Januar bis 30. Juni) realisiert werden.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 rechnet HanseYachts mit einer gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr 2017/2018 moderaten Steigerung des Umsatzes. Das geplante Umsatzwachstum wird dabei durch den Verkauf von Motoryachten getrieben. Der Großteil der Umsatzerlöse wird aber weiterhin mit Segelyachten erzielt werden. HanseYachts erwartet darüber hinaus einen starken Anstieg des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern (EBITDA).

CALACHEM
FINE CHEMICALS

Unternehmen

CalaChem ist ein Produzent von Feinchemikalien mit den Schwerpunkten Agro- und Spezialchemie. Neben der Produktion von Feinchemikalien betreibt CalaChem den Geschäftsbereich Industrial Services für den angeschlossenen Industriepark Earls Gate mit Dienstleistungen wie der Klärung von Industrieabwässern, der Versorgung mit Prozessdampf oder der Bereitstellung von Elektrizität. CalaChem gehört seit 2010 zum AURELIUS Konzern.

Aufbau und Organisation

Das Unternehmen hat seinen Sitz und einzigen Produktionsstandort in Grangemouth (Schottland) und betreibt zwei Geschäftsbereiche: die Auftragsproduktion von Feinchemikalien sowie Dienstleistungen im Bereich Industrial Services. Die Geschäftsführung besteht aus zwei Personen, einem CEO und einem CFO.

Marktumfeld

CalaChem arbeitet im Markt für ausgelagerte Agrochemie, der auf rund 7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Der Trend zum Auslagern chemischer Auftragsarbeiten nimmt zu, da Kunden so ihre Investitionskosten senken, mit einer flexibleren Lieferantenbasis arbeiten und selbst freie Kapazitäten für neue Produkte schaffen können. Ein Haupttreiber des Marktes ist, dass die Produktionskapazitäten von Herstellern in China aufgrund gestiegener Umweltvorgaben („Project Blue Sky“) gesunken sind. Dies wirkt sich auch positiv auf Cala Chemaus. Es gibt bereits eine Reihe von Anfragen, die unmittelbar mit den Lieferproblemen chinesischer Lieferanten Zusammenhängen.

Aktuelle Entwicklungen

CalaChem konnte seine Umsätze in 2018 weiter steigern und damit die Umsatzplanung nahezu erreichen. Das EBITDA lag im Geschäftsjahr leicht unter dem Vorjahresniveau sowie ebenfalls leicht unter dem Planwert.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Neben dem allgemeinen Handelsgeschäft gab es bei CalaChem in 2018 zwei Faktoren, die die Geschäftsentwicklung beeinflusst haben: Im Dezember hat CalaChem einen Vertrag für ein neues Heizkraftwerk im angeschlossenen Industriepark Earls Gate Park unterzeichnet. Das Kraftwerk gehört einem Dritten, der es auch finanziert, und stellt für CalaChem eine langfristig planbare Energiequelle dar. Ebenfalls im Dezember hat CalaChem seinen Pensionsfonds an ein Versicherungsunternehmen verkauft.

Ausblick

Der Ausblick von CalaChem für das Geschäftsjahr 2019 ist sehr positiv, das Unternehmen rechnet mit weiter steigenden Umsätzen. Im Falle eines harten Brexit bestehen für das Unternehmen möglicherweise Nachteile durch Einfuhrzölle und Verzögerungen bei der Einfuhr nach Großbritannien.

BRIAR CHEMICALS

Unternehmen

Briar Chemicals ist ein unabhängiger Auftragsfertiger und Produzent von Agrochemie und Feinchemikalien. Das Unternehmen fertigt aktuell hauptsächlich Wirkstoffe und Zwischenstufen für Herbizide. Der Standort wurde im Jahr 2012 von Bayer CropScience übernommen.

Aufbau und Organisation

Das Unternehmen mit Sitz in Norwich (Großbritannien) verfügt dort über eine Produktionsstätte und stellt seine Produkte in verschiedenen Anlagen her. Die Geschäftsführung besteht aus einem CEO und einem CFO.

Marktumfeld

Briar Chemicals arbeitet im Markt für ausgelagerte Agrochemie, der auf rund 7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Der Trend zum Auslagern chemischer Auftragsarbeiten nimmt zu, da Kunden so ihre Investitionskosten senken, mit einer flexibleren Lieferantenbasis arbeiten und selbst freie Kapazitäten für neue Produkte schaffen können. Ein Haupttreiber des Marktes ist, dass die Produktionskapazitäten chinesischer Hersteller aufgrund gestiegener Umweltvorgaben gesunken sind. Dies wirkt sich auch positiv auf Briar Chemicals aus und es gibt bereits eine Reihe von Anfragen und Lieferungen, die auf die verringerten Liefermöglichkeiten chinesischer Hersteller zurückzuführen sind.

Aktuelle Entwicklungen

Auch 2018 war für Briar Chemicals wieder ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches Jahr. Ein schwerer Arbeitsunfall bei der Wartung der Anlagen im Sommer führte jedoch zu einer ungeplanten Verzögerung der Wiederaufnahme der Produktion nach der normalen sommerlichen Wartungspause. Die finanziellen Auswirkungen des Produktionsausfalls waren durch Versicherungsleistungen gedeckt.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Briar Chemicals gelang es im Jahr 2018, sein Geschäft erfolgreich auszuweiten und rund zehn Prozent seines Umsatzes mit neu gewonnenen Kunden zu erwirtschaften.

Die Untersuchungen zum genannten Arbeitsunfall dauern derzeit noch an und das Unternehmen unterstützt diese in vollem Umfang. Die operative Entwicklung des Jahres 2018 wurde durch den Vorfall beeinflusst, da die Herstellung mehrerer Produkte verzögert wurde oder abgebrochen werden musste. Die finanziellen Auswirkungen hierdurch konnten durch entsprechende Versicherungsleistungen kompensiert werden.

Ausblick

Der Ausblick des Unternehmens für das Jahr 2019 ist positiv, das Unternehmen rechnet mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes gegenüber 2018.

Im Falle eines harten Brexit bestehen für das Unternehmen möglicherweise Nachteile durch Einfuhrzölle und Verzögerungen bei der Einfuhr nach Großbritannien.

SOLIDUS SOLUTIONS

Unternehmen

Die seit 2015 zum AURELIUS Konzern gehörende niederländische SOLIDUS mit Werken in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. SOLIDUS produziert in fünf Mühlen und sieben sogenannten Konvertern Verpackungslösungen aus Vollpappe für die Obst-, Gemüse-, Fisch- und Fleischindustrie. Darüber hinaus bietet SOLIDUS Lösungen für Büroartikel und Kartonagen für Luxusverpackungen an. Ais dritte Geschäftssäule ist Anfang des Jahres 2018 die Produktion von Kernen und Hülsen für industrielle Anwendungen hinzugekommen.

Die zu 100 Prozent aus recyceltem Altpapier bestehenden, umweltfreundlichen Produkte umfassen sowohl kundenindividuelle Schalen, Kartons und Papierbögen als auch Rollen zur industriellen Weiterverarbeitung.

SOLIDUS versteht sich als Vollsortimenter. Das Serviceangebot reicht von der Beratung und Erstellung des Verpackungsdesigns bis zu individuellen Logistiklösungen und der Bereitstellung von Aufrichtstationen beim Kunden.

Aufbau und Organisation

Die Geschäftsführung (Board of Directors) besteht aus einem CEO sowie einem CDO. Diese werden von einem Management Team, bestehend aus einem COO, verantwortlich für die Bereiche Produktion und Supply Chain, einem CFO, verantwortlich für Finanzen und IT, sowie zwei sogenannten Gruppendirektoren für die Bereiche Personalwesen und Vertrieb unterstützt. Die spanische Landesgesellschaft wird durch einen lokalen Geschäftsführer geführt, der auch organisatorisch zum Management Team gehört.

Marktumfeld

Das Marktumfeld hat sich im Jahr 2018 für SOLIDUS positiv entwickelt. Die Nachfrage nach Pappe und Verpackungen war in ganz Europa groß. Das sorgte für steigende Verkaufspreise und höhere Margen, insbesondere da SOLIDUS nachhaltige faserbasierte Recycling-Verpackungen anbietet, welche in einem von zunehmendem Umweltbewusstsein geprägten Markt anstelle von Plastik- und Polystyrene-Verpackungen zum Einsatz kommen.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Das Geschäft von SOLIDUS hat sich im Jahr 2018 sehr erfreulich entwickelt. Umsatz und EBITDA des Unternehmens lagen deutlich über den Werten des Vorjahres und der Unternehmensplanung für 2018. Hierfür verantwortlich waren eine sehr gute Auftragslage, leicht gesunkene Preise für Altpapier sowie die Ergebniseffekte aus den Effizienzsteigerungsinitiativen der Vorjahre, die sich nun vollumfänglich bemerkbar gemacht haben. Weiterhin profitierte die Unternehmensgruppe deutlich von der begonnenen Integration der Anfang 2018 erworbenen Abelan Süd-Gruppe mit zwei Werken in Spanien sowie Vertriebsniederlassungen in Frankreich und Portugal. Die Realisierung von Synergien verlief planmässig und war bis zum Jahresende weitestgehend abgeschlossen.

Investitionen und operative Verbesserungen wurden im vergangenen Jahr wie geplant umgesetzt. In allen drei Geschäftsbereichen Solidboard, Coreboard und Luxusverpackungen standen alle Zeichen durch organisches Wachstum und auch Add-on-Akquisitionen auf Expansion.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Die positive Entwicklung des Geschäfts von SOLIDUS wurde im Jahr 2018 durch gestiegene Papierpreise verstärkt, während die Preise für Altpapier gleichzeitig gesunken sind. Das Ergebnis wurde durch ein Feuer in der Oude Pekela Mühle belastet, dessen Schaden nur teilweise von der Versicherung erstattet wurde.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2019 plant das Unternehmen sowohl mit weiter steigenden Umsätzen als auch einer stärkeren Profitabilität. Gründe dafür sind unter anderem das höhere Produktionsvolumen bei Pappe durch die Akquisition von Northern Paper Board sowie eine voraussichtlich höhere Gesamtanlageneffektivität durch die Einführung des sogennanten ,World Class Manufacturing‘-Trainingsprogramms (WCM).

REUSS-SEIFERT & HAMMERL

Unternehmen

Die Reuss-Seifert & Hammerl ist ein international tätiges Unternehmen der Bauzulieferindustrie. Das Unternehmen gehört seit dem Jahr 2016 zu AURELIUS und entwickelt, produziert und vertreibt Abstandhalter aus Kunststoff, Stahl und Beton sowie Systeme zur Bewehrung, Abdichtung, Befestigung und für Schalungen. Die Kunden sind Geschäftskunden und überwiegend in Deutschland sowie dem europäischen Ausland ansässig.

Aufbau und Organisation

Reuss-Seifert & Hammerl wird von zwei Geschäftsführern geleitet und hat Stammsitze in Sprockhövel für Reuss-Seifert und Gemmrigheim für Hammerl. Das Unternehmen verfügt über eine im Jahr 2018 eröffnete Produktionsstätte in Polen sowie einen Standort in Tschechien.

Marktumfeld

Die baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe stiegen im Jahr 2018 um nominell 6,0 Prozent (real 1,5%) gegenüber dem Vorjahr -auf insgesamt 121 Milliarden Euro. Für das Jahr 2019 erwartet die deutsche Bauindustrie eine ähnlich positive Entwicklung.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Die Absatzzahlen von Reuss-Seifert & Hammerl sind vor allem im ersten Quartal 2018 aber auch für das gesamte Geschäftsjahr 2018 gesunken. Ursache dafür waren Effekte aufgrund der inzwischen abgeschlossenen Verlagerung und Bündelung der Produktion am neuen Standort Nowa Sól in Polen, die zu entsprechenden temporären Umsatzausfällen geführt haben. Die Umsatzerlöse sowie das EBITDA lagen für das Gesamtjahr 2018 daher insgesamt unter Vorjahr und ursprünglichem Plan.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Die Einkaufspreise für Rohmaterialien im Bereich Kunststoff sind in einzelnen Bereichen deutlich gestiegen. Weil es hier zum Teil nur jeweils einen einzigen Lieferanten gibt, besteht derzeit keine Ausweichmöglichkeit auf Alternativlieferanten. Die Strompreise sind gegen Ende 2018 teils deutlich gestiegen. Ein Wechsel des Anbieters im laufenden Jahr 2019 kann diese Mehrkosten weitestgehend kompensieren.

Nach der Bündelung der Produktion am neuen Standort in Polen werden nun alle relevanten Prozesse überarbeitet und optimiert Daran arbeiten gemeinsame Teams aus Sprockhövel und Nowa Sól. Erste Workshops sind bereits absolviert, weitere werden bis Mitte des Jahres folgen und danach erneut bewertet und gegebenenfalls angepasst.

Die technischen Anlagen und Maschinen von Reuss-Seifert & Hammerl hatten zum Zeitpunkt der Übernahme durch den AURELIUS Konzern einen erheblichen Instandhaltungsrückstand. Daher wurden in den letzten beiden Geschäftsjahren Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen vorgenommen sowie Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen getätigt.

Ausblick

Eine anhaltend hohe Beschäftigung sowie die angespannte Wohnraumsituation und weiterhin niedrige Zinsen dürften die Baukonjunktur in Deutschland auch im Jahr 2019 stützen.

Das Unternehmen plant für 2019 zahlreiche Maßnahmen und Produktinnovationen, um die Herstellkosten weiter zu optimieren. Die Leistungsfähigkeit des Unternehmens in Bezug auf Warenverfügbarkeit, Lieferfähigkeit bzw. -geschwindigkeit, Preise und Zuverlässigkeit soll weiter verbessert werden.

Mit vielen großen Kunden im In- und Ausland hat Reuss-Seifert & Hammerl Umsatzziele für 2019 vereinbart. Die meisten Kunden gehen dabei von stabilen oder sogar wachsenden Umsätzen aus. Insgesamt rechnet das Unternehmen daher damit, seine Umsätze in 2019 steigern zu können.

VAG

Unternehmen

VAG ist einer der führenden Anbieter von Armaturen für die Wasseraufbereitung und -Verteilung, die Abwasserwirtschaft, Staudämme, Kraftwerke und die Energiewirtschaft und gehört seit November 2018 zum AURELIUS Konzern. VAG ist weltweit bekannt durch marktführendes Know-how in der Produktentwicklung. Das Unternehmen ist sowohl im globalen Projektgeschäft als auch in der Herstellung und dem Vertrieb von Standard-Applikationen tätig.

Aufbau und Organisation

VAG hat seinen Unternehmenssitz in Mannheim und wird von vier Geschäftsführern geleitet. Das Unternehmen ist in verschiedene operative Einheiten unterteilt. Es gibt sechs Standorte mit eigener Produktion in Deutschland, der Tschechischen Republik, China, Indien, Südafrika und den USA sowie 14 eigene Vertriebsbüros, in denen die Produkte und Dienstleistungen von VAG in mehr als 100 Länder verkauft werden.

Als weltweit tätiges Unternehmen ist die Erfüllung der verschiedensten regulatorischen Anforderungen kritisch für VAG. Das Unternehmen hat deshalb robuste Prozesse eingeführt, die es erlauben, die mit einem weltweiten Geschäft einhergehenden Risiken zu entschärfen und so den langfristigen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen. Führungsverantwortung, Standards und Controlling, Risikomanagement, Trainings und Kommunikation sowie Aufsichtsverantwortung sind die fünf Schlüsselfelder dieser Prozesse.

Marktumfeld

Die für VAG wichtigsten Märkte sind Europa und hier insbesondere der deutsche Markt, China, Nordamerika und der Mittlere Osten. Strategisches Ziel von VAG ist ein nachhaltiges, profitables Wachstum vor allem auf diesen Märkten. Zunehmend mehr Wettbewerber aus Niedriglohnländern drängen auf die bislang überwiegend von etablierten Anbietern beherrschten Märkte. Das führt zu wachsendem Wettbewerbsdruck insbesondere für Pumpenhersteller in Asien. Wettbewerber aus China verwenden zunehmend Bezeichnungen und Markenzeichen, die in Verbindung mit VAG stehen.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Die von VAG bedienten Märkte stehen teilweise unter dem negativen Einfluss politischer und weltwirtschaftlicher Geschehnisse. Das Bevölkerungswachstum und der daraus resultierende steigende Bedarf an Trinkwasser und Wasser für die industrielle Produktion erfordern zahlreiche Projekte zur Wasserversorgung der Haushalte, der Landwirtschaft und der Industrie. Infrastrukturmaßnahmen im Bereich Wasser und Abwasser sowie die Sanierung von Wasserkraftanlagen sorgen weltweit für Wachstum in diesen Märkten und bieten in den nächsten Jahren auch für VAG Potenzial für Umsatzsteigerungen.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Der Fokus des ehemaligen Eigentümers, der Rexnord-Gruppe, lag auf der geplanten Veräußerung des Unternehmens. Wichtige, das Geschäft betreffende Entscheidungen durch den früheren Eigentümer wurden daher aufgeschoben oder verzögert.

Aufgrund der Ölpreiskrise, politischer Instabilität und lokaler Budgetbeschränkungen im Mittleren Osten ist in dieser Region eine Investitionszurückhaltung zu beobachten. Zudem wächst der Preisdruck auf VAG durch lokale Wettbewerber.

Restrukturierungsmaßnahmen, die bereits im Jahr 2018 abgeschlossen wurden, werden voraussichtlich ab 2019 zu einer Kostensenkung führen. Die tschechische Gesellschaft durchläuft derzeit einen Prozess zur Erhöhung der Produktivität und Verringerung von Produktionsfehlern. In Südafrika hat VAG die Konsolidierung zweier Fabriken abgeschlossen. In den USA hat das Unternehmen ebenfalls zwei Fabriken konsolidiert. Um den Vertrieb für den Mittleren Osten zu stärken, richtet VAG derzeit eine Niederlassung in Dubai ein.

Ausblick

Im Jahr 2019 sollen weitere Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Das Unternehmen erwartet für 2019 in etwa gleichbleibende Umsätze und eine verbesserte Kostenstruktur.

SEGMENT SERVICES & SOLUTIONS (S&S)

Im Segment Services & Solutions stieg der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2018 um sieben Prozent auf 166,7 Millionen Euro (2017:156,4 Mio. EUR). Im Dezember 2018 wurden wesentliche Teile von Allied Healthcare an die Health Care Resourcing Group, Prescot (Großbritannien) veräußert. Das Ergebnis vor Ertragsteuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) des Segments Services & Solutions betrug 11,7 Millionen Euro (2017:18,5 Mio. EUR). Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 3,8 Millionen Euro (2017:11,3 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 12,3 Millionen Euro nach 24,2 Millionen Euro zum Jahresende 2017.

GHOTEL-GRUPPE
hotel & living

Unternehmen

Die GHOTEL-Gruppe ist eine expansionsfreudige Hotel- und Apartmenthauskette mit 3- und 4-Sterne-Häusern. Sie betreibt derzeit 13 Hotels verschiedener Marken und zwei Apartmenthäuser in ganz Deutschland und in Salzburg (Österreich). Die Hotels werden unter den Marken GHOTEL hotel & living und nestor Hotels vermarktet sowie unter den Marken der Franchisepartner AccorHotels und InterContinental Hotels Group betrieben. Das Unternehmen gehört seit 2006 zum AURELIUS Konzern.

Aufbau und Organisation

Der Verwaltungssitz der von drei Geschäftsführern geleiteten GHOTEL-Gruppe ist in Bonn. Als Hotelbetreiber verfügt das Unternehmen über die typischen operativen Prozesse zum Betrieb von Hotels. Darüber hinaus verfügt die Gruppe über die zentralisierten Bereiche Vertrieb und Marketing, Beschaffung, Finanzen und Business Development.

Marktumfeld

Deutschland als Urlaubsland sowie Tagungs- und Kongressstandort präsentiert sich weiterhin als ein attraktives Reiseziel mit einem im internationalen Vergleich guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotz einer Preissteigerung von rund 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahm die Anzahl der Gästeübernachtungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts von Januar bis Oktober um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Bei ausländischen Übernachtungsgästen betrug der Zuwachs fünf Prozent, bei Gästen aus dem Inland vier Prozent. Laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) bereiten aber der Fachkräftemangel, die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung sowie steigende Lohnkosten und eine zunehmende Bürokratie den Betrieben Probleme.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen der Expansion der GHOTEL-Gruppe. Mit insgesamt sechs neuen Hotels ist die GHOTEL-Gruppe stark gewachsen. Dazu zählen die nestor Standorte in Ludwigsburg und Neckarsulm, das GHOTEL hotel & living Göttingen – das ursprünglich ein Intercity Hotel war – und die Arcadia Hotels. Zu diesen gehört das Holiday Inn Düsseldorf-City, das Holiday Inn Salzburg und das Holiday Inn Express Gütersloh.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr für die GHOTEL-Gruppe sehr erfolgreich. Alle wesentlichen Kennzahlen zeigen einen positiven Trend: So konnte in den Hotels der GHOTEL-Gruppe sowohl die durchschnittliche Auslastung als auch der Erlös pro Zimmer gesteigert werden. Umsatz und EBITDA entwickelten sich vor allem auch durch die neu erworbenen Standorte besser als geplant und stiegen gegenüber 2017 deutlich an.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Die Hotellerie insgesamt und auch die GHOTEL-Gruppe hat im abgelaufenen Jahr von einem starken Geschäft mit Firmenveranstaltungen sowie traditionell dem Weihnachts- und Jahresendgeschäft profitiert. Das Unternehmen verzeichnete saisonale Nachfrageschwankungen, diese waren aber nicht ausgeprägt. Stärkere unterjährige Schwankungen gab es an einzelnen Standorten zum Beispiel aufgrund von Messen.

GHOTEL hotel & living ist im Markt als 3-Sterne-Produkt (Superior) positioniert. Erweitert wurde das Betriebskonzept im abgelaufenen Jahr 2018 um die 4-Sterne-Häuser von nestor sowie die Franchise-Konzepte Holiday Inn und Holiday Inn Express. Diese Fremdmarken werden entsprechend der Klassifizierung des jeweiligen Franchisepartners eingeordnet.

Ausblick

Für das Jahr 2019 geht die GHOTEL-Gruppe von einem weiteren allgemeinen Marktwachstum aus. Standortspezifische Veränderungen der Wettbewerbssituation ergeben sich durch geplante Neueröffnungen: So soll im Frühjahr das Holiday Inn in Osnabrück eröffnet werden, im August folgen das GHOTEL hotel & living Bochum und im Herbst die Eröffnung einer Hotelcombo bestehend aus einem ibis Styles und einem ibis budget in Bayreuth. Bei allen Projekten handelt es sich um Neubauten.

Für 2019 erwartet die GHOTEL-Gruppe auch aufgrund der neuen Standorte eine weitere Umsatzsteigerung.

LD DIDACTIC

Unternehmen

Die LD Didactic ist ein führender Anbieter von technischen Lehrsystemen für Schule und Beruf. Die Gruppe bietet Komplettlösungen für die Allgemeinbildung im naturwissenschaftlichen Bereich sowie für die Ausbildung in Technik, Ingenieurwesen und Naturwissenschaften.

Aufbau und Organisation

LD Didactic hat ihren Hauptsitz in Hürth, verfügt über zwei Produktionsstandorte in Deutschland und eine Fertigung mit zunehmender Bedeutung in Cegled (Ungarn). Daneben betreibt LD Didactic drei lokale Verkaufsbüros für Nordamerika, Lateinamerika und Großbritannien.

Die Geschäftsführung von LD Didactic ist aufgeteilt auf die zwei Verantwortungsbereiche Vertrieb und Operatives. Dem Geschäftsführer Vertrieb sind neben dem eigentlichen Vertriebsbereich die Bereiche Marketing und Kommunikation sowie Finanzen, Controlling und Personal unterstellt, dem Geschäftsführer Operatives die Bereiche Auftragsabwicklung, Produktionslogistik, IT und die Produktion mit den Werkstandorten Hürth, Urbach und Cegled.

Marktumfeld

Der weltweite Markt für Aus- und Weiterbildung wächst Getrieben wird er einerseits durch das stetige Bevölkerungswachstum, andererseits haben vor allem die Schwellenländer sowie Unternehmen aus dem Bereich der Industrie 4.0 großen Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften. Das führt zu einem hohen Bedarf an Angeboten für den zweiten Bildungsweg sowie an beruflicher Weiterbildung. Die zunehmende Digitalisierung erfordert zudem eine zeitgemäße technische Ausbildungsausrüstung und neue Lehrpläne. Kürzungen der staatlichen Budgets in Folge gesamtwirtschaftlicher Abschwächungen (beispielsweise durch niedrige Rohölpreise wie im Falle Saudi Arabiens) oder aus politischen Gründen (wie unter anderem in Russland und einigen Staaten im Nahen Osten) können den Auftragseingang insbesondere für größere Projekte negativ beeinflussen.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

LD Didactic ist mit einem schwachen Auftragseingang in das Jahr 2018 gestartet. Das Unternehmen konzentrierte sich daher auf die Stärkung des Exportvertriebs, die Weiterentwicklung digitaler Lösungen und die Komplexitätsreduzierung im Produktportfolio. Um darüber hinaus dem schwankenden Auftragseingang Rechnung zu tragen und die Fixkosten auf ein adäquates Niveau zu reduzieren, werden im Rahmen eines Restrukturierungsprojektes Teile der Fertigung innerhalb des Werksportfolios verschoben. Dieser Prozess soll im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen werden.

Im Exportgeschäft liegt der Fokus weiterhin auf der Stärkung des weltweiten Händlernetzes, der vertrieblichen Integration aller Produktportfoliomarken und einem aktiven Händlermanagement.

Der Absatz in Deutschland profitiert von leicht erhöhten Investitionen der öffentlichen Hand in den Bildungsbereich. Insbesondere die von der Gesellschaft neu entwickelten und erstmals auf der didacta 2018 gezeigten Lösungen zur Digitalisierung der Bildung sind vom Markt sehr positiv aufgenommen worden. Trotzdem hat LD Didactic die für 2018 geplanten Ziele bei Umsatz und EBITDA nicht vollständig erreicht.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

LD Didactic generiert Erträge sowohl aus einem sich stets wiederholenden Basisgeschäft als auch aus einem unregelmäßigen Geschäft mit großen Projekten. Beides zusammen sorgt normalerweise für stabile Erträge und Wachstumspotenzial. Im Jahr 2018 gab es nur ein größeres Projekt, so dass die entsprechenden Umsätze unterdurchschnittlich ausfielen.

Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hatten im letzten Jahr auch außerordentliche Effekte: So wurde ein allgemeines Kostensenkungsprogramm und die Produktion wie beschrieben optimiert.

Ausblick

LD Didactic rechnet für das Jahr 2019 mit einem leicht steigenden Umsatz. Weitere Produktivitätsverbesserungen am Standort Cegled dürften ebenfalls zu einer Ergebnisverbesserung beitragen.

AKAD UNIVERSITY

Unternehmen

Die AKAD University gehört seit 2014 zu AURELIUS und ist die älteste private Fernhochschule Deutschlands. Sie ist spezialisiert auf das zeit- und ortsunabhängige Fernstudium neben dem Beruf und bietet in den Bereichen Wirtschaft und Management, Technik und Informatik sowie Kommunikation und Kultur Bachelor-, Master- und MBA-Studiengänge sowie zahlreiche weitere Weiterbildungsmöglichkeiten an. Aktuell studieren an der AKAD University über 7.000 Erwachsene überwiegend neben dem Beruf. Seit 1959 haben mehr als 60.000 Absolventen ihren in der deutschen Wirtschaft anerkannten Abschluss erlangt.

Aufbau und Organisation

Die AKAD University hat ihren Hauptsitz in Stuttgart. Daneben gibt es deutschlandweit 33 Prüfungszentren. Die Geschäftsleitung ist aufgeteilt in die beiden Verantwortungsbereiche Hochschule und Institut für Weiterbildung (IfW) einerseits sowie Marketing/B2C Vertrieb, Firmenkunden (B2B), CTO (E-Learning-Technologien) und CFO/COO andererseits. Die AKAD University verfügt über umfangreiche Prozesse und Methoden sowie entsprechende Dokumentation unter anderem zu Verantwortlichkeiten (RACI-Matrix) und Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPI).

Marktumfeld

Der deutsche Fernstudienmarkt für akademische Abschlüsse und nicht-akademische Weiterbildungen hat im abgelaufenen Jahr ersten Indikatoren zufolge weiterhin ein leichtes Wachstum im einstelligen Prozentbereich verzeichnet. Aktuell wird der Markt beeinflusst durch grundlegende gesellschaftliche Trends wie den Fachkräftemangel, den steigenden Bedarf an lebenslangem Lernen und an akademischen Abschlüssen, technologischen Entwicklungen sowie der zunehmenden Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt. Letztere sorgt auf dem Markt für Fernstudien zudem für neue Angebote und Anbieter.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Die Weiterbildungsanbieter-Studie 2018 der TESTBild nennt insgesamt eine Zahl von neun Anbietern von Fernstudien (Studium von zu Hause mit akkreditierten Studiengängen). Die AKAD University belegt in der Studie bei der Gesamtbewertung Platz 3. Bei der Beurteilung des Lernmaterials, des Lerneffekts und hinsichtlich der Weiterempfehlungen in den Bereichen EDV, IT und Multimedia ist die AKAD University sogar Testsieger. Angebotsseitig bietet die AKAD University mit den drei Bereichen Informatik und Technik, Management und Wirtschaft sowie Sprachen ein breites Spektrum im allgemeinen Vergleich zum Wettbewerb an. Im Querschnittsbereich Digitalisierung ist die AKAD University als Vorreiter im Markt anzusehen. Das Angebot der Gesellschaft richtet sich an den deutschsprachigen Markt. Insgesamt konnte die AKAD University ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern und lag damit im Rahmen der Planung. Das EBITDA legte durch Optimierungsmaßnahmen deutlich zu und übertraf damit die Planung.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Die Restrukturierungsphase der AKAD University im Nachgang der Übernahme ist abgeschlossen. Derzeit befindet sich das Unternehmen in der Phase der Optimierung: Das Plattform- und Modularisierungskonzept zur schnellen und effizienten Produktentwicklung ist umgesetzt und erlaubt die schnelle Markteinführung neuer Studiengänge. Im abgelaufenen Jahr wurden insgesamt elf neue Bachelorstudiengänge eingeführt. Zu den Fortschritten bei der Digitalisierung des Angebots gehören die neue Online-Plattform AKAD-Campus sowie eBooks und Online-Klausuren, während zugleich die Zahl der Studienbausteine mit Präsenzverpflichtung abnimmt. Aufgrund des Geschäftsmodells und der Anmeldungen der Studierenden sind das erste und vierte Quartal eines Geschäftsjahres die stärksten Quartale.

Ausblick

Die Entwicklung neuer Studiengänge sowie der Eintritt in neue Segmente dürften die größten Wachstumstreiber für die AKAD University in den nächsten Jahren sein. Auf Basis variabel einsetzbarer Modul-Plattform werden in mehreren Wellen neue Studiengänge eingeführt. Des Weiteren bieten neue Segmente wie das sogenannte Duale Studium sowie eine Internationalisierung gute Chancen für zusätzliche Umsätze. Für 2019 erwartet die AKAD University daher eine weitere deutliche Steigerung des Umsatzes.

B+P GERÜSTBAU

Unternehmen

B+P Gerüstbau ist das regional führende Gerüstbau- und Baudienstleistungsunternehmen in Berlin-Brandenburg und verfügt als eines der wenigen Unternehmen in Deutschland über die Kapazitäten und technischen Fähigkeiten, selbst komplexeste Gerüstkonstruktionen zu realisieren. Im Geschäftsbereich „PLUS-Services“ erbringt das Unternehmen zudem Dienstleistungen wie Baustrom- und Bauwasserversorgung. B+P Gerüstbau war in der Vergangenheit an der Durchführung von nahezu allen regionalen Großprojekten beteiligt. Daneben betreut das Unternehmen zahlreiche mittlere und kleine Projekte und weist eine stabile Kundenbasis aus, zu der renommierte Baukonzerne und öffentliche Auftraggeber gehören. B+P Gerüstbau gehört seit 2014 zum AURELIUS Konzern. Im April 2018 wurden die Geschäftsaktivitäten mit sämtlichen Vermögensgegenständen und Mitarbeitern der Gustav Raetz Gerüstbau GmbH in München als Add-on-Akquisition übernommen.

Aufbau und Organisation

Die B+P Gerüstbau mit Sitz in Wandlitz/Berlin bietet ihre Leistungen überregional an, wobei regionale Schwerpunkte in Berlin-Brandenburg, München (über Gerüstbau Raetz), im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie in Hamburg und Schleswig-Holstein liegen. Büros und Lagerplätze existieren jeweils am Sitz der einzelnen Gesellschaften in Berlin, Hamburg, München, Schmölln/Leipzig und Kaarst/Düsseldorf. Die B+P Gerüstbau wird von einem Geschäftsführer geleitet.

Marktumfeld

Der Markt für Gerüstbau und Baulogistik ist abhängig von der allgemeinen Baukonjunktur. Diese war auch in 2018 dank des insgesamt guten Konjunkturumfelds sowie des immer noch niedrigen Zinsniveaus sehr robust. Die baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe stiegen im Jahr 2018 um nominell 6,0 Prozent (real 1,5%) gegenüber dem Vorjahr -auf insgesamt 121 Milliarden Euro. Für das Jahr 2019 erwartet die deutsche Bauindustrie eine ähnlich positive Entwicklung. Die deutsche Bauwirtschaft und damit auch der Gerüstbau arbeiten derzeit an der Kapazitätsgrenze. Diese wird vorrangig und in allen Bereichen durch die begrenzte Anzahl an Fachkräften bestimmt.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Durch das weitere starke organische und anorganische Wachstum der B+P Gerüstbau konnte die führende Marktposition im Kernmarkt Berlin-Brandenburg bestätigt werden. Auch national gehört das Unternehmen zu den führenden Unternehmen in Deutschland. Die Umsätze der B+P Gerüstbau stiegen im Geschäftsjahr unter anderem durch den Erwerb von Gerüstbau Raetz an, das Ergebnis wurde durch Kosten für die Übernahme dieses Unternehmens temporär belastet und lag leicht unter Vorjahr und Plan.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Im Berichtszeitraum haben sich in der Baubranche keine signifikanten Änderungen gegenüber der Vorperiode ergeben.

Ausblick

Für das Jahr 2019 erwartet B+P Gerüstbau weiteres leichtes Umsatzwachstum durch den Ausbau der Gerüstbauaktivitäten von Gerüstbau Raetz im Raum München (erstes volles Geschäftsjahr nach Akquisition), sowie durch stärkere Umsätze im Großraum Hamburg sowie ganz Norddeutschland. Gemäß der Wachstumsstrategie sucht B+P Gerüstbau weiter aktiv nach Unternehmen, die übernommen werden können. Hierzu kooperiert das Unternehmen stark mit den AURELIUS Transaktionsteams sowie externen M&A-Beratern. Aufgrund laufender Gespräche und Unternehmensprüfungen erwartet B+P Gerüstbau in 2019 im Bereich Gerüstbau weitere Add-On-Akquisitionen. Weiterhin plant das Unternehmen, seine Aktivitäten im Bereich der Baulogistik-Dienstleistungen auszubauen.

TRANSFORM/THE HOSPITAL GROUP

Unternehmen

Transform/The Hospital Group sind in Großbritannien führende Anbieter von kosmetischen und nicht-chirurgischen kosmetischen Eingriffen sowie Behandlungen zur Gewichtsreduktion. Die seit Juni 2015 bzw. Oktober 2016 zum AURELIUS Konzern gehörenden Unternehmen verfügen über ein Netzwerk aus 25 Kliniken in England, Schottland, Wales und Nordirland sowie über drei kosmetische Spezialkrankenhäuser in Manchester, Birmingham und London.

Aufbau und Organisation

Transform/The Hospital Group mit Sitz in Manchester (Großbritannien) wird von einem CEO geleitet. Ein Senior Management Team bestehend aus den Verantwortungsbereichen Finanzen, Personal, IT, Recht und Operations unterstützt diesen. Zudem verantwortet das Senior Management Team die drei Geschäftsbereiche des Unternehmens: Kosmetik, Gewichtsreduktion und kosmetische Chirurgie.

Marktumfeld

Das Marktumfeld ist weiterhin wettbewerbsintensiv. Die Unternehmensgruppe ist in diesem Markt der größte Anbieter Großbritanniens und konnte im Vergleich zum Vorjahr seinen Marktanteil ausbauen.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Das Verbrauchervertrauen in Großbritannien ist angesichts der anhaltenden Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit erheblich gesunken. Das hat im Jahr 2018 in der ganzen Branche zu geringeren Umsätzen geführt. Bei Transform/The Hospital Group lagen die Umsätze zwar unter Plan, aber entgegen dem allgemeinen negativen Trend nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Das EBITDA lag ebenfalls unter Plan und unter Vorjahr.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Änderungen bei Suchalgorithmen von Google haben für gewerbliche, privatwirtschaftlich organisierte Anbieter zu Nachteilen geführt, denn bei Online-Suchanfragen werden seit Umstellung des Algorithmus Websites von staatlich finanzierten Einrichtungen wie dem National Health Service (NHS) bevorzugt

Im Herbst 2018 ist Transform/The Hospital Group eine Partnerschaft mit Tomorrowlabs in Wien (Österreich) eingegangen. Eine Vor- und Nachbehandlung mit Tomorrowlabs Hautpflegeprodukten soll die optischen Ergebnisse der angebotenen Behandlungen optimieren.

Das über mehrere Regionen verteilte Vertriebsteam wurde gegen Ende 2018 optimiert und auf die drei Geschäftsbereiche Kosmetik, Gewichtsreduktion und kosmetische Chirurgie aufgeteilt.

Die Klinik in Preston wurde geschlossen und die Kliniken von Transform/The Hospital Group in Newcastle und Leeds jeweils zusammengelegt. Der Aufbau eines gemeinsamen Servicezentrums für administrative Aufgaben (Call-Center und Finanzen) in Manchester wurde erfolgreich abgeschlossen.

Ausblick

Der Ausblick der Unternehmensgruppe für das Jahr 2019 ist positiv. Die erfolgte Restrukturierung der Gruppe und die Konzentration auf die jeweiligen Geschäftsbereiche wird dabei helfen, Transform/The Hospital Group effizienter zu machen. Für weiteres Wachstum sollen neben zusätzlichen Investitionen und neuen Produkten im Bereich kosmetischer Chirurgie auch der wachsende Kundenstamm sorgen. Entsprechend soll der Umsatz von Transform/The Hospital Group in 2019 steigen.

SEGMENT RETAIL & CONSUMER PRODUCTS (RCP)

Die Segmentumsätze aus fortgeführten Geschäftsbereichen stiegen im Segment Retail & Consumer Products im Geschäftsjahr 2018 um zwölf Prozent auf 2.553,1 Millionen Euro (2017: 2.278,4 Mio. EUR) an. Im Februar 2018 hat AURELIUS den weltweit tätigen Multikanal-Buchhändler Bertram Books (vormals: Connect Books) in Großbritannien gekauft. Ende Juli 2018 hat AURELIUS Ideal Shopping Direct, einen in Großbritannien führenden Multikanal Home Shopping Anbieter übernommen. Im Dezember 2018 hat AURELIUS den Erwerb des Großhändlers für Automobil-Ersatzteile Hellanor mit Sitz in Hagan bei Oslo (Norwegen) abgeschlossen und dem Segment zugeordnet. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) dieses Segments lag bei 14,0 Millionen Euro nach 406,7 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017. Im Geschäftsjahr 2017 war dies vor allem auf die die negativen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Office Depot Europe erzielt wurden, zurückzuführen. Das Segmentergebnis (EBIT) betrug minus 23,5 Millionen Euro (2017: 371,2 Mio. EUR). Die liquiden Mittel des Segments betrugen 172,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 241,4 Mio. EUR).

SCHOLL FOOTWEAR

Unternehmen

Scholl Footwear ist ein traditionsreicher Anbieter von Schuhen mit hohem Komfortfaktor, der diese in Europa, Asien, dem Mittleren Osten und Australien anbietet. In Europa werden die Schuhe des Unternehmens vor allem in Apotheken und Sanitätshäusern vertrieben. In Asien, dem Mittleren Osten und Australien werden sie auch über den Schuhfachhandel und in Warenhäusern verkauft. Scholl Footwear verfügt über eine sehr hohe Markenbekanntheit mit bis zu 80 Prozent in den Hauptmärkten. Dabei gelten Italien, Frankreich, Spanien, Thailand und Malaysia als derzeit wichtigste Märkte für Scholl Footwear. Das Unternehmen hat sich als Experte für Schuhkomfort positioniert. Für Europa und den Mittleren Osten erfolgen Design und Entwicklung in Italien, in Australien und Südostasien gibt es eine eigene Entwicklung. Das Unternehmen gehört seit 2014 zum AURELIUS Konzern.

Aufbau und Organisation

Scholl Footwear hat seinen Sitz in Mailand (Italien). Die Gesamtverantwortung für Scholl Footwear trägt der CEO. Die einzelnen Landesgesellschaften werden jeweils von einer eigenen Geschäftsführung geleitet, der die Schlüsselbereiche Finanzen, Marketing, Vertrieb und Logistik unterstehen.

Marktumfeld

Der Schuhmarkt in Europa ist zwischen 2013 und 2017 um durchschnittlich 2,1 Prozent pro Jahr gewachsen. 2017 wurden 67 Milliarden Euro für Schuhe ausgegeben, wobei sich Sportschuhe besonders gut entwickeln. Die Konsolidierung auf dem Markt für Apotheken in Europa hält weiter an, einzeln betriebene Apotheken weichen zunehmend Apotheken-Ketten. Der Anteil der in Apotheken verkauften Schuhe ist rückläufig.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Die Umsatzentwicklung des Unternehmens war in 2018 stark von den Witterungsbedingungen in den jeweiligen Absatzmärkten beeinflusst. Die Vorbestellungen für die wichtige Sommersaison blieben im ersten Halbjahr 2018 in Europa leicht unter dem Vorjahr. Der extrem lange Sommer sorgte dann in den Hauptabsatzmärkten für Umsatzeinbußen. Insgesamt ist der Umsatz in 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und konnte die geplante Höhe nicht erreichen. Das EBITDA konnte durch weitere Kostensenkungen gesteigert werden.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Durch die Aufnahme neuer Distributoren und Vertriebskanäle in Europa soll das Geschäft im Kernmarkt Europa ausgeweitet werden. In Asien lagen die Umsätze durch das Ausscheiden eines Distributors in Malaysia im ersten Halbjahr deutlich unter dem Vorjahr. Die Umsatzausfälle konnten auch im zweiten Halbjahr nicht vollständig aufgeholt werden. Im E-Commerce konnten die Umsätze weiter gesteigert werden und entwickelten sich über Plan.

Ausblick

Neben einem Ausbau des bestehenden Geschäfts soll der Umsatz in 2019 durch neue Vertriebskanäle in Europa, die geografische Ausweitung des Vertriebs in neue Märkte sowie einen weiteren Ausbau des E-Commerce deutlich gesteigert werden.

MEZ

Unternehmen

MEZ ist mit einer über 200-jährigen Unternehmensgeschichte der führende Anbieter von Handarbeitsprodukten in Europa und gehört seit 2015 zu AURELIUS. MEZ produziert an seinem eigenen Produktionsstandort in Ungarn Strick-, Näh-, Stick- und Häkelgarne aus Baumwolle und arbeitet überwiegend mit Handstrickgarnlieferanten aus Italien, Rumänien und der Türkei zusammen. Je nach Materialzusammensetzung werden jedoch auch weitere Lieferanten weltweit genutzt. MEZ achtet bei der Auswahl seiner Lieferanten auf europäische Umwelt- und Arbeitsschutzstandards und legt großen Wert auf den Nachweis tier- und umweltschutzgerechter Produktion der verarbeiteten Rohware. MEZ Produkte sind überwiegend zertifiziert nach Ökotex 100 Standard und neuerdings verfügt das bekannte Baumwollgarn „Catania“ auch über die Zertifizierung nach Spielzeugrichtlinie EN 91.

Aufbau und Organisation

Zu MEZ gehören die im baden-württembergischen Herbolzheim ansässige Zentrale, ein Zentrallager in Salach und eine Produktionsstätte in Ungarn sowie Vertriebsniederlassungen in zahlreichen europäischen Ländern. Das Management der MEZ besteht aus dem CEO, der gleichzeitig die meisten Gruppengesellschaften als Einzelgeschäftsführer führt. Unterstützt wird er auf der zweiten Ebene durch drei regionale Vertriebsverantwortliche, einen Verantwortlichen für Supply Chain einschließlich Logistik und Produktion sowie einen CFO. Das Marketing als Kernfunktion ist entlang der jeweiligen Marken organisiert. Zentralfunktionen wie Finanzen, Einkauf und IT sind ebenfalls regional gebündelt.

Marktumfeld

Das Marktumfeld ist weiterhin schwierig. Die Trends waren auch in 2018 erneut sehr kleinteilig und kurzlebig, so dass noch nicht von einer Trendwende ausgegangen werden kann. In den Segmenten Nähen, Häkeln und Sticken sowie im Bereich Zubehör zeigte sich in 2018 wie erwartet eine leichte Abschwächung der Nachfrage.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Der durchgehend warme und von Schönwetterphasen gekennzeichnete Sommer hat den ganzen Einzelhandel in Zentraleuropa negativ beeinflusst, davon war auch MEZ betroffen. Trotz eines relativ stabilen Herbst-Winter-Geschäfts konnte das Unternehmen damit die selbst gesetzten Wachstumsziele für 2018 nicht erreichen, legte jedoch in Relation zu den Mitbewerbern klar zu. In den eher von Nähen, Sticken und Häkeln geprägten Märkten inSüdeuropa konnte sich MEZ gegen den Markttrend stellen und musste nur noch geringe Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Im Bereich Handstrickgarne konnte erstmals ein Wachstum verzeichnet werden. Umsatz und EBITDA lagen leicht unter Vorjahresniveau.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2018 hat MEZ weitere Maßnahmen zur operativen Entwicklung der Marken vorgenommen. Dazu zählt beispielsweise das Flagship-Konzept bei Rowan. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich sozialer Medien sowie die Kooperation mit Bloggern und Influencern verstärkt, um die direkte Konsumentenansprache zu verbessern. Es zeigt sich zunehmend eine Verlagerung der Absatzvolumina weg vom beratenden Fachhandel hin zu Self-Service/Convenience-Angeboten und auch Online-Vertriebspartnern. MEZ als Markenanbieter bietet dem Fachhandel höherwertige Produkte an, um hier eine Differenzierung im Marktumfeld zu ermöglichen.

Vielfältige Aktivitäten im Marketing – vor allem in den durch Inspiration geprägten Produktkategorien wie Sticken, Häkeln oder Kits – bilden die Basis für zukünftige Umsatzstabilisierung und angestrebtes leichtes Wachstum.

Ausblick

Für 2019 erwartet MEZ ein weiterhin herausforderndes Marktumfeld auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der eingeleiteten Veränderungen, weiteren Investitionen in die direkte Konsumentenansprache und verstärkter Neukundengewinnung strebt das Unternehmen für 2019 ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber 2018 an.

CONAXESS TRADE-GRUPPE

Unternehmen

Die Conaxess Trade-Gruppe ist aus der Übernahme des Distributionsgeschäfts der Schweizer Valora AG hervorgegangen und gehört seit dem 1. Januar 2016 zum AURELIUS Konzern. Die Conaxess Trade-Gruppe ist Europas größter, unabhängiger Distributor für schnelldrehende Konsumgüter und primär in den folgenden Kategorien tätig: Lebensmittel, Süßwaren, Snacks, alkoholische und nicht-alkoholische Getränke und Körperpflege. Die Conaxess Trade-Gruppe unterhält Vertriebsorganisationen in allen skandinavischen Ländern (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland) sowie Österreich und der Schweiz und vertritt, bewirbt und distribuiert über 200 internationale und lokale Marken, welche in der Regel keinen eigenen Vertrieb in diesen Ländern unterhalten. Die Markenprodukte werden gezielt über diverse Einzelhandels- und Großhandelskanäle-von länderübergreifenden Handelsriesen, über HoReCa-Kanäle (Hotel, Restaurant, Catering), Kioske und Convenience Stores -vermarktet.

Aufbau und Organisation

Die Conaxess Trade-Gruppe besteht aus den beiden Gesellschaften Conaxess Trade AS und Conaxess Trade Beverages AS. Hauptsitz der Gruppe ist Soborg in Dänemark. Das Management der Gruppe besteht aus CEO und CFO (Group Controlling) sowie den Leitungsbereichen Geschäftsfeldentwicklung, Kommunikation, IT und Personal. Bei der Conaxess Trade-Gruppe haben alle Niederlassungen eine ähnliche Organisation mit einem eigenen Geschäftsführer, einem CFO, einem Marketingleiter sowie einem Vertriebsleiter. In Dänemark und der Schweiz betreibt die Gesellschaft zudem eigene Logistikzentren.

Marktumfeld

Das Wettbewerbsumfeld für die Conaxess Trade-Gruppe hat sich im vergangenen Jahr nicht verändert. Das Unternehmen sieht sich im Vergleich zu seinen Wettbewerbern gut aufgestellt Der Markt für schnelldrehende Konsumgüter in Skandinavien wächst allgemein um 2,6 bis 3,6 Prozent mit Ausnahme von Dänemark, wo die Entwicklung stagniert.

Signifikante Änderungen gab es für den Verkauf von Süßwaren in Norwegen. Hier wurde die Steuer auf zuckerhaltige Lebensmittel zum 1. Januar 2018 um bis zu 83 Prozent angehoben. In allen anderen Kategorien gab es keine dramatischen Entwicklungen in den einzelnen Ländern. Aufgrund der höheren Zuckersteuer stiegen in Norwegen die Preise und im benachbarten Schweden der Umsatz mit zuckerhaltigen Lebensmitteln. Gleichzeitig verloren die Schwedische Krone und die Norwegische Krone gegenüber dem Euro an Wert.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Das Geschäft der Conaxess Trade-Gruppe ist saisonal unterschiedlich und verläuft parallel zur Geschäftsentwicklung im Einzelhandel (mit dem Höhepunkt zur Weihnachtszeit im vierten Quartal). Für alkoholische Getränke sind die saisonalen Höhepunkte der Sommer und das vierte Quartal (Oktober bis Dezember).

Der Umsatz der Gruppe lag im Geschäftsjahr 2018 leicht unter Vorjahresniveau. Das EBITDA konnte deutlich gesteigert werden, blieb jedoch aufgrund der Kosten in Zusammenhang mit einer Add-on-Akquisition leicht hinter der Planung zurück.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Die Umsatzentwicklung wird im Wesentlichen durch die Einführung neuer und Neueinführung bestehender Produkte und Marken sowie die Änderung oder Einstellung von Produkten und Serviceleistungen beeinflusst.

Das Ergebnis der Conaxess Trade-Gruppe wurde durch die starke Abwertung der Schwedischen Krone gegenüber dem Euro, die nur mit Verzögerung erfolgte Preisanhebung im Handel sowie Kosten im Zusammenhang mit Umsatzstabilisierungsmaßnahmen für einzelne Marken negativ beeinflusst. Weitere wesentliche Einflussfaktoren für die Geschäftsentwicklung waren die Kosten für eine Add-on-Akquisition, Kosten im Zusammenhang mit der Verkleinerung der Belegschaft sowie das Auslaufen von zwei Verträgen mit Markeninhabern.

Zur Erhöhung von Produktivität und Effizienz hat die Conaxess Trade-Gruppe in 2018 eine Reihe von Restrukturierungsmaßnahmen ergriffen. Die Mitarbeiterzahl wurde in einzelnen Landesgesellschaften verringert, das Geschäft reorganisiert, Schlüsselmitarbeiter ausgetauscht und ein neues Senior-Management installiert. Die in 2018 erfolgte Integration einer Add-on-Akquisition in die Conaxess Trade Norway AS, die Reduzierung der Zahl der Beschäftigten sowie Änderungen in der Organisationsstruktur werden sich erst im Geschäftsjahr 2019 voll ergebnisseitig auswirken.

Ausblick

Die Aussichten für das Geschäft der Conaxess Trade-Gruppe sind positiv. Sie hängen grundsätzlich von den Strategien der Markeneigentümer für die Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Marken sowie den Verhandlungen mit dem Einzelhandel ab. Für 2019 erwartet die Conaxess Trade-Gruppe eine Steigerung des Umsatzes.

SCANDINAVIAN COSMETICS-GRUPPE

Unternehmen

Die Scandinavian Cosmetics-Gruppe ist aus der Übernahme des Distributionsgeschäfts der Valora AG hervorgegangen und gehört seit Januar 2016 zum AURELIUS Konzern. Sie ist der marktführende, unabhängige Distributor für hochwertige Kosmetika und Parfüms in Skandinavien -tätig in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland. Als Spezialist für hochwertige Kosmetika und Düfte aus dem Premium- und Luxussegment mit umfassendem Marktzugang deckt das Unternehmen alle relevanten Vertriebskanäle und damit vor allem Parfümerien, Drogerien, hochwertige Kaufhäuser und den Online-Handel ab.

Aufbau und Organisation

Die Scandinavian Cosmetics-Gruppe besteht aus sechs Einzel unternehmen, die unter dem Dach der Scandinavian Cosmetics Holding zusammengefasst sind. Am Sitz der Gesellschaft im schwedischen Malmö gibt es zugleich ein Warenlager. Die Alf Sörensen AB sowie die Solis AS, die im Juli 2018 im Rahmen von Add-on-Akquisitionen erworben wurden, sind inzwischen in die Scandinavian Cosmetics-Gruppe integriert. Das Management besteht aus einem CEO, einem stellvertretenden CEO und einem CFO, die gemeinsam mit einem Senior Management Team das Unternehmen in den vier Ländern führen.

Marktumfeld

Laut dem schwedischen Brancheninformationsdienst KoHF sowie dem norwegischen Brancheninformationsdienst KLF lag das Marktwachstum in Schweden bei drei Prozent und in Norwegen im ersten Halbjahr 2018 bei 0,5 Prozent. Es wird ein klarer Trend hin zu höherwertigen Luxusmarken beobachtet. Diesem folgt die Scandinavian Cosmetics-Gruppe in der Ausrichtung ihres Produktportfolios.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Die Scandinavian Cosmetics-Gruppe konnte ihre Umsätze im Jahr 2018 unter anderem aufgrund der Übernahme von Solis International Cosmetics und Alf Sörensen steigern. Auch das EBITDA lag über dem Vorjahr.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Die Gesellschaften Solis AS und Alf Sörensen AB wurden im Juli 2018 übernommen und im zweiten Halbjahr 2018 in die Scandinavian Cosmetics-Gruppe integriert. Im Laufe des Jahres 2018 hat die Unternehmensgruppe zudem einige neue Marken in sein Sortiment aufgenommen oder auf den Markt gebracht. In Schweden waren dies Wella, Rimmel, Bourjois, Grown Alchemist und Le Couvant, in Norwegen Nars und Rimmel. Im Juli 2018 lief der Vertrag mit Coty Luxury für Norwegen aus. Das sorgte für einen Verlust beim Nettoumsatz und beim Rohertrag, der durch Kostenmaßnahmen ausgeglichen werden konnte.

Ausblick

Die Finanzplanung für 2019 geht für die Scandinavian Cosmetics-Gruppe von einem Umsatzwachstum aus. Haupttreiber dafür sollen organisches Wachstum, die Aufnahme neuer Marken sowie die Add-On-Erwerbe Solis International Cosmetics und Alf Sörensen sein.

CALUMET WEX

Unternehmen

Calumet Wex ist Europas führender Omnichannel-Anbieter für Fotoenthusiasten und professionelle Fotografen mit 18 Spezialgeschäften in Großbritannien, Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie einem Online-Shop. Die Unternehmensgruppe bietet ein breites Portfolio an Markenprodukten namhafter Hersteller sowie Eigenmarken und Serviceleistungen an. Calumet gehört seit 2016 zu AURELIUS, Wex seit 2017. Ende 2018 hat Calumet Wex zudem die Anteile an Foto-Video Sauter übernommen.

Aufbau und Organisation

Calumet Wex mit Hauptsitz in Hamburg wird von einem zweiköpfigen Managementteam geleitet. Ein Teammitglied ist verantwortlich für das Zentraleuropageschäft von Calumet und ein weiteres für Wex in Großbritannien. Neben einem für die Gruppen-Finanzen zuständigen CFO gibt es jeweils einen CFO für Calumet und Wex. Zum erweiterten Management gehören außerdem mehrere Bereichsleiter für Marketing, den Online-Handel oder die IT. Neben den Ladengeschäften und den Online-Shops betreibt die Gruppe noch zwei Lagerhäuser in Norddeutschland und Großbritannien, um eine schnelle Auslieferung von Produkten an die Einzelhandelsgeschäfte und die Online-Kunden sicherzustellen.

Marktumfeld

Die zunehmende Verbreitung von Smartphones und die immer besseren Smartphone-Kameras haben den Umgang der Kunden mit dem Thema Fotografie radikal verändert. Smartphone-Kameras sind stets zur Hand und der Wunsch, Fotos zu schießen, hat seit Markteinführung von Smartphones stark zugenommen. Dazu beigetragen haben auch der Aufstieg der sozialen Medien und die damit verbundene Möglichkeit, Fotos jederzeit mit anderen zu teilen. Infolgedessen ist der Markt für Billig-Fotografie stark unter Druck geraten. Der Markt für höher- und hochwertige Fotografie dagegen profitiert vom steigenden Interesse an Qualitätsfotos, denn Premium-Produkte bieten gegenüber Smartphones wesentlich mehr Einstellungs- und Nachbearbeitungsmöglichkeiten und eine noch höhere Bildqualität.

Der Markt für Fotoausrüstung ist zerklüftet und die meisten Einzelhändler sind Familienunternehmen mit jeweils nur einem Standort. Viele dieser Ladeninhaber in Kontinentaleuropa und Großbritannien geraten zunehmend unter Druck, da sie mit den Multichannel- und Service-Angeboten von Calumet Wex nicht mithalten können. Calumet Wex ist in zwei Schlüsselbereichen tätig: dem stabilen Markt für High-end-Fotoausrüstung und dem schnell wachsenden Service-Bereich. Calumet Wex ist dabei das einzige Unternehmen in den relevanten Märkten Europas, das sich stark auf den High-end-Bereich für semi-professionelle und professionelle Fotografen konzentriert.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Calumet Wex betreibt Ende 2018 insgesamt 18 Ladengeschäfte: Sechs in Deutschland, neun in Großbritannien und drei in den Benelux-Ländern. Diese Shops sind gut ausgestattet und im Rahmen eines neuen Laden-Konzepts modernisiert worden. In London, Bristol, Manchester und Berlin wurden neue Shops eröffnet. Zudem betreibt die Gruppe zwei Online-Shops. Wex generiert fast die Hälfte seines Umsatzes im Online-Geschäft und hat in Großbritannien inzwischen eine marktführende Stellung erreicht.

Der Umsatz mit High-End-Kameras und -Objektiven wuchs im Jahr 2018 in Kontinentaleuropa um 5,7 Prozent und in Großbritannien um 3,2 Prozent. Zwischen 2014 und 2017 hat Calumet mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzplus von rund 18 Prozent in Deutschland deutlich besser abgeschnitten als der Markt – sowohl im traditionellen Einzelhandel als auch im Online-Geschäft. Der Anteil der Online-Verkäufe wuchs in diesem Zeitraum von 23 Prozent auf 28 Prozent, wobei das größte organische Wachstumspotenzial in Deutschland liegt. Calumet hat einen Marktanteil von 10,4 Prozent am deutschen Markt für High-End-Fotografie.

In Großbritannien hat Wex seine Marktposition als dominierende Online-Plattform im Bereich der High-end-Fotografie weiter ausgebaut. Wex hat in Großbritannien einen Marktanteil von 24,0 Prozent.

In 2018 konnte Calumet Wex seinen Umsatz und das EBITDA gegenüber 2017 steigern. Der Umsatz lag leicht unter der Planung, das EBITDA hingegen deutlich über Plan.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2018 wurden sämtliche Shops in Großbritannien modernisiert und unter neuem Namen wiedereröffnet. Nach dem Umzug von Calumet Wex Ende 2017 in neue Läden in Berlin und London haben sich die Verkaufszahlen an beiden Standorten verbessert.

Verkaufsfördernd wirkt in der Regel, dass Kamerahersteller in jedem Jahr eine Reihe neuer Produkte auf dem Markt bringen.

Der Zusammenschluss von Calumet UK und Wex hat sich durch Synergien positiv auf das EBITDA für 2018 ausgewirkt. So gab es Einsparungen vor allem bei den Personalkosten, im Marketing und bei sonstigen Allgemeinkosten.

Ausblick

Die Calumet Wex investiert kontinuierlich in neue Flagship-Stores. Calumet deckt alle größeren Ballungsräume in Deutschland, den Niederlanden und Belgien ab. Durch seine Präsenz in allen größeren Städten Großbritanniens deckt Wex hier einen großen Teil der potenziellen Käuferschaft ab. Regionen wie der Nordosten von England bieten Möglichkeiten für weiteres Wachstum durch neue Läden. Ein neuer Flagship-Store in Frankfurt/ Main wird ab dem ersten Halbjahr 2019 das kontinentaleuropäische Einzelhandelsgeschäfts-Portfolio von Calumet komplettieren.

Für steigende Umsätze soll die Einführung exklusiver Eigenmarken mit erhöhter Gewinnmarge, der Ausbau des Online-Geschäfts, der Handel mit Second-Hand-Fotoausrüstungen, ein Inhouse-Reparaturservice, ein breites Spektrum an Miet-Fotoausrüstungen für semi-professionelle und professionelle Kunden sowie ein großes Angebot an Foto-Workshops sorgen.

Das im Dezember 2018 übernommene Geschäft von Sauter, Deutschlands größtem Einzelhändler im Bereich Foto und Video mit Sitz in München, wird im laufenden Jahr in das deutsche Calumet-Geschäft integriert und zu Synergieeffekten führen.

Um sein derzeitiges und zukünftiges Wachstum zu unterstützen, ist Calumet mit seinem bisherigen rund 500 Quadratmeter großen Warenlager in ein neues 2.000 Quadratmeter großes Gebäude in Hamburg umgezogen.

Für 2019 rechnet Calumet Wex mit steigenden Verkaufszahlen bei Eigenmarken und insgesamt mit einer Steigerung von Umsatz und EBITDA.

OFFICE DEPOT EUROPE

Unternehmen

Office Depot Europe ist das von AURELIUS Anfang 2017 erworbene Europageschäft des US-Konzerns Office Depot Inc. und ist in 14 europäischen Ländern aktiv. Office Depot Europe ist einer der führenden Anbieter in den Produktbereichen Bürobedarf, Druck- und Dokumentendienste, Computer und Drucker, Firmendienstleistungen wie Facility Management sowie integrierte Bürolösungen. Im Direktvertrieb werden rund 1.000.000 kleine und mittelständische Unternehmen sowie Privatkunden mit der Marke Viking per Online-Auftritt, durch Katalogversand als auch durch Call-Center bedient. Hauptmärkte für Viking sind die DACH-Region sowie Großbritannien. Der Geschäftsbereich Contract beliefert über sein breites Vertriebsnetzwerk mehr als 100.000 Firmenkunden in den Märkten Großbritannien/Irland, Benelux/Frankreich sowie der DACH-Region. Der Retailbereich betreibt unter der Marke Office Depot über 100 ,City Stores‘ sowie in Einkaufszentren gelegene Geschäftslokale und verfügt über rund 600.000 aktive Kunden. Die Präsenz auf den weltweiten Märkten ist durch die Fortsetzung der Kooperation mit dem früheren US-Mutterkonzern Office Depot Inc. sowie in Asien durch das Nachfolgeunternehmen von Office Depot China gewährleistet.

Aufbau und Organisation

Office Depot Europe hat seinen Hauptsitz im niederländischen Venlo. Das Unternehmen wird nach den beiden Geschäftsbereichen Contract und Direct sowie aus zentralen Funktionsbereichen heraus gesteuert. Die Märkte Frankreich, Tschechien/Slowakei, Spanien, Italien und Schweden agieren weitestgehend autark und werden lokal geführt. Die beiden Vertriebsstränge ,Direct‘ und ,Contract‘ bedienen ihre Kundensegmente mit spezifischen, an den individuellen Kundenbedürfnissen ausgerichteten Marketing- und Vertriebsprozessen. Sortiment, Einkauf und Distribution werden in den Hauptregionen hingegen übergreifend gemanagt.

Marktumfeld

In Summe entwickelte sich der Markt für Bürobedarf in Europa in diesem Jahr leicht negativ. Nur einzelne Kategorien wie Büromöbel sowie Verpflegung und Catering verzeichneten ein leichtes Wachstum. Das Onlinegeschäft wächst überproportional, traditionelle Vertriebskanäle wie Ladengeschäfte und Kataloge schrumpfen teilweise erheblich. Aufgrund der hohen Veränderungsdynamik bleibt das Marktumfeld in Summe wettbewerbsintensiv und damit anspruchsvoll.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Aus Sicht von Office Depot Europe war die im Jahr 2017 eingeschlagene Zielrichtung eines Ausbaus des Online-Geschäfts sowie einer Konsolidierung des Industrie- und Großkundengeschäfts auch im abgelaufenen Jahr der richtige Weg. Aktuelle Umsatztrends bestätigen diese strategische Ausrichtung. Die zunehmende Wachstumsrate des Online-Geschäftes im Bereich ,Direct‘ unterstreicht diesen Trend. Gezielte Maßnahmen zur Sortimentsoptimierung, der Erweiterung kundenspezifischer Preismodelle sowie einer umfassenden Verbesserung der Kundenschnittstellen flankieren dieses Ziel. Im Bereich der Industrie- und Großkunden wurde die im Vorjahr begonnene Priorisierung von Ertrag vor Umsatz auch im abgelaufenen Jahr beibehalten.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Um das Geschäft zu stabilisieren, hat das Management von Office Depot Europe im vergangenen Jahr zahlreiche Maßnahmen ergriffen: Die Einführung einer neuen Marketingstrategie für den Direktvertrieb (,Price King‘-Programm), ein umfassendes Programm zur Verbesserung der Kunden- und Nutzer-Erfahrung, ein weiterer Ausbau des E-Commerce-Bereichs sowie der Aufbau spezialisierter Vertriebsteams mit klarem Fokus auf das jeweilige Kundensegment. Darüber hinaus gab es eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und Effizienz unter anderem im Bereich der Distribution, der IT sowie im Call-Center-Bereich. Im Rahmen der umfassenden Restrukturierung wurden einige Standorte erfolgreich reorganisiert, arrondiert bzw. geschlossen.

Ausblick

2019 ist das Jahr der Konsolidierung bei Office Depot Europe. Ziel ist es, den positiven Trend aus dem vierten Quartal 2018 im Jahr 2019 fortzusetzen und zu einer stabilen bzw. leicht wachsenden Umsatzentwicklung zu führen. In Anbetracht einer zu erwartenden Abkühlung des Wirtschaftswachstums in den zentraleuropäischen Ländern, in welchen Office Depot Europe aktiv ist, sowie negativer, regionaler Konsequenzen aus einem potenziellen Brexit ist dies ein ambitioniertes Ziel. Office Depot Europe wird die eingeleiteten Maßnahmen und Investitionsprojekte weiter konsequent umsetzen, um die Erreichung der gesteckten Unternehmensziele 2019 sicherzustellen.

SILVAN

Unternehmen

Silvan ist eine führende dänische ,Do-lt-Yourself‘ (DlY)-Einzelhandelskette mit der höchsten Markenbekanntheit in diesem Sektor. Silvan betreibt 43 DIY-Warenhäuser und einen Online-Shop in Dänemark und bedient darüber vor allem Privatkunden. Die Silvan-Standorte liegen für Kunden günstig in der Nähe von größeren Städten und bieten sowohl klassische DIY-Produkte wie Baumaterialien und Gartenartikel als auch Produkte aus den Bereichen Home Improvement und Smart Home an. Zu den Kundenservices gehören neben den klassischen Einzelhandel-Services wie Click & Collect flächendeckende Drive-in-Möglichkeiten, individuelle Services im Bereich Holzzuschnitt und Farbenmischung sowie Geräte- und Anhängerverleih. Silvan wurde im September 2017 von AURELIUS übernommen.

Aufbau und Organisation

Der Unternehmenssitz von Silvan ist im Laufe des Jahres 2018 in das dänische Brabrand, einem Stadtteil von Aar-hus, umgezogen. Das Management besteht aus einem CEO und den Bereichsleitern Personal und Kommunikation und Geschäftsentwicklung. Weitere untergeordnete Bereiche sind Einzelhandel, Marketing, Finanzen und IT sowie Logistik.

Marktumfeld

Die Wettbewerbssituation im Jahr 2018 war gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Hauptkonkurrenten im B2B-Geschäft sind weiter Bauhaus, Jem & Fix und Harald Nyborg, die weiter expandieren und neue Filialen in Dänemark eröffnen. Der Markt ist weiterhin in Bewegung: Ein großer B2B-Einzelhändler ist von einer US-amerikanischen Beteiligungsgesellschaft übernommen worden, ein anderer Mitbewerber steht zum Verkauf.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Im ersten Halbjahr 2018 wurde die Herauslösung von Silvan aus der Stark-Gruppe abgeschlossen. Unter enger Einbindung von AURELIUS wurden Optimierungsprojekte gestartet, um die identifizierten Potentiale zu nutzen. Es wurden grundlegende, einheitliche Standards für alle Baumärkte definiert und umgesetzt sowie eine mittelfristige Strategie entwickelt. Diese sieht auch die teilweise Neuausrichtung des Sortiments sowie eine Stärkung des Bereichs E-Commerce vor. Wesentliche Managementfunktionen wurden neu besetzt. Der Aufbau einer eigenen IT-Landschaft sowie die eigenständige Organisation der IT- und Finanzabteilung konnten früher als geplant abgeschlossen werden.

Im vergangenen Jahr stiegen die Online-Umsätze von Silvan im Webshop und über Click & Collect. Die Umsätze von Silvan blieben dennoch vor allem im zweiten Halbjahr 2018 unter den Erwartungen und lagen für das Gesamtjahr leicht unter Plan. Marktexperten gehen jedoch davon aus, dass Silvan besser abgeschnitten hat als die zwei wichtigsten Wettbewerber. Das EBITDA lag im Jahr 2018 über Vorjahr und Plan.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Der angestrebte Turnaround verläuft planmäßig: Die organisatorische Umstrukturierung der Zentrale und der Kernprozesse ist abgeschlossen. In den Filialen wurde eine neue Betriebsstruktur eingeführt. Die Auslagerung der Unternehmens-IT ist zwei Monate früher als geplant abgeschlossen worden. Die Unternehmenszentrale ist an einen neuen Standort umgezogen. Die Vereinfachung der Logistik und eine Verlagerung zu neuen Anbietern hat die Logistik deutlich verbessert.

Das DIY-Geschäft ist sehr saisonal und der Unternehmenserfolg bislang stark von der saisonalen Entwicklung abhängig. Die Hauptsaison dauert in der Regel von Mitte März bis Ende August. Im vergangenen Jahr begann die Saison spät, was sich negativ auf die Umsätze im ersten Quartal ausgewirkt hat. Von Mitte April bis Juni zog das Geschäft an. Aufgrund der Dürre und der hohen Waldbrandgefahr sanken die Umsätze mit Saisonartikeln wie Garten-Stromaggregaten, Kohlegrills und Bewässerungssystemen im Juli und im August deutlich. Um die Abhängigkeit einer Saisonalität zu verringern und die Umsätze außerhalb der Saison zu erhöhen entwickelt Silvan neue Produktkategorien. Die ersten beiden sind Home Décor und Smart Home. Home Décor wurde im zweiten Halbjahr 2018 eingeführt und Smart Home ist seit dem vierten Quartal im Webshop von Silvan erhältlich. In den Filialen wird Smart Home im Laufe des ersten Quartals 2019 eingeführt werden.

Im vergangenen Jahr hat Silvan ein neues Filialkonzept entwickelt und getestet, das noch vor Saisonbeginn in weiteren Silvan-Filialen ausgerollt werden soll.

Ausblick

Der Wettbewerb auf dem dänischen DIY-Markt wird im laufenden Jahr voraussichtlich weiter zunehmen – sowohl durch bestehende Konkurrenten als auch durch Kategorie-Spezialisten und neue, aggressiv auftretende reine Online-Anbieter. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf einer profitablen und nachhaltigen Erhöhung der Umsätze. Erreicht werden soll dies durch ein größeres Warenangebot und einen schnelleren Angebotswechsel in den Filialen, Entwicklung neuer Produktkategorien, Umgestaltung bestehender und Eröffnung neuer Filialen sowie die weitere Stärkung des Bereichs E-Commerce.

BERTRAM BOOKS

Unternehmen

Bertram Books ist ein weltweit tätiger Multikanal-Buchhändler mit einer starken, wettbewerbsfähigen Marktposition in Großbritannien und Europa. Das Unternehmen wurde Anfang 2018 unter seinem damaligen Namen Connect Books von AURELIUS übernommen und in Bertram Books umbenannt.

Zu Bertram Books gehören sechs eigenständige Marken:

Bertram Books ist ein in Großbritannien führender B2B-Buchgroßhändler.

Bertram bietet maßgeschneiderten Service-von der kompletten Lagerverwaltung bis zur Abwicklung des Online-Handels.

Wordery ist der in Großbritannien am schnellsten wachsende B2C-Online-Buchshop mit Zugang zu mehr als 13 Millionen Buchtiteln.

Dawson Books ist ein führender Lieferant von Lehrbüchern und eBooks sowie Service- und Informationssystemen für Universitäten und andere Bildungseinrichtungen in Großbritannien und international.

Erasmus und Houtschild sind international tätige Speziallieferanten und Kuratoren von hochwertigen Büchern und Journalen für akademische und betriebliche Bibliotheken und verfügen über langjährige Erfahrung in der Beschaffung schwer erhältlicher Titel.

Bertram Library Services ist einer der wichtigsten Lieferanten von Büchern für Leihbüchereien insbesondere in Großbritannien und Irland.

Aufbau und Organisation

Bertram Books hat seinen Sitz in Norwich (Großbritannien), wo sich auch ein hochmodernes Warenlager, in dem Buchlieferungen zusammengestellt und ausgeliefert werden, befindet. Das Lager bietet darüber hinaus Kapazitäten für weitere Produkte. Über alle Handelsbereiche hinweg sind zu jeder Zeit etwa zehn Millionen verschiedene Buchtitel verfügbar. Bertram Books wird von einem neu eingesetzten Management Team geleitet, dem auch die Verantwortlichen für die einzelnen Geschäftsbereiche angehören.

Marktumfeld

Der Markt für gedruckte Bücher wächst über alle Vertriebskanäle und Länder. Laut dem Marktforschungsdienst Nielsen BookScan hat sich das Geschäft mit gedruckten Büchern in Großbritannien auch in 2018 mit einer Steigerung von 2,1 Prozent positiv entwickelt. Wettbewerb besteht zum einen im traditionellen Buchgroßhandel und zum anderen durch neu entstehende Online-Marktplätze.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Nach der Übernahme durch AURELIUS ist Bertram Books auf einem guten Weg und kann Umsatz- und Ergebnissteigerungen erzielen. Der Carve-out aus der früheren Muttergesellschaft Connect Group wurde planmäßig abgeschlossen. Das laufende Neuausrichtungsprogramm fokussiert sich auf eine Verbesserung des Kundenservices und eine klare Zielsetzung für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Hierzu gehören die Automatisierung und Optimierung des Lagers und der Logistik. Es wurde ein strategischer Dreijahresplan entwickelt, der eine Optimierung der IT-Infrastruktur sowie Wachstum bei der Bestands- und Neukundenbasis vorsieht.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Seit der Übernahme des Unternehmens durch AURELIUS im Februar 2018 und der Einsetzung eines neuen Managements hat sich die Wirtschaftlichkeit von Bertram Books erhöht. Ausschlaggebend dafür waren ein verbesserter Kundenservice, operative Verbesserungen vor allem im Bereich der Lagerhaltung sowie Kosteneinsparungen.

Ausblick

Bertram Books erwartet für 2019 ein leichtes Umsatzwachstum. Diese Erwartung stützt sich auf geplante höhere Umsätze im Online-Geschäft. Zudem sollen weitere Kosteneinsparungsmaßnahmen umgesetzt werden.

IDEAL SHOPPING DIRECT

Unternehmen

Ideal Shopping Direct ist ein in Großbritannien führender Multikanal-Home-Shopping-Anbieter und gehört seit Juli 2018 zum AURELIUS Konzern. Das Unternehmen erwirbt, konzipiert und verkauft Lifestyle-Produkte sowie Heimwerker- und Bastelbedarf an mehr als 600.000 Kunden über verschiedene interaktive Vertriebskanäle wie TV-Shopping, Social Media, Websites sowie Live-Events. Ideal Shopping Direct verfügt mit, Ideal World‘ und ,Create & Craft‘ über zwei Flagship-Formate, die Fernsehinhalte in Großbritannien und den USA verbreiten.

Aufbau und Organisation

Ideal Shopping Direct hat seinen Hauptsitz in Peterborough (Großbritannien). Dort findet auch die Konzeption, Produktion und Ausstrahlung der Sendungen sowie der Versand der Produkte an die Endkunden statt. Zur Ideal Shopping Direct gehören mehrere Tochterfirmen. Die Firma wird von einem CEO geleitet. Dieser wird von einem Operating Board unterstützt welches die Bereiche Einkauf und Merchandising, Marketing, Produktion und Ausstrahlung sowie die verschiedenen Back-Office-Funktionen überwacht.

Marktumfeld

Home-Shopping hat in Großbritannien eine lange Tradition und auch der Online-Handel ist sehr weit verbreitet: Fast 80 Prozent der Briten haben im letzten Quartal 2016 online eingekauft. Drei Viertel der Briten besitzen ein Smartphone. Die Marktbedingungen für Internet und mobile Dienste sind in Großbritannien sehr gut. Der Fernsehkonsum der Briten ist mit einer durchschnittlichen täglichen Sehdauer von 203 Minuten (Stand: 2017) weiterhin hoch. Allerdings hat die durchschnittliche Sehdauer in den vergangenen Jahren abgenommen.

Der britische Home-Shopping-Markt ist nach wie vor der am härtesten umkämpfte in Europa. Derzeit sind 30 Shopping-Kanäle registriert. In den vergangenen fünf Jahren blieb diese Zahl relativ konstant, auf Anbieterseite gab es jedoch deutliche Veränderungen. Nach QVC ist Ideal Shopping Direct heute der zweitgrößte Anbieter. Im Home-Shopping-Bereich für Bastelbedarf ist Ideal Shopping Directs ,Create & Craft‘ klarer Marktführer.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Nach Übernahme durch AURELIUS wurden auf Umsatz- und Kostenseite erste Optimierungsmaßnahmen eingeleitet, welche zu ersten positiven Ergebnissen führen.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Ein wesentlicher Einfluss auf das Geschäft von Ideal Shopping Direct ist das herausfordernde gesamtwirtschaftliche Umfeld in Großbritannien. So hatte vor allem die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem EU-Austritt Großbritanniens einen deutlich negativen Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung. Die britische Wirtschaft wuchs nach Angaben des Internationalen Währungsfonds im Jahr 2018 nur noch um 1,4 Prozent nach 1,8 Prozent in 2017.

Um das Geschäft zu stabilisieren, gab es im vergangenen Jahr verschiedene Maßnahmen. Dazu zählen die Einführung neuer Produkte, die Entwicklung einer Eigenmarke im Bereich E-Bikes sowie Marketingmaßnahmen wie die Einführung in Form eines E-Magazins.

Nach dem Erwerb von Ideal Shopping Direct durch die AURELIUS Gruppe im Juli 2018 wurden alle Geschäftsbereiche analysiert. Das führte im Ergebnis zur Vereinfachung von Prozessen, zu Kosteneinsparungen unter anderem beim Personal sowie zum Abbau von Lagerbeständen und -Kapazitäten.

Ausblick

Eine der größten Herausforderungen vor allem für etablierte Home-Shopping-Anbieter wird die weiter zunehmende Digitalisierung sowie die konsequente Ausrichtung am Kundenwunsch sein.

Die Zahl der Lieferanten und dadurch die Anzahl direkt versendeter Artikel im Bereich Craft soll erhöht werden. Seit dem Einstieg des neuen CEO und COO im Dezember 2018 konnten erste neue Lieferanten gewonnen werden.

Die IT-Systeme des Unternehmens und die Sendetechnik werden überprüft und gegebenenfalls modernisiert, um für neue wichtige Marken attraktiver zu werden und so das geplante Wachstum von Ideal World und Create & Craft zu unterstützen. Größere Serviceverträge werden im Hinblick auf Kosteneinsparungen überprüft. Der Umsatz von Ideal Shopping Direct soll in 2019 mindestens auf Vorjahresniveau liegen.

HELLANOR

Unternehmen

Hellanor ist der zweitgrößte Großhändler für Automobil-Ersatzteile in Norwegen. Hellanor bietet ein komplettes Ersatzteil-, Werkstattausrüstungs- und Serviceportfolio für eine umfassende Kundenbasis an, die sich unter anderem aus unabhängigen Werkstätten, Automobilhändlern und lokalen Großhändlern zusammensetzt. Darüber hinaus bietet Hellanor Werkstatt-Konzepte unter der hauseigenen Marke Automester sowie Konzepte für Drittkunden wie bspw. Bosch Car Service an. Das Unternehmen gehört seit Dezember 2018 zum AURELIUS Konzern.

Aufbau und Organisation

Das Unternehmen mit Sitz in Hagan bei Oslo (Norwegen) verfügt über ein Zentrallager am Firmensitz und über 20 landesweit verteilte Niederlassungen. Das Management besteht aus einem CEO, einem CFO, einem Vertriebsdirektor, einer Geschäftsführerin des angeschlossenen Franchise Konzepts, dem Marketing Direktor und dem Direktor für Operatives.

Marktumfeld

Die Anzahl der Pkw-Zulassungen ist in Norwegen im Jahr 2017 um 2,6 Prozent gestiegen. Für 2018 wird mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Norwegen von 2,1 Prozent gerechnet.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Die Marktentwicklung im Bereich Automobil-Ersatzteile ist von den Witterungsbedingungen abhängig und blieb durch einen warmen Herbst und einen späteren Wintereinbruch in 2018 hinter den Erwartungen zurück. Demgegenüber steht eine positive Entwicklung im Bereich der Werkstattausrüstung, wo Hellanor neue Kunden gewinnen konnte. Hellanor konnte im letzten Jahr auch die Anzahl der Werkstätten unter dem eigenen Werkstattkonzept steigern und dadurch die Kundenbasis weiter ausbauen.

Wesentliche Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung

Das Zielkundensegment der unabhängigen Werkstätten wird auch im nächsten Jahr stark durch die Digitalisierung und einer weiter zunehmenden Professionalisierung beeinflusst werden.

Ausblick

Im Jahr 2019 liegt der Fokus vor allem auf der Herauslösung der Gesellschaft aus dem Hella Konzern sowie der Implementierung von Optimierungsmaßnahmen. Dazu zählt auch eine Bereinigung des Sortiments, die Nachadjustierung von unterdurchschnittlich profitablen Kundenverträgen sowie eine mögliche Konsolidierung der Branche. Als Resultat wird für 2019 mit einem stabilen Umsatz bei deutlich gesteigerter Profitabilität gerechnet.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

in Mio. EUR 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017 Veränderung
Konzern Umsatz 1,2 3.389,0 2.998,3 13%
Konzernumsatz (annualisiert) 2 3.819,1 3.257,5 17%
EBITDA 1,2 100,9 272,6 -63%
EBIT 1,2 25,4 202,0 -87%
Konzernergebnis der Gesellschafter des Mutterunternehmens -50,7 483,8 >-100%
Ergebnis je Aktie (Unverwässert), in EUR 1,2 -0,70 6,51 >-100%
Ergebnis je Aktie (verwässert), in EUR 1,2 -0,55 5,98 >-100%

1 Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres wurde entsprechend den Bestimmungen des lFRS 5 zu Vergleichszwecken angepasst.
2 Aus fortgeführten Geschäftsbereichen.

Der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen der AURELIUS stieg im Geschäftsjahr 2018 um 13 Prozent auf 3.389,0 Millionen Euro (2017: 2.998,3 Mio. EUR). Dieser Anstieg des Konzernumsatzes ist vor allem akquisitionsbedingt auf die bereits im Geschäftsjahr 2017 erworbenen Konzernunternehmen, die im Geschäftsjahr 2018 erstmals für volle zwölf Monate konsolidiert wurden, sowie auf die im Geschäftsjahr 2018 neu erworbenen Tochterunternehmen zurückzuführen.

Annualisiert- also auf volle zwölf Monate hochgerechnet- betrug der Konzernumsatz der AURELIUS aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2018 3.819,1 Millionen Euro und war damit 17 Prozent höher gegenüber dem annualisierten Umsatz des Geschäftsjahres 2017 von 3.257,5 Millionen Euro.

Die sonstigen Erträge sanken um 65 Prozent auf 161,8 Millionen Euro (2017:462,5 Mio. EUR). Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Erträge aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase) im Geschäftsjahr 2018 mit 84,4 Millionen Euro deutlich geringer als im Vorjahr ausfielen (2017: 420,7 Mio. EUR). Zudem enthalten die sonstigen Erträge unter anderem folgende Positionen: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 20,9 Millionen Euro (2017: 7,0 Mio. EUR), Erträge aus Schadensersatzansprüchen in Höhe von 9,8 Millionen Euro (2017:0,3 Mio. EUR), Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 7,2 Millionen Euro (2017:9,4 Mio. EUR) sowie übrige Erträge in Höhe von 18,3 Millionen Euro (2017:13,2 Mio. EUR). Die Veränderungen in den einzelnen Ertragspositionen resultieren in der Regel ebenfalls aus Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Der Materialaufwand stieg im Geschäftsjahr 2018 um 15 Prozent auf 2.109,5 Millionen Euro (2017:1.841,6 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote lag entsprechend bei 62 Prozent (2017:61%). Der Personalaufwand lag bei 661,8 Millionen Euro (2017:720,4 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote reduzierte sich auf 20 Prozent (2017: 24%).

Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich um acht Prozent auf 676,6 Millionen Euro (2017: 625,9 Mio. EUR). In ihnen sind vor allem folgende Positionen enthalten: Aufwendungen für Gebäude und Maschinen (vor allem Mietaufwendungen und Instandhaltungs- bzw. Wartungskosten) in Höhe von 164,8 Millionen Euro (2017:125,1 Mio. EUR), Frachten- und Transportkosten in Höhe von 147,7 Millionen Euro (2017:124,5 Mio. EUR), Marketingaufwendungen und Provisionen in Höhe von 97,8 Millionen Euro (2017: 99,7 Mio. EUR), Verwaltungskosten in Höhe von 74,9 Millionen Euro (2017: 69,9 Mio. EUR) sowie Beratungskosten in Höhe von 69,7 Millionen Euro (2017: 66,7 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen (EBITDA) lag bei 100,9 Millionen Euro und damit unter dem Wert von 272,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017. Dem Rückgang aus deutlich geringeren Erträgen aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase) steht die verbesserte operative Performance der Konzernunternehmen gegenüber.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um sieben Prozent auf 75,5 Millionen Euro (2017: 70,6 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) des Geschäftsjahres 2018 lag mit 25,4 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (2017: 202,0 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis lag bei minus 16,7 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2017: -16,3 Mio. EUR). Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen betrug minus 30,4 Millionen Euro nach 289,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die erfolgreichen Exits im Jahr 2017, insbesondere der Getronics, Secop und Studienkreis zurückzuführen. Das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2018 lag bei minus 42,3 Millionen Euro (2017:484,5 Mio. EUR).

Bezogen auf die einzelnen Segmente Services & Solutions, Industrial Production und Retail & Consumer Products sowie die aufgegebenen Geschäftsbereiche stellt sich die Verteilung von Umsatz, EBITDA und EBIT wie folgt dar:

in TEUR 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017
Umsatzerlöse mit Dritten davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen Umsatzerlöse mit Dritten davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen davon aus fort geführten Geschäftsbereichen
Services & Solutions 446.946 280.215 166.731 782.667 626.297 156.370
Industrial Production 775.873 112.549 663.324 910.889 352.550 558.339
Retail & Consumer Products 2.553.125 – / – 2.553.125 2.348.435 70.067 2.278.368
Andere 5.821 – / – 5.821 5.268 – / – 5.268
AURELIUS Konzern 3.781.765 392.764 3.389.001 4.047.259 1.048.914 2.998.345
in TEUR EBITDA EBIT
1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017 Veränderung 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017 Veränderung
Services & Solutions 11.747 18.530 -37% 3.837 11.330 -66%
Industrial Production 118.201 26.307 >100% 88.591 -46 >100%
Retail & Consumer Products 14.019 406.727 -97% -23.452 371.156 >-100%
Andere -43.071 -179.004 76% -43.542 -180.440 76%
AURELIUS Konzern 100.896 272.560 -63% 25.434 202.000 -87%

Im Segment Services & Solutions stieg der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Geschäftsjahr 2018 um sieben Prozent auf 166,7 Millionen Euro (2017:156,4 Mio. EUR). Das Segmentergebnis (EBIT) lag bei 3,8 Millionen Euro (2017:11,3 Mio. EUR). Im Dezember 2018 wurden wesentliche Teile von Allied Healthcare an die Health Care Resourcing Group, Prescot (Großbritannien) veräußert.

Im Segment Industrial Production erhöhten sich die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 19 Prozent auf 663,3 Millionen Euro (2017: 558,3 Mio. EUR). Das Segmentergebnis (EBIT) lag bei 88,6 Millionen Euro (2017:0 Mio. EUR).

Im Januar 2018 wurde die dänische AH Industries verkauft. Im November 2018 wurde VAG, einer der führenden Anbieter von Armaturen für die Wasseraufbereitung und -Verteilung, die Abwasserwirtschaft, Staudämme, Kraftwerke und die Energiewirtschaft erworben.

Die Segmentumsätze aus fortgeführten Geschäftsbereichen stiegen im Segment Retail & Consumer Products im Geschäftsjahr 2018 um zwölf Prozent auf 2.553,1 Millionen Euro (2017: 2.278,4 Mio. EUR) an. Das Segmentergebnis (EBIT) betrug minus 23,5 Millionen Euro (2017:371,2 Mio. EUR). Das EBIT des Vorjahres war dabei vor allem durch die im Zusammenhang mit der Übernahme von Office Depot Europe erzielten Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung positiv beeinflusst. Im Februar 2018 hat AURELIUS den weltweit tätigen Multikanal-Buchhändler Bertram Books (vormals: Connect Books) in Großbritannien gekauft. Ende Juli 2018 hat AURELIUS die Übernahme von Ideal Shopping Direct, einem in Großbritannien führenden Multikanal Home Shopping Anbieter bekannt gegeben. Im Dezember 2018 hat AURELIUS den Erwerb des Großhändlers für automobile Ersatzteile Hellanor mit Sitz in Hagan bei Oslo (Norwegen) abgeschlossen.

Für weitere Informationen zu den Segmenten wird auf die Segmentberichterstattung in Tz. 22 des Konzernanhangs verwiesen.

Finanzlage

in Mio. EUR 1.1. – 31.12.2018 1.1.-31.12.2017 * Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -49,8 -132,2 62%
Cashflow aus Investitionstätigkeit -148,4 432,0 >-100%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -161,3 -128,1 -26%
Free Cashflow -198,2 299,8 >-100%
Liquide Mittel zum Stichtag 31.12. 290,8 606,3 -52%

* Die Konzern-Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurde entsprechend den Bestimmungen des IFRS 5zu Vergleichszwecken angepasst.

Im Geschäftsjahr 2018 hat AURELIUS einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von minus 49,8 Millionen Euro (2017: -132,2 Mio. EUR) erzielt. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der weiter verbesserten operativen Performance der Konzernunternehmen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei minus 148,4 Millionen Euro nach 432,0 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017. Der Rückgang ist darin begründet, dass hierin im Geschäftsjahr 2017 mehrere große Unternehmensverkäufe enthalten waren und in 2018 stark in das AURELIUS Portfolio in Form von Akquisitionen neuer Beteiligungen investiert wurde. Im Geschäftsjahr 2018 fanden keine Verkäufe in dieser Größenordnung statt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält Auszahlungen (2017: Einzahlungen) für den Erwerb von Anteilen an Unternehmen von 98,8 Millionen Euro (2017:125,2 Mio. EUR), Auszahlungen (2017: Einzahlungen) aus dem Verkauf von Tochterunternehmen in Höhe von 9,5 Millionen Euro (2017: 360,3 Mio. EUR), Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen von 22,3 Millionen Euro (2017:18,5 Mio. EUR) und Auszahlungen für Investitionen des Anlagevermögens von 62,4 Millionen Euro (2017: 72,0 Mio. EUR).

Die Investitionen der einzelnen Segmente sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Investitionen

in TEUR 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017 Veränderung
Services & Solutions 8.762 6.910 27%
Industrial Production 35.507 30.004 18%
Retail & Consumer Products 24.088 9.989 >100%
Andere 252 147 71%
AURELIUS Konzern 68.609 47.050 46%

Der Free Cashflow lag mit minus 198,2 Millionen Euro deutlich unter dem Wert des Geschäftsjahres 2017 von 299,8 Millionen Euro. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug minus 161,3 Millionen Euro (2017: -128,1 Mio. EUR). Darin enthalten ist die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA in Höhe von 141,0 Millionen Euro (2017:120,0 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2018 wurden eigene Anteile veräußert und zurückgekauft. Es ergab sich ein positiver Saldo von 11,2 Millionen Euro (2017: -160,1 Mio. EUR).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2018 290,8 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 606,3 Mio. EUR). Hiervon sind zum 31. Dezember 2018 18,7 Millionen Euro verfügungsbeschränkt (31. Dezember 2017:16,6 Mio. EUR). Weiterhin gab es Zahlungsmittel, die gemäß den Bestimmungen des IFRS 5 in den zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen sind, in Höhe von 12,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017:46,3 Mio. EUR). Dadurch ergibt sich zum Ende der Berichtsperiode ein Finanzmittelfonds aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsaktivitäten in Höhe von 284,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 636,1 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2018 war die Finanzierung von AURELIUS zu keiner Zeit gefährdet und das Unternehmen jederzeit in der Lage, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zukünftige finanzielle Engpässe sind nicht zu erkennen.

Vermögenslage

in Mio. EUR 31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
Bilanzsumme 2.148,5 2.202,1 -2%
Eigenkapital 536,2 628,6 -15%
Eigenkapitalquote 25,0% 28,5% -12%
Verbindlichkeiten 1.612,3 1.573,5 2%
davon Finanzverbindlichkeiten 480,6 520,5 -8%

Zum 31. Dezember 2018 lag die Bilanzsumme des AURELIUS Konzerns mit 2.148,5 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2017:2.202,1 Mio. EUR). Die Veränderungen innerhalb der Vermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus den Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 17 Prozent auf 622,4 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 532,5 Mio. EUR). Sie betrugen damit 29 Prozent (31. Dezember 2017: 24 %) der Bilanzsumme. Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte stiegen die immateriellen Vermögenswerte um 17 Prozent auf 224,3 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 191,1 Mio. EUR). Die Sachanlagen erhöhten sich um 21 Prozent auf 356,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 294,6 Mio. EUR). Die finanziellen Vermögenswerte lagen bei 10,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 8,5 Mio. EUR). Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2018 beruht insbesondere auf den Neuakquisitionen von VAG, Bertram Books und Ideal Direct Shopping.

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen um neun Prozent auf 1.526,1 zurück (31. Dezember 2017:1.669,6 Mio. EUR) und machen 71 Prozent der Bilanzsumme aus (31. Dezember 2017:76%).

Das darin enthaltene Vorratsvermögen stieg um 26 Prozent auf 462,4 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 367,4 Mio. EUR). Die fertigen Erzeugnisse und Waren bestehen vornehmlich bei der Office Depot Europe mit 111,9 Mio. EUR (31. Dezember 2017:121,5 Mio. EUR), Silvan mit 66,1 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 52,1 Mio. EUR) sowie der Conaxess Trade- und Scandinavian Cosmetics-Gruppe mit 43,9 Mio. EUR (31. Dezember 2017:44,7 Mio. EUR) und der SOLIDUS mit 23,5 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 20,6 Mio. EUR). Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen resultiert zum großen Teil aus Beständen der SOLIDUS mit 18,3 Mio. EUR (31. Dezember 2017:13,7 Mio. EUR), VAG mit 16,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 0 Mio. EUR) sowie der HanseYachts mit 11,5 Mio. EUR (31. Dezember 2017:10,4 Mio. EUR). Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen entfallen im Wesentlichen mit 17,6 Mio. EUR auf die HanseYachts (31. Dezember 2017: 20,0 Mio. EUR) sowie mit 11,7 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 0 Mio. EUR) auf die VAG.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 468,3 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 378,1 Mio. EUR), ein Plus von 24 Prozent. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen im Wesentlichen auf Office Depot Europe mit 189,3 Mio. EUR (31. Dezember 2017:167,8 Mio. EUR), mit 59,5 Mio. EUR auf die Conaxess Trade- und Scandinavian Cosmetics-Gruppe (31. Dezember 2017: 63,2 Mio. EUR), mit 54,1 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 32,1 Mio. EUR) auf SOLIDUS sowie mit 40,8 Mio. EUR (31. Dezember 2017:0 Mio. EUR) auf die VAG.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um sieben Prozent auf 126,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017:118,4 Mio. EUR). Diese beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren von 33,3 Mio. EUR (31. Dezember 2017:41,7 Mio. EUR), finanzielle Forderungen gegenüber Dritten mit 61,9 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 47,7 Mio. EUR) sowie Kautionen in Höhe von 9,9 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 5,9 Mio. EUR).

Die sonstigen Vermögenswerte stiegen leicht um vier Prozent auf 68,7 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 66,0 Mio. EUR). Diese beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Anzahlungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 23,0 Mio. EUR) sowie Umsatzsteuerforderungen von 36,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017:17,5 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel lagen bei 290,8 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 606,3 Mio. EUR). Der Bestand entfällt im Wesentlichen auf die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA mit 43,6 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 298,4 Mio. EUR), Office Depot Europe mit 80,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017:168,3 Mio. EUR) sowie die Conaxess Trade- und Scandinavian Cosmetics-Gruppe mit 38,6 Mio. EUR (31. Dezember 2017:40,3 Mio. EUR).

Das Konzerneigenkapital reduzierte sich um 15 Prozent auf 536,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 628,6 Mio. EUR). Die Konzerneigenkapitalquote lag zum Stichtag 31. Dezember 2018 bei 25 Prozent (31. Dezember 2017: 29%).

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 18. Mai 2018 die Genehmigung erteilt, eigene Aktien der Gesellschaft zurück zu kaufen. Dazu sollen in der Zeit vom 24. August 2018 bis 31. August 2019 insgesamt bis zu 400.000 eigene Aktien der Gesellschaft zurückgekauft werden. Als größtmöglichen Gesamtkaufpreis für den Erwerb der Aktien der Gesellschaft (ohne Erwerbsnebenkosten) hat der Vorstand den Betrag von 20 Millionen Euro Zugewiesen. Vom Start des Rückkaufprogramms am 24. August 2018 bis zum 30. November 2018 wurden 105.000 eigene Aktien im Wert von 4,4 Millionen Euro zurückgekauft.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sanken leicht um drei Prozent auf 449,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 463,2 Mio. EUR). Darin enthalten sind Pensionsverpflichtungen, die um zwölf Prozent auf 24,9 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 28,3 Mio. EUR) zurückgingen.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten lagen zum 31. Dezember 2018 mit 271,5 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2017: 270,9 Mio. EUR). Sie enthalten die Verbindlichkeiten der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA gegenüber den Gläubigern der im Dezember 2015 ausgegebenen Wandelschuldverschreibung in Höhe von 98,6 Millionen Euro (31. Dezember 2017:155,2 Mio. EUR). Zudem sind in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 59,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 22,1 Mio. EUR) enthalten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um fünf Prozent auf 1.163,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 1.110,3 Mio. EUR).

Sie enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 531,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017:424,9 Mio. EUR). Der Ausweis entfällt insbesondere auf Office Depot Europe mit 178,8 Mio. EUR (31. Dezember 2017:178,1 Mio. EUR), Bertram Books mit 63,5 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 0 Mio. EUR), die Conaxess Trade- und Scandinavian Cosmetics-Gruppe mit 52,3 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 56,6 Mio. EUR), Silvan mit 50,4 Mio. EUR (31. Dezember 2017:40,8 Mio. EUR) und SOLIDUS mit 45,1 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 35,5 Mio. EUR).

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 209,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 249,6 Mio. EUR) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 262,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 298,9 Mio.). Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen bei Silvan mit 22,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 9,4 Mio. EUR) sowie Bertram Books mit 17,4 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 0 Mio. EUR) und der HanseYachts in Höhe von 7,8 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 6,1 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Factoring bestehen überwiegend bei Office Depot Europe mit 84,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017:109,9 Mio. EUR) und der Conaxess Trade- und Scandinavian Cosmetics-Gruppe in Höhe von 26,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 27,1 Mio. EUR). Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten betreffen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Dritten bei der Conaxess Trade- und Scandinavian Cosmetics-Gruppe in Höhe von 6,7 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 23,6 Mio. EUR).

Segmentvermögen und -schulden sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Vermögen Schulden
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017 Veränderung 31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
Services & Solutions 120.138 164.125 -27% 42.719 92.452 -54%
Industrial Production 577.431 419.906 38% 243.543 192.442 27%
Retail & Consumer Products 1.245.603 1.147.765 9% 704.611 581.265 21%
Andere 99.542 338.282 -71% 37.698 88.620 -57%

Gesamtaussage des Vorstands zu Geschäftsverlauf und -lage

Das Geschäftsjahr 2018 war für die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ein Jahr der Investitionen in das Konzernportfolio. Insgesamt wurden zwölf Unternehmensgruppen erworben. Zwei Unternehmensgruppen wurden verkauft. Ein weiterer Fokus lag auf der Weiterentwicklung der bestehenden Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2018 konnten bei einigen Konzerntöchtern die Grundlagen gelegt werden, um mit diesen im laufenden Geschäftsjahr 2019 in einen erfolgreichen Verkaufsprozess gehen zu können.

Der Konzernumsatz legte vor allem akquisitionsbedingt um 13 Prozent auf 3.389,0 Millionen Euro zu (2017: 2.998,3 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen (EBITDA) lag bei 100,9 Millionen Euro und damit unter dem Wert von 272,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) des Geschäftsjahres 2018 lag mit 25,4 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (2017: 202,0 Mio. EUR).

Der Rückgang beruht vor allem auf den deutlich geringeren Erträgen aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (bargain purchase).

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

im Geschäftsjahr 2018 wurden bei der AURELIUS durchschnittlich 13.895 Mitarbeiter (2017: 22.897 Mitarbeiter) beschäftigt. Davon waren 5.995 Arbeiter (2017:11.684 Arbeiter) und 7.900 Angestellte (2017:11.213 Angestellte). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 belief sich die Anzahl der Beschäftigten auf 15.131 (2017:19.263 Beschäftigte).

Die Rückgang der Mitarbeiterzahl im AURELIUS Konzern ist hauptsächlich auf die Veräußerung von Allied Healthcare im Geschäftsjahr 2018 zurückzuführen. Der Personalaufwand lag bei 661,8 Millionen Euro (2017: 720,4 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote reduzierte sich auf 20 Prozent nach 24 Prozent im Geschäftsjahr 2017.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Im AURELIUS Konzern erfolgt keine Steuerung nach nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Für die finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen zum Steuerungssystem des AURELIUS Konzerns auf Seite 65 ff. des Konzernlageberichts verwiesen.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER AURELIUS EQUITY OPPORTUNITIES SE & Co. KGaA

Der Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie unter Beachtung des AktG aufgestellt worden. Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft des AURELIUS Konzerns. Die Geschäftsentwicklung der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des AURELIUS Konzerns.

Die Ergebnisse der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA sind in erheblichem Umfang von den direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen beeinflusst. Der Ausblick des Konzerns spiegelt somit aufgrund der Vielzahl an Verflechtungen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften sowie des Gewichts der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA im Konzern größtenteils auch die Erwartungen für die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA wider.

Ertragslage

Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse durch Beratung sowohl verbundener Unternehmen als auch Dritter. Im Geschäftsjahr 2018 lagen die Umsatzerlöse der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA bei 20,4 Millionen Euro (2017: 23,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 7,8 Millionen Euro über dem Vergleichswert aus 2017 von 3,7 Millionen Euro.

Der Personalaufwand lag bei 12,5 Millionen Euro (2017: 81,9 Mio. EUR). Er enthält die Bezüge des Vorstands der AURELIUS Management SE, persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, sowie der Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2018 wurden durchschnittlich 4 Mitarbeiter (2017: 15 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich auf 39,9 Millionen Euro (2017:102,6 Mio. EUR). Sie enthalten vor allem die Weiterbelastung von Kosten der Serviceholdings an die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA.

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um Gewinnausschüttungen aus verbundenen Unternehmen. Sie lagen im Geschäftsjahr 2018 bei 27,8 Millionen Euro (2017: 392,4 Mio. EUR). Bei den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen bzw. Aufwendungen aus Verlustübernahme handelt es sich um Erträge bzw. Aufwendungen aus zwischen der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und ihren Tochtergesellschaften abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen. Im Geschäftsjahr 2018 entstanden Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 8,8 Millionen Euro (2017: Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von 103,9 Mio. EUR). Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 10,2 Millionen Euro (2017:8,2 Mio. EUR) enthalten Zinserträge aus der Darlehensvergabe an verbundene Unternehmen in Höhe von 9,8 Millionen Euro (2017: 7,9 Mio. EUR). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen 4,5 Millionen Euro (2017: 5,1 Mio. EUR).

Insgesamt erzielte die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 8,8 Millionen Euro nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 316,2 Millionen Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 83,8 Millionen Euro (2017: 66,4 Mio. EUR) und den Veränderungen aus der teilweisen Wandlung der Wandelanleihe, Kauf sowie Verkauf von eigenen Aktien beträgt der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 146,1 Millionen Euro (2017: 224,8 Mio. EUR).

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA betrug zum 31. Dezember 2018 386,4 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 557,6 Mio. EUR). Das Eigenkapital lag bei 246,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 321,6 Mio. EUR), die EigenkapitaIquote betrug zum Bilanzstichtag entsprechend 64 Prozent (31. Dezember 2017: 58%).

Die Verbindlichkeiten lagen mit 119,4 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2017:179,1 Mio. EUR). Sie enthalten mit 103,1 Millionen Euro (2017:166,3 Mio. EUR) Verbindlichkeiten aus der nicht nachrangigen und unbesicherten Wandelanleihe mit einer Laufzeit bis Ende 2020, wandelbar in neue und/oder bestehende, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ohne Nennwert. Diese war mit dem ursprünglichen Gesamtnennbetrag von 166,3 Millionen Euro bilanziert. Nach den Wandlungen einzelner Anleihegläubiger im Geschäftsjahr 2018 ist die Wandelanleihe im handelsrechtlichen Einzelabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA nunmehr zum verbliebenen Nennwert in Höhe von 103,1 Millionen Euro bilanziert. Daneben sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017:0,6 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 14,2 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 9,9Mio. EUR) enthalten.

Das Anlagevermögen in Höhe von 106,7 Millionen Euro (31. Dezember 2017:65,5 Mio. EUR) enthält im Wesentlichen Finanzanlagen in Höhe von 106,7 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 65,5 Mio. EUR). Hierbei handelt es sich um Anteile an Holdinggesellschaften bzw. operativen Gesellschaften der AURELIUS Gruppe sowie langfristige Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Umlaufvermögen lag bei 279,6 Millionen Euro (31. Dezember 2017:488,7 Mio. EUR). Es besteht aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 235,9 Millionen Euro (31. Dezember 2017:189,8 Mio. EUR) sowie liquiden Mitteln in Höhe von 43,7 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 298,9 Mio. EUR). Die Änderungen in der Vermögens- und der Finanzlage resultieren insbesondere aus deutlich geringeren Ausschüttungen und somit Beteiligungserträgen aus den Tochtergesellschaften. Darüber hinaus hat sich die Ausschüttung von AURELIUS aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 141,0 Millionen Euro vermindernd auf die liquiden Mittel ausgewirkt.

Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin sieht vor, aus dem Bilanzgewinn des handelsrechtlichen Jahresabschlusses 2018 in Höhe von 146.120 Tausend Euro eine Basisdividende in Höhe von 1,50 Euro je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Ausschüttungsbetrag von insgesamt 44.524 Tausend Euro. 101.596 Tausend Euro sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Zusätzlich zur Basisdividende schüttet die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA in Jahren mit erfolgreichen Unternehmensverkäufen eine sogenannte Partizipationsdividende an die Aktionäre aus. Sollten bis zum Tag der ordentlichen Hauptversammlung Verkäufe realisiert werden, so wird hierfür eine Partizipationsdividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Soweit die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Aktien hält, die gemäß §71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, wird der auf diese Aktien entfallende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen.

NET ASSET VALUE DER KONZERNEINHEITEN

(in Mio. EUR) 31. Dezember 2018
Industrial Production 490,4
Retail & Consumer Products 537,8
Services & Solutions 119,4
NAV der Portfoliounternehmen 1.147,6
Other 253,3
Summe 1.400,9

Die Bewertung erfolgte anhand eines Discounted Cashflow-Modells unter Berücksichtigung der vom Aufsichtsrat verabschiedeten Budgets der Konzernunternehmen für die nächsten drei Jahre (2019 bis 2021).

Die Budgets wurden auf der Ebene der Portfoliounternehmen des Konzerns im Zeitraum August bis Oktober 2018 erstellt (Bottom-Up-Planung) und mit dem Zentralcontrolling abgestimmt. Die Budgets enthalten jeweils eine Planung der Erträge und Aufwendungen sowie eine Bilanzplanung. Bei der Beurteilung der Unternehmensplanungen ist zu berücksichtigen, dass sich die Konzernunternehmen z.T. noch in einer Umbruchsituation befinden und für diese Beteiligungen in der Regel höhere Unsicherheiten im Zusammenhang mit finanziellen Prognosen bestehen.

Die angenommenen Wachstumsraten nach diesem Detailplanungszeitraum wurden konservativ und einheitlich mit 0,5 Prozent angesetzt. Die zugrunde gelegten Diskontierungszinssätze WACC (Weighted Average Cost of Capital) wurden auf Basis individueller Peer Groups mit Datum 31. Dezember 2018 kalkuliert und betragen zwischen 5,12 und 12,03 Prozent. Sofern angemessen, wurden Risikozuschläge bei den Kapitalkosten abhängig von der jeweiligen Restrukturierungsphase berücksichtigt. Die Ermittlung der Peer Groups wird im Rahmen der Erstkonsolidierung einer Unternehmensgruppe unter Zuhilfenahme von Daten aus Capital IQ, einer IT-Plattform der Ratingagentur Standard & Poors vorgenommen und im Rahmen der Erstkonsolidierung geprüft. Die Inputparameter (beispielsweise Beta oder Verschuldungsgrad) der individuellen Peer Groups sowie die zusätzlichen Daten (z.B. Staatsanleihen) für die Ermittlung der WACCs werden ebenfalls über Capital IQ abgefragt. Die Peer Groups bleiben in der Regel über den Zeitraum der Zugehörigkeit zur AURELIUS unverändert.

Das börsennotierte Konzernunternehmen HanseYachts AG wurde mit der anteiligen Marktkapitalisierung zum Stichtag 31. Dezember 2018 bewertet.

Der Wertansatz des Bereichs Other erfolgt vereinfachend mit dem Bestand an Liquiden Mitteln der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA sowie den einzelnen Holdinggesellschaften, die in den NAV-Berechnungen der Portfoliounternehmen noch nicht berücksichtigt wurden. Zudem werden eigene Aktien der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und eine nach einem Discounted-Cash-Flow-Modell bewertete Markengesellschaft angesetzt. Zusätzlich werden Darlehensforderungen, die wertmindernd als Abzugspositionen im NAV der Portfoliounternehmen dargestellt sind, bereinigt. Der Nominalbetrag der ausgegebenen Wandelanleihe wird zusätzlich abgezogen.

Wird ein Konzernunternehmen von AURELIUS neu akquiriert und hat somit eine Konzernzugehörigkeit von weniger als sechs Monaten, so werden nur die jeweiligen Kaufpreise in die NAV-Berechnung einbezogen, da innerhalb der kurzen Zugehörigkeit zu AURELIUS weder der vollständige Budgetprozess erfolgt ist noch eigens erstellte Budgets auf Stand-alone Basis zur Verfügung stehen.

PROGNOSEBERICHT

Erwartete Entwicklung der Weltwirtschaft

Die globale Wirtschaft wird 2019 nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter wachsen, jedoch insbesondere in den großen Industrienationen an Dynamik verlieren. Gründe hierfür liegen in den schwelenden Zollkonflikten, den möglichen Folgen eines unkontrollierten Brexits sowie einer schwächelnden chinesischen Konjunktur. Die Wachstumserwartungen für das globale Bruttoinlandsprodukt liegen nach einem Plus von 3,7 Prozent im Jahr 2018 bei 3,5 Prozent für das Jahr 2019. Im Oktober 2018 waren die IWF-Experten noch von einem Wachstum von 3,7 Prozent für 2019 ausgegangen.

In der Eurozone wird sich die Dynamik der Wirtschaftsentwicklung laut IWF ebenfalls leicht abschwächen. Der IWF geht hier von einem Zuwachs um 1,6 Prozent (nach 1,8 % im Jahr 2018) aus. Auch für diesen Wirtschaftsraum waren die Experten noch im Oktober von 0,3 Prozentpunkten mehr ausgegangen. Für Deutschland fiel die Prognose seit Oktober 2018 sogar um 0,6 Prozentpunkte auf nunmehr lediglich 1,3 Prozent. Die Wirtschaft in Großbritannien soll im Jahr 2019 mit 1,5 Prozent wachsen (2018:1,4%).

Für China sagt der IWF für 2019 ein Plus von 6,2 Prozent voraus, was einen weiteren Dämpfer für die aufstrebende Wirtschaftsnation bedeutet, nachdem das Wachstum 2018 noch bei 6,6 Prozent gelegen hat. Ähnlich gebremst sieht der IWF die US-amerikanische Wirtschaft. Das Wachstum dort soll 2019 bei 2,5 Prozent liegen, nachdem 2018 noch 2,9 Prozent erreicht werden konnten.

Beteiligungsmarkt

Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) sieht das Umfeld für Beteiligungskapital unter der Voraussetzung stabiler makroökonomischer Rahmenbedingungen weiter positiv und erwartet, dass sich der Markt im laufenden Jahr 2019 zumindest stabil entwickelt. Die Stimmung für Beteiligungskapital sei weiter positiv, es genießt bei Gründern und Mittelständlern laut dem BVK weiter eine hohe Akzeptanz als Finanzierungsoption und Wachstumsmöglichkeit.

Unternehmensausblick

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Segmente ist grundsätzlich abhängig von Erwerben und Veräußerungen von Konzernunternehmen im jeweiligen Segment. Auf Basis des zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bestehenden Konzernportfolios prognostiziert AURELIUS für Umsatz, Ergebnis (EBITDA und EBIT) und liquide Mittel der drei Segmente für das Geschäftsjahr 2019 folgende Entwicklungen: Für das Segment Industrial Production wird mit einem leichten Umsatzwachstum gerechnet. Beim Ergebnis (EBITDA und EBIT) und bei den liquiden Mitteln geht AURELIUS von einer leichten Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 aus. Im Segment Services & Solutions soll der Umsatz ebenfalls leicht ansteigen. Das Ergebnis (EBITDA und EBIT) und die liquiden Mittel des Segments Services & Solutions werden stabil bis leicht steigend prognostiziert. Für das Segment Retail & Consumer Products rechnet AURELIUS mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einer leichten Verbesserung des Ergebnisses (EBITDA und EBIT) bei einem gleichbleibenden Bestand liquider Mittel.

Gesamtaussage zur erwarteten Entwicklung des AURELIUS Konzerns

Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet der Vorstand der AURELIUS Management SE, welche persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA ist, mit einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 deutlich verbesserten Ergebnis. Dieses wird nach aktueller Planung insbesondere von den geplanten Verkäufen mehrerer Konzernunternehmen positiv beeinflusst werden. Der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen wird unter dieser Annahme entsprechend rückläufig sein. Zudem geht der Vorstand davon aus, das Unternehmensportfolio durch weitere Zukäufe stärken zu können, was sich wiederum in einer Steigerung des Konzernumsatzes auswirken wird. Die Zurechnung des Umsatzes der neuen Konzerntochter erfolgt dabei ab dem Zeitpunkt des Vollzugs der jeweiligen Transaktionen. Da aus heutiger Sicht noch nicht absehbar ist, ab wann und welche Konzernunternehmen in 2019 erworben und veräußert werden, ist eine genaue Angabe hier nicht möglich. Käufe und Verkäufe von Unternehmen innerhalb eines Geschäftsjahres führen zu einer Änderung des Konsolidierungskreises des AURELIUS Konzerns zwischen den Bilanzstichtagen. Auch eine exakte Prognose des Ergebnisses ist aufgrund des AURELIUS Geschäftsmodells mit Unsicherheiten behaftet, da dieses von verschiedenen, teilweise nicht bzw. nur unzureichend planbaren Effekten beeinflusst wird. Hierzu gehören Ergebniseffekte beim Erwerb neuer Konzernunternehmen (bargain purchases), einmalige und oftmals außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen sowie komplexe Endkonsolidierungseffekte.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Das Risikomanagement nimmt im Geschäftsmodell der AURELIUS eine wesentliche Rolle ein, die darin besteht, Abweichungen von vorgegebenen Zielwerten frühzeitig aufzudecken, um darauf adäquat reagieren zu können. Diese Abweichungen können sowohl positiver (Chancen) als auch negativer (Risiken) Natur sein.

Chancen und Risiken des AURELIUS Geschäftsmodells

Investitionsfokus

Der besondere Investitionsfokus der AURELIUS, die Übernahme von Unternehmen in Umbruch- und Sondersituationen, ohne Nachfolgeregelung oder mit unterdurchschnittlicher Profitabilität bzw. Restrukturierungsbedarf, birgt ein hohes Wertsteigerungspotenzial. Wenn es AURELIUS gelingt, die übernommenen Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln, besteht die Möglichkeit, dass diese überdurchschnittlich im Wert steigen. Zu diesem Zweck werden bei den Konzernunternehmen in Abhängigkeit von der jeweiligen Unternehmensstrategie gezielt Stärken und Schwächen im Marktumfeld analysiert. Die dabei identifizierten Chancen und Optimierungspotenziale werden dann für diese nutzbar gemacht.

Der Akquisitionsprozess

Der Erwerb von Unternehmen in Umbruch- und Sondersituationen beinhaltet in der Regel ein wesentliches unternehmerisches Risiko. AURELIUS unterzieht potenzielle Investitionen daher einer eingehenden Due Diligence-Prüfung durch Experten aus den Bereichen Finanzen, Recht, Mergers & Acquisitions und Steuern, die über eine langjährige Erfahrung verfügen. In Einzelfällen werden diese von externen Beratern unterstützt. Trotzdem kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass hierbei Risiken in den Zielunternehmen nicht erkannt oder falsch eingeschätzt werden. Risiken bestehen insbesondere darin, dass die Zukunftsperspektiven oder die Sanierungsfähigkeit eines Unternehmens falsch bewertet werden oder Verbindlichkeiten, Verpflichtungen und andere Lasten des Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs trotz sorgfältiger Prüfung nicht bekannt oder identifizierbar waren. Werden die erreichbare Marktstellung, das Ertragspotenzial, die Profitabilität, Wachstumsmöglichkeiten oder andere wesentliche Erfolgsfaktoren falsch eingeschätzt, hat dies Konsequenzen für die operative Entwicklung des Unternehmens und somit auf die Rendite der Investition. Außerdem könnte die Rentabilität des Konzerns in nachfolgenden Geschäftsjahren durch Abschreibungen belastet werden.

Neuausrichtung der Konzernunternehmen

Die schnellstmögliche Neuausrichtung eines Konzernunternehmens auf Profitabilität, um den Liquiditätsbedarf und operative Verluste nach dem Erwerb so gering wie möglich zu halten und mittelfristig eine Wertsteigerung des erworbenen Unternehmens sowie Erträge aus Dividenden und Gewinne aus einer Veräußerung zu erzielen, sind die grundlegenden Ziele von AURELIUS. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die eingeleiteten Maßnahmen nicht erfolgreich verlaufen und aus einer Vielzahl von Gründen die Gewinnschwelle nicht erreicht wird. Dies hätte zur Folge, dass Tochtergesellschaften unter ihrem Erwerbspreis weiterveräußert werden oder im schlimmsten Fall letztlich Insolvenz an melden müssten. AURELIUS würde in diesem Fall einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals erleiden, also alle finanziellen Mittel verlieren, die der Konzern für den Erwerb, die laufende Betreuung und gegebenenfalls die Finanzierung dieses Unternehmens eingesetzt hat Dieses Szenario ist zum aktuellen Zeitpunkt bei dem überwiegenden Teil der Unternehmensgruppen des AURELIUS Konzerns wenig wahrscheinlich. Um die Auswirkungen einer Insolvenz von Konzernunternehmen möglichst gering zu gestalten, schließt die AURELIUS in der Regel keine Ergebnisabführungs- oder Cash-Pooling-Verträge mit Tochtergesellschaften ab.

Veräußerung von Tochtergesellschaften

AURELIUS kann Erträge durch die Veräußerung von Konzernunternehmen an private, institutionelle oder strategische Investoren bzw. im Rahmen eines Börsengangs realisieren. AURELIUS kann jedoch keine Garantie über den Zeitpunkt einer möglichen Veräußerung bzw. dafür übernehmen, dass sich die Veräußerung eines Unternehmens überhaupt oder mit einer bestimmten Rendite realisieren lässt. Insbesondere das konjunkturelle und branchenspezifische Umfeld, die Verfassung der Kapitalmärkte, aber auch andere unvorhersehbare Faktoren haben maßgeblichen Einfluss auf die Höhe eines möglichen Veräußerungserlöses. Bei einem negativen Konjunktur- und/oder Branchenumfeld und/oder bei schwachen Finanzmärkten sind Veräußerungen in der Regel nicht oder nur mit hohen Preisabschlägen möglich. Selbst bei positiver Entwicklung der Konzernunternehmen besteht das Risiko, dass aufgrund eines negativen Konjunktur-, Branchen- und/oder Kapitalmarktumfelds bei einer Veräußerung kein angemessener Preis erzielt werden kann. Andererseits kann sich eine gute konjunkturelle Entwicklung auch positiv auf das Ergebnis und somit auf einen zukünftig erzielbaren Kaufpreis auswirken.

Risikomanagement

Der AURELIUS Konzern verfügt über ein systematisches, mehrstufiges Risikomanagementsystem, um wesentliche Risiken aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns bestmöglich zu vermeiden, zu begrenzen bzw. zu kontrollieren. Es dient der Erkennung, Erfassung und anschließenden Bewertung bestehender und potenzieller Risiken. Das Risikomanagementsystem soll einen umfassenden Überblick über die Risikolage des Konzerns gewährleisten. Ereignisse mit wesentlichen negativen finanziellen Auswirkungen auf den Konzern müssen zeitnah erkannt werden, so dass Maßnahmen zur Reduzierung, zur Vermeidung oder zum Management dieser Risiken definiert und ergriffen werden können. Zentrale Planungs- und Steuerungsgrößen im AURELIUS Konzern sind die liquiden Mittel, Umsatz und EBITDA.

Das Risikomanagementsystem ist vor allem auf die Früherkennung bestandsgefährdender Entwicklungen ausgerichtet. Es soll sicherstellen, dass diejenigen Risiken und deren Veränderungen erfasst werden, die in der jeweiligen Situation des Unternehmens dessen Fortbestand gefährden könnten. Da derartige Risiken zu einem möglichst frühen Zeitpunkt erkannt werden sollen, muss das Risikofrüherkennungssystem geeignet sein, die Risiken so früh zu erfassen, dass die Informationen darüber rechtzeitig an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden, so dass diese dann in geeigneter Weise darauf reagieren können. Gleichzeitig muss der Vorstand der AURELIUS über Risiken, die allein oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken bestandsgefährdend sein könnten, frühzeitig informiert werden. Um dies zu gewährleisten, wurde ein Reportingsystem installiert. Dabei werden vierteljährlich im Rahmen der Quartalsreportings Risikoberichte an die AURELIUS übergeben. Für den gesamten AURELIUS Konzern gibt es einheitliche Richtlinien für die Risikoerfassung, -dokumentation und -bewertung. Die Überwachung des Risikoreportings unterliegt dabei der Konzernrevision. Sie überprüft, bewertet und optimiert kontinuierlich die Effektivität der internen Kontrollsysteme sowie die Führungs- und Überwachungsprozesse. Die Einhaltung der innerbetrieblichen Vorgaben wird dabei auch vor Ort in den jeweiligen Tochtergesellschaften überprüft und gemeinsam mit der Geschäftsführung konkrete Schritte zu deren Umsetzung erarbeitet. Die einzelnen Konzernunternehmen müssen die Risiken benennen, die in ihrem jeweiligen Einflussbereich bestehen und in einer konzernweit einheitlichen Risikomatrix detailliert beschreiben, regelmäßig überprüfen und entsprechend aktualisieren.

Mögliche Risiken werden dabei in die acht Risikofelder Rechtsstreitigkeiten, finanzwirtschaftliche Risiken, Vertriebsrisiken, Produktionsrisiken, Einkaufsrisiken, IT-Risiken, Personalrisiken und externe Risiken eingeteilt.

Für jedes Risiko wird in den Tochterunternehmen bzw. auf Holding-Ebene das maximale Schadenspotenzial in Euro und die Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. Die Addition aller konzernweit festgestellten maximalen Schadenspotenziale pro Risikofeld ergibt die Größe des jeweiligen Kreises und somit das maximale Schadenspotenzial pro Risikofeld im Gesamtkonzern.

Für jedes Risikofeld wird zudem konzernweit die durchschnittliche Eintrittswahrscheinlichkeit – kategorisiert in die fünf Klassen gering (<10%), unwahrscheinlich (10-25%), möglich (25-50%), wahrscheinlich (50-90%) und hoch (>90%) – ermittelt. Diese bestimmt die Lage des jeweiligen Kreises in der entsprechenden Abbildung.

Zusätzlich werden für alle Risiken Gegenmaßnahmen und deren Effektivität bei Eintritt des Risikos definiert. Dazu gehört auch eine Beschreibung des Umsetzungsgrades der jeweiligen Gegenmaßnahme. Gibt es Frühwarnindikatoren zur zeitigen Erkennung von Risiken, so sind diese zu benennen. Das maximale Schadenspotenzial pro Risikofeld nach Gegenmaßnahme ist in der zweiten Grafik dargestellt.

Die Risikofelder werden dabei mindestens quartalsweise überprüft und aktualisiert. Neu auftretende Risiken oder der Eintritt bestehender Risiken werden jeweils sofort an die Konzernrevision sowie an den Vorstand gemeldet. Das Risikomanagementsystem wird durch das konzernweite Controlling ergänzt. Auf Basis wöchentlicher und monatlicher Berichte aller Tochtergesellschaften erhält der Vorstand eine detaillierte Kennzahlenauswertung über die aktuelle Situation.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Im AURELIUS Konzern ist ein Internes Kontrollsystem etabliert, das Regelungen zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten (Internes Steuerungssystem) sowie zur Überwachung der Einhaltung dieser Regelungen (Internes Überwachungssystem) definiert. Die auf die besondere Geschäftsaktivität des Unternehmens ausgerichteten Teile des Internen Kontrollsystems sollen deren Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit sicherstellen und dem Schutz des Vermögens dienen. Die Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Konzernunternehmen maßgeblichen Vorschriften und Gesetze sind ebenso Aufgaben des Internen Kontrollsystems.

Die Gesamtverantwortung über das Interne Kontrollsystem liegt beim Vorstand. Darüberhinaus sind die Unternehmensleitungen der Konzernunternehmen für die Konzeption, Einrichtung und Überwachung sowie für die kontinuierliche Anpassung und Weiterentwicklung des jeweiligen Internen Kontrollsystems verantwortlich. Für die Konzeption und Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems sind Größe, Rechtsform, Organisation und die Art der Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens zu beachten. Unternehmen sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, welche die Erreichung der Unternehmensziele in Übereinstimmung mit der von der Unternehmensleitung festgelegten Geschäftsstrategie gefährden können. Bei diesen Unternehmensrisiken kann es sich beispielsweise um finanzielle, rechtliche, leistungswirtschaftliche oder strategische Risiken handeln. Das Interne Kontrollsystem des AURELIUS Konzerns umfasst daher die nachfolgend beschriebenen Bestandteile.

Das Kontrollumfeld stellt den Rahmen dar, innerhalb dessen die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen des Internen Kontrollsystems eingeführt und angewendet werden. Es beeinflusst wesentlich das Kontrollbewusstsein der Mitarbeiter. Die Risikobeurteilungen dienen dem Erkennen und der Analyse solcher Risiken. Sorgfältige Risikobeurteilungen sind die Grundlage für die Entscheidungen der Unternehmensleitung vor Ort über den Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Sie tragen dazu bei, dass notwendige Maßnahmen getroffen werden, um den Unternehmensrisiken zu begegnen und müssen geeignet dokumentiert werden.

Kontrollaktivitäten sind Grundsätze und Verfahren, die sicherstellen sollen, dass die Entscheidungen der Unternehmensleitung vor Ort beachtet werden. Sie tragen dazu bei, dass notwendige Maßnahmen getroffen werden, um den Unternehmensrisiken zu begegnen. Kontrollaktivitäten sind geeignet zu dokumentieren. Information und Kommunikation dienen dazu, dass die für die unternehmerischen Entscheidungen der Unternehmensleitung erforderlichen Informationen in geeigneter und zeitgerechter Form eingeholt, aufbereitet und an die zuständigen Stellen im Unternehmen vor Ort weitergeleitet werden. Dies umfasst auch die für die Risikobeurteilung notwendigen Informationen sowie die Information der Mitarbeiter über Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Rahmen des Internen Kontrollsystems.

Für die Überwachung des Internen Kontrollsystems sind die Unternehmensleitung und die den Abläufen und Prozessen zugeordneten integrierten Kontrollstellen verantwortlich. Als organisatorische Sicherungsmaßnahmen im Rahmen der Beteiligungsdokumentation wurden im AURELIUS Konzern beispielsweise Geschäftsordnungen, Zahlungsrichtlinien sowie Anforderungen an die Beteiligungsdokumentation (Niederlassungen, Filialen, Geschäftsstellen etc.) für die Konzernunternehmen eingeführt. Die Dokumentation und Führung des Geschäftsbetriebs muss den Anforderungen, die sich aus der Rechtsform, Satzung, Geschäftsordnung und den Geschäftsverteilungsplänen ergeben, entsprechen. Die Dokumentation des Geschäftsbetriebs folgt dabei den wesentlichen kaufmännischen und administrativen Abläufen und Prozessen und enthält Arbeitsanweisungen und Richtlinien, die sich an den jeweiligen betrieblichen Leistungserstellungsprozess (beispielsweise Vertrieb, Einkauf, Produktion, Logistik, interne und externe Rechnungslegung, Konzernreporting, Personalwesen, Verwaltung, Forschung und Entwicklung etc.) anlehnen.

Darüber hinaus wurden weitere Überwachungsmaßnahmen, wie ein umfassendes Vertrags- und Versicherungsmanagement, Arbeitsanweisungen zu handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen sowie Vollmachts- und Kompetenzregelungen, eingeführt. In den Tochterunternehmen wurden Compliance-Regelungen unter anderem zur Einhaltung von Datenschutzgesetzen und der Außenwirtschaftsgesetze etabliert.

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess stellt sicher, dass die Rechnungslegung einheitlich ist und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben und Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sowie den International Financial Reporting Standards (IFRS) erfolgt. Für die Rechnungslegung relevante Informationen sollen zeitnah und vollständig bereitgestellt werden. Hierzu ist im Bereich der Konzernrechnungslegung ein Bilanzierungshandbuch aufgelegt, welches die Bilanzierungsvorschriften für sämtliche Unternehmen des AURELIUS Konzerns definiert. Ziel ist es, durch verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen sicherzustellen, dass ein korrekter und regelkonformer Konzernabschluss erstellt wird. Reporting, Controlling und die Buchhaltung der Tochtergesellschaften werden durch regelmäßige Besuche von Konzerncontrollern vor Ort überprüft. Die vom Geschäftsprozess unabhängige, regelmäßige Überwachung der Konzernunternehmen erfolgt durch eine aktive Konzernrevision.

Sämtliche Informationen aus den Konzernunternehmen werden im Finanzbereich von AURELIUS in den Abteilungen Beteiligungscontrolling, Financial Accounting und Reporting, Risikocontrolling und Cashmanagement aufbereitet und analysiert. Die Daten des Rechnungswesens werden regelmäßig auf Vollständigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Richtigkeit geprüft. In das Kontrollumfeld des AURELIUS Konzerns sind der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, wie beispielsweise die Interne Revision mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten, einbezogen. Der Aufsichtsrat ist ebenso mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem der AURELIUS eingebunden.

Die Grundlage des Planungs- und Reportingprozesses im AURELIUS Konzern ist ein professionelles und standardisiertes Konsolidierungs- und Reportingsystem, in welches die relevanten Daten manuell oder über automatisierte Schnittstellen eingegeben werden. Über interne Reports ist eine qualitative Analyse und Überwachungsfunktion jederzeit sichergestellt.

DARSTELLUNG DER RISIKEN
(maximales Schadenspotenzial)

DARSTELLUNG DER RISIKEN
(nach Gegenmaßnahme)

DEFINITION PARAMETER:
1) Kreisgröße:

Risikomanagement in den einzelnen Elementen des Geschäftsmodells

Das Risikomanagement ist auf allen Ebenen des AURELIUS Geschäftsmodells etabliert. Die Identifikation unternehmerischer Risiken beginnt bei AURELIUS bereits zu Beginn des Akquisitionsprozesses. Nach der Selektion attraktiver Akquisitionsziele werden mögliche Risiken aus einem Unternehmenskauf innerhalb eines detaillierten Due Diligence-Prozesses analysiert. Ein Team von unternehmensinternen Spezialisten filtert dabei Einzelrisiken aus allen Bereichen operativer Tätigkeiten des Akquisitionsziels und ermittelt nach vorgegebenen Schritten das maximale Gesamtrisiko der zugrundeliegenden Transaktion. Anhand des ermittelten Gesamtrisikos berechnet AURELIUS einen maximalen Kaufpreis als Grundlage für die Abgabe eines Gebots an den Verkäufer, das bereits eine adäquate Risikoprämie beinhaltet. Um das maximale Ausmaß spezifischer Risiken weiter einzugrenzen, bedient sich AURELIUS einer Holdingstruktur, in der die operativen Risiken jeder einzelnen Tochtergesellschaft jeweils in einer rechtlich eigenständigen Zwischengesellschaft abgegrenzt sind. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Summe eventuell auftretender Risiken das zuvor bewertete Maximalrisiko nicht übersteigen kann. Dies entspricht in der Regel dem gezahlten Kaufpreis, zuzüglich weiterer Finanzierungsmaßnahmen, abzüglich über die Haltedauer erhaltener Rückflüsse aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft.

Die bereits im Geschäftsjahr 2008 eingeführte Erweiterung der Management-Hierarchie um die Ebene des Vice Presidents als zwischengelagerte Hierarchiestufe zwischen Vorstand und mittlerem Management erlaubt ein noch schnelleres Reagieren auf veränderte Marktgegebenheiten. Die eingeführte Ebene hält dabei noch engeren Kontakt zu den Geschäftsführern der einzelnen Tochterunternehmen und identifiziert auftretende Risikopotenziale dadurch noch schneller. In regelmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand der AURELIUS Management SE, persönlich haftende Gesellschafterin der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, berichten die Vice Presidents über die aktuelle Lage der Tochterunternehmen und liefern konkrete Entscheidungsvorlagen.

Darstellung wesentlicher Einzelrisiken

Aus der Gesamtheit der im Rahmen des Risikomanagements identifizierten Risiken lassen sich wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken ableiten, die im Folgenden erläutert werden.

Rechtsstreitigkeiten

Bei den beiden Gesellschaften Old BCA Ltd. und Book Club Trading Ltd. besteht das Risiko einer Nachhaftung aus Pensionsverbindlichkeiten, welche sich aus Implementierungsfehlern bei der Umsetzung des Pensionsfonds in den 90er Jahren ergeben haben. Der Betrag variiert und könnte möglicherweise eine Höhe im mittleren einstelligen Millionenbereich erreichen. Derzeit wird von den Gesellschaften ein Berichtigungsverfahren vor einem englischen Gericht betrieben, durch welches die damaligen Fehler berichtigt werden sollen. AURELIUS schätzt die Erfolgsaussichten insgesamt positiv ein.

Eine in Liquidation befindliche ehemalige Holdinggesellschaft und unmittelbares Tochterunternehmen der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA wird vom Insolvenzverwalter der vor über fünf Jahren verkauften und mittlerweile insolvent gewordenen ehemaligen Beteiligung im Wege der Teilklage auf Zahlung eines mittleren sechsstelligen Betrages in Anspruch genommen. Das Maximalrisiko liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Die klagebegründende Behauptung lautet, bei der Ausschüttung einer Dividende im Jahr 2010 habe es sich um eine nicht zulässige, verbotene Rückzahlung von Stammkapital gehandelt. Der Liquidator der ehemaligen Holdinggesellschaft geht davon aus, sich aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen mit Erfolg gegen die Klage verteidigen zu können.

Die Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA und drei weitere Beklagte werden vom Insolvenzverwalter einer ehemaligen Gesellschaft der Getronics-Gruppe als Gesamtschuldner auf Zahlung eines Betrages im untersten zweistelligen Millionenbereich in Anspruch genommen. Die Beklagten gehen übereinstimmend davon aus, sich aus zahlreichen tatsächlichen und rechtlichen Gründen mit Erfolg gegen die Klage verteidigen zu können.

Der Insolvenzverwalter der ACC Compressors S.p.A. verlangt von zwei ehemaligen Konzerngesellschaften die Zahlung von Schadensersatz wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens. Dabei handelt es sich um einen niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Anfang des Jahres 2018 wurde die Klage auf die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co KGaA erweitert. Überdies kann nach dem Unternehmenskaufvertrag, mit dem die beiden genannten Gesellschaften im Jahr 2018 veräußert wurden, eine Freistellungsverpflichtung unter anderem der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co KGaA bestehen.

Für eine detaillierte Darstellung der Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten wird auf Tz. 67 des Konzernanhangs verwiesen.

Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfall von Forderungen

In der Vergangenheit war zu beobachten, dass sich Warenkreditversicherer teilweise oder vollständig aus laufenden Engagements zurückziehen bzw. diese intensiven Prüfungen unterziehen oder ihre Versicherungskonditionen zu Ungunsten des Versicherungsnehmers anpassen. Dies kann zur Folge haben, dass für einzelne Tochtergesellschaften unter Umständen ein erhöhter Liquiditätsbedarf entsteht. Gleichzeitig entsteht das Risiko erhöhter Forderungsausfälle aufgrund mangelnder Versicherbarkeit von Warenkrediten. AURELIUS versucht diesen Risiken durch ein der Marktsituation angepasstes Forderungsmanagement entgegenzuwirken. Zusätzlich arbeiten die meisten Konzernunternehmen mit Warenkreditversicherern zusammen, die Teile eines möglichen Forderungsausfalls abdecken. Sollte eine entsprechende Versicherung des Vertragspartners nicht möglich sein, so besteht auch die Möglichkeit einer Lieferung gegen Vorkasse.

Veränderungen des Marktzinses

AURELIUS legt im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs verfügbare Finanzierungsmittel an den Kapitalmärkten an. Veränderungen im Zinsniveau können zu einem Wertverfall der Finanzanlagen des Konzerns führen, der sich negativ auf die Ertragslage auswirken würde. Das Zinsniveau und dessen Entwicklung kann auf der anderen Seite auch Einfluss auf die Finanzierungskosten von AURELIUS haben. Das Ausmaß dieses Risikos hängt vom allgemeinen Finanzbedarf, der über Fremdmittel gedeckt werden muss, vom aktuellen Zinsniveau sowie von der Zinsbindungsfrist aufgenommener Darlehen oder Kredite ab. Steigende Zinsen erhöhen ferner auch die Finanzierungskosten von Tochtergesellschaften, was deren Sanierung, die Ausschüttungsfähigkeit und auch die Veräußerungsmöglichkeiten nachteilig beeinflussen könnte.

Veränderung von Wechselkursen

Währungs- und Wechselkursrisiken können auftreten, wenn beispielsweise Unternehmen von ausländischen Gesellschaften erworben und mit einer fremden Währung bezahlt werden, oder wenn Konzernunternehmen Geschäfte mit Auslandsbezug betreiben oder Tochtergesellschaften im Ausland halten. Die Konzernfinanzabteilung identifiziert und prüft finanzielle Risiken in Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Ein großer Teil der Umsätze, Erträge und Aufwendungen der AURELIUS fällt noch im Euroraum an. Der Konzern ist für diesen Teil relativ unabhängig von der Entwicklung der Wechselkurse. Für Geschäfte in Fremdwährungen werden Währungskursrisiken gegebenenfalls mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert.

Wandelschuldverschreibung

Die AURELIUS SE & Co. KGaA (heute: AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA) hat am 24. November 2015 eine nicht nachrangige und unbesicherte Wandelanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von 166,3 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis Ende 2020, wandelbar in neue und/oder bestehende, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ohne Nennwert (die „Aktien“), platziert. Die Wandelanleihe wurde ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA, Kanada, Australien, Südafrika, Neuseeland oder Japan, oder irgendeiner anderen Jurisdiktion, in der Verkäufe nach geltendem Recht untersagt sind, im Wege eines beschleunigten Bookbuildingverfahrens zum Kauf angeboten und platziert. Die Wandelanleihe ist zu 100 Prozent des Nennwertes, mit einer Stückelung von 100 Tausend Euro je Anleihe platziert worden. Der jährlich zahlbare Kupon liegt bei 1,0 Prozent Die Anleihe wird nach der teilweisen Wandlung von Bonds im Geschäftsjahr in 2.287.131 Aktien (Vorjahr: 3.455.857), dies entspricht 7,433 Prozent (Vorjahr: 11,231 %) des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft, umtauschbar sein, indem von dem Recht zur Ausgabe von Wandelanleihen unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre Gebrauch gemacht wird. Der anfängliche Wandlungspreis in Höhe von 52,5229 Euro wurde mit einer Wandelprämie von 30,0 Prozent über dem Referenzaktienkurs, definiert als volumengewichteter Durchschnittskurs der AURELIUS Aktie in XETRA-Handel am 29. Dezember 2015 festgesetzt. Mit der Mitteilung vom 22. Mai 2018 wurde der Wandlungspreis auf 45,0783 Euro angepasst. Gemäß der Bedingungen kann die Anleihe jederzeit (1) am oder nach dem 22. Dezember 2018 durch die Gesellschaft gekündigt werden (inkl. aufgelaufene, bis dahin unbezahlte Zinsen), falls der Aktienkurs (über einen bestimmten Zeitraum) 130 Prozent des dann anwendbaren Wandlungspreises überschreitet oder (2) falls 20 Prozent oder weniger des Gesamtnominalwerts der Anleihe aussteht. Die Wandelanleihe ist am 1. Dezember 2020 zur Zahlung fällig, der Vorstand geht derzeit davon aus, dass die erforderliche Refinanzierung erfolgreich bereitgestellt werden kann.

Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken der AURELIUS, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten, sind derzeit nicht bekannt.

Verbindlichkeiten auf Ebene der Tochtergesellschaften

Da sich die Tochterunternehmen von AURELIUS in der Regel in Umbruchsituationen befinden, kann es zu Verfehlungen der mit den Kreditinstituten vereinbarten vermögensorientierten Finanzkennzahlen (sogenannte Covenants) kommen, die für die jeweiligen Kreditgeber ein Kündigungsrecht begründen würden. Zudem kann eine hinter der Planung zurückliegende Unternehmensentwicklung dazu führen, dass die Rückführung von Verbindlichkeiten nur verzögert oder nicht vollständig möglich ist. Um dieses Risiko zu minimieren und diesem gegebenenfalls zeitnah entgegenzuwirken, überprüft AURELIUS die Unternehmensplanungen der einzelnen Konzernunternehmen laufend in enger Abstimmung mit der jeweiligen Geschäftsführung und führt regelmäßige Plan-Ist-Abweichungen durch.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten sind weiterführende qualitative und quantitative Angaben zu den einzelnen Risiken in Verbindung mit Finanzinstrumenten in Tz. 55ff. im Konzernanhang der AURELIUS gemacht.

Vertriebsrisiken

Die Einführung neuer Marken oder von Produktinnovationen sind für einzelne Tochtergesellschaften des AURELIUS Konzerns ein wichtiger Bestandteil in der Neuausrichtung. Sie bergen für das jeweilige Unternehmen das Risiko, dass die hierfür eingesetzten Gelder nicht durch die geplanten Cashflows amortisiert werden können und geplante Deckungsbeiträge nicht erreicht werden. Zur Reduzierung dieses Risikos werden die Produkte sorgfältig entwickelt und verschiedenen Tests unterzogen.

Der Verlust wichtiger Kunden oder die Verzögerung vor allem größerer Auftragseingänge kann für einzelne AURELIUS Konzerngesellschaften zu negativen Auswirkungen auf ihre Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen. Dem wird durch eine aktive Beziehungspflege mit den Kunden und einer systematischen Vertriebsarbeit entgegengewirkt. Vor allem für Kunden, die einen großen Anteil an den Umsatzerlösen der jeweiligen AURELIUS Tochtergesellschaft ausmachen, wird der Abschluss von längerfristigen Verträgen angestrebt. Hierdurch soll die Planbarkeit erhöht werden.

Zusätzlich werden vor allem in den Gesellschaften, die im Endverbrauchergeschäft tätig sind, regelmäßige Analysen durchgeführt, die die Effizienz der Marketing- und Kundenbindungsprogramme erhöhen sollen.

Produktionsrisiken

Die einzelnen Tochterunternehmen des AURELIUS Konzerns sind verschiedenen Produktionsrisiken ausgesetzt. Es besteht das Risiko, dass sich nach Erwerb durch AURELIUS durchgeführte Optimierungsmaßnahmen nicht oder nur verzögert auswirken und Kosteneinsparungen nicht oder nur verzögert umgesetzt werden können. Qualitätsprobleme und Verzögerungen von Produktneu- und -Weiterentwicklungen können zu einem Verlust von Aufträgen und Kunden bei der jeweiligen Gesellschaft führen. Hierdurch kann die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des jeweiligen Unternehmens negativ beeinflusst werden.

AURELIUS begegnet diesen Risiken durch den Einsatz von eigenen erfahrenen Funktionsspezialisten und einer engmaschigen Überwachung der Produktionsprozesse.

Einkaufsrisiken

Im Bereich Einkauf sind die AURELIUS Konzerngesellschaften Risiken wie dem Lieferantenausfall, verspäteter oder qualitativ mangelhafter Lieferung und Preisschwankungen vor allem von Rohmaterialien ausgesetzt. AURELIUS begegnet diesen Risiken durch den Aufbau eines professionellen Beschaffungsmanagements sowie einer strikten Überwachung der jeweiligen Lieferanten. Preisschwankungen werden wo möglich durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.

IT-Risiken

Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des AURELIUS Konzerns und seiner Tochtergesellschaften basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall dieser Systeme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Die IT-Dokumentation und laufende Überwachung sind Bestandteil des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems des AURELIUS Konzerns. Hierzu gehören auch die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien, Zugriffs- und Datensicherungskonzepte sowie Dokumentationen über eingesetzte Lizenzen und selbsterstellte Software.

Personalrisiken

Ein wesentliches Element für den künftigen Erfolg von AURELIUS bildet die langjährige Erfahrung des Managements. Das geplante Wachstum von AURELIUS hängt aber davon ab, dass der Konzern auch künftig im Bedarfsfall auf eine ausreichend große Zahl von Personen für die Akquisition, die Neuausrichtung und die operative Führung der Tochtergesellschaften zurückgreifen kann. Vor allem die Neuausrichtung von Unternehmen in Sondersituationen stellt höchste Anforderungen an das zuständige Management. Für den Erfolg des Geschäftsmodells ist es entscheidend, auf qualifiziertes internes oder externes Personal mit branchenrelevanter Praxiserfahrung und großem Managementgeschick zurückgreifen zu können. Der gute Name, die Erfahrung und das schlüssige Konzept von AURELIUS bieten aber die Chance, die besten am Markt verfügbaren Kräfte an sich binden zu können.

Externe Risiken
Konjunkturelle Veränderungen

Der wirtschaftliche Erfolg der Konzernunternehmen wird von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der konjunkturellen Entwicklung der Branchen, in denen das jeweilige Unternehmen aktiv ist, beeinflusst. Ein positives konjunkturelles Umfeld wirkt sich entsprechend positiv auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und somit den Unternehmenswert und damit letztlich auch positiv auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des AURELIUS Konzerns aus. Eine konjunkturelle Eintrübung hingegen beeinflusst die operative Entwicklung sowie die Neuausrichtung der einzelnen Tochterunternehmen negativ. In Bezug auf die Akquisitionstätigkeit der AURELIUS gilt jedoch grundsätzlich, dass in wirtschaftlich schwachen Zeiten vermehrt Unternehmen oder Unternehmensteile zum Verkauf stehen. Sofern es nur eine geringere Anzahl von Kaufinteressenten gibt, kann dies zu tendenziell niedrigeren Kaufpreisen führen. Aufgrund gesunkener Bewertungsniveaus schlagen sich rezessive Tendenzen jedoch auch auf die erzielbaren Verkaufspreise in Form deutlicher Abschläge nieder.

Branchenabhängige Veränderungen

AURELIUS verfolgt bei der Identifikation geeigneter Akquisitionsziele keinen bestimmten Branchenfokus. Vielmehr sind die Sanierungsfähigkeit und die Zukunftsaussichten die vorrangigen Kriterien bei der Auswahl von Unternehmen. Trotz eines sorgfältigen Auswahlprozesses besteht für jede Tochtergesellschaft das Risiko, dass die Bemühungen zur Neuausrichtung fehlschlagen, was im Extremfall die Insolvenz der Tochtergesellschaft zur Folge haben kann. AURELIUS ist jedoch bestrebt, das Risiko aus der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Unternehmen, Branchen oder Regionen durch Diversifikation zu minimieren.

Veränderungen der Wettbewerbssituation

Aufgrund des langjährigen Kontaktnetzes zu M&A-Beratern, Konzernen oder anderen potenziellen Verkäufern positioniert sich AURELIUS regelmäßig in Verkaufsprozessen und kann teilweise sogar durch niedrigere Kaufpreise davon profitieren. Ein zunehmendes Interesse an Unternehmen in Sondersituationen würde einen verstärkten Wettbewerb um die zum Verkauf stehenden Gesellschaften nach sich ziehen und in Folge zu einem Anstieg der durchschnittlich zu entrichtenden Kaufpreise führen. Dies kann die Renditeaussichten der betreffenden Investition verringern und das finanzielle Risiko für AURELIUS erhöhen. Die positive Entwicklung, die AURELIUS aus der Neuausrichtung von Unternehmen in der Vergangenheit vorweisen kann, sowie die langjährige Erfahrung des Managements im Umgang mit Gesellschaften in Sondersituationen verschaffen AURELIUS jedoch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation des AURELIUS Konzerns

Für das AURELIUS Geschäftsmodell bestehen auch weiterhin gute Chancen, die sich aus der Entwicklung ergeben, dass Konzerne sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und hierfür von Randaktivitäten trennen. Da diese Randbereiche in der Vergangenheit oftmals vernachlässigt wurden, ergibt sich hieraus für AURELIUS ein überdurchschnittliches Potenzial zur Profitabilitäts- und damit letztendlich Wertsteigerung dieser Unternehmen. Zusätzlich gibt es auch zukünftig eine erhebliche Anzahl von Unternehmensverkäufen aufgrund von ungeklärten Nachfolgeregelungen.

Um diese Chancen zu nutzen, verfügt AURELIUS über hauseigene Spezialisten aus dem Bereich Mergers & Acquisitions, die laufend den Markt für Unternehmenskäufe und -Verkäufe analysieren und entsprechende Chancen identifizieren.

Die Konzernunternehmen profitieren bei ihrer Neuausrichtung von dem hohen operativen Einsatz der AURELIUS Funktionsspezialisten. Durch die aktive operative und finanzielle Unterstützung können die Zukunftsfähigkeit und Arbeitsplätze der Tochtergesellschaften gesichert, die Marktposition verbessert und somit die Profitabilität und der Unternehmenswert langfristig gesteigert werden. Die Gesamtrisikosituation des AURELIUS Konzerns ist, aufbauend auf dem heutigen Erkenntnisstand, begrenzt und überschaubar. Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen sind keine Risiken identifizierbar, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand des AURELIUS Konzerns gefährden könnten. Jedoch ist es, insbesondere aufgrund der weltweit weiterhin unsicheren zukünftigen konjunkturellen Entwicklung grundsätzlich möglich, dass zukünftige Ergebnisse von den heutigen Erwartungen des Vorstands der AURELIUS abweichen. Im AURELIUS Konzern besteht kein Einzelrisiko, das den Gesamtbestand des Konzerns gefährden könnte.

Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung

Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA und die persönlich haftende Gesellschafterin, AURELIUS Management SE, unterliegen dem dualen Führungssystem, das insbesondere eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand beziehungsweise der persönlich haftenden Gesellschafterin als Leitungs- und Geschäftsführungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan mit jeweils eigenen Aufgaben und Kompetenzen vorsieht. Dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin obliegt die Unternehmensleitung und die Geschäftsführung. Er führt das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse mit dem Ziel, nachhaltige Wertschöpfung zu schaffen. Der Vorstand legt die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Unternehmenspolitik fest, er stimmt sie mit den Aufsichtsräten ab und veranlasst deren Umsetzung. Ein weiteres wichtiges Thema der Unternehmensführung und ein Anliegen des Vorstands ist es, Frauen auf allen Hierarchieebenen des Unternehmens einzusetzen. Eine Umsetzung soll mittelfristig erfolgen. Der Aufsichtsrat der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA fasste den Beschluss, dass als Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Quote von 30 Prozent erreicht werden soll.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, Grünwald

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, Grünwald – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden „Lagebericht“) der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 26. März 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrejewski, Wirtschaftsprüfer

Hanshen, Wirtschaftsprüfer

 

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